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	<title>Zuverlässigkeit des Alten Testaments Archive - Auferstanden!</title>
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	<description>Beweise für die Auferstehung, und andere Gründe, warum der christliche Glaube wahr ist.</description>
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	<title>Zuverlässigkeit des Alten Testaments Archive - Auferstanden!</title>
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		<title>Wurde Methusalem wirklich 969 Jahre alt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2021 21:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zuverlässigkeit des Alten Testaments]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Chronologie]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem der letzten Videos hatte ich gesagt, dass die Erzväter und Patriarchen in der Bibel ganz normale Lebensspannen hatten, und nicht mehrere hundert Jahre alt geworden sind. Den Beweis bin ich damals schuldig&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/09/18/wurde-methusalem-wirklich-969-jahre-alt/">Wurde Methusalem wirklich 969 Jahre alt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem der <a href="https://www.auferstanden.org/2021/09/04/noahs-flut-wissenschaftlich-unmoeglich/">letzten Videos</a> hatte ich gesagt, dass die Erzväter und Patriarchen in der Bibel ganz normale Lebensspannen hatten, und nicht mehrere hundert Jahre alt geworden sind. Den Beweis bin ich damals schuldig geblieben, weil er ein eigenes Video bzw. einen eigenen Beitrag benötigt.</p>
<div class="video-container"><iframe title="Wurde Methusalem wirklich 969 Jahre alt?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/LiKZWBhnEX4?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>In den Kommentaren kamen dann Bemerkungen, ich würde Gott einen Lügner nennen, oder ich würde atheistische Sichtweisen annehmen.</p>
<h2>Nicht die einzige göttliche Offenbarung</h2>
<p>Es geht hier nicht darum, irgendwelche Sichtweisen anzunehmen oder zu propagieren, sondern darum, die Wahrheit auszubuddeln. Gott hat uns nicht nur ein Buch gegeben, sondern zwei Bücher. Beide beinhalten gleichermaßen Wahrheit. Das erste Buch ist natürlich die Bibel. Das zweite Buch ist die Schöpfung. Was wir in der Schöpfung finden, das ist gleichermaßen Wahrheit, wie wir sie in der Bibel finden. Beides ist Wahrheit, die von Gott kommt. Wenn die Aussagen der beiden Bücher nicht übereinstimmen, dann muss man in <strong><em>beiden</em></strong> Büchern suchen, ob man evtl. etwas falsch verstanden hat.</p>
<p>Das Verständnisproblem kann dann auch im Verständnis der Bibel liegen. Die Bibel wurde für uns geschrieben, aber nicht an uns. Das Buch Genesis, das von den Lebensspannen der Erzväter berichtet, wurde an semitische Nomaden in der Bronzezeit geschrieben. Was sie verstehen, wenn sie die Erzählungen hören, ist allein ausschlaggebend, wie diese Textstellen zu verstehen sind, und nicht, wie wir sie heute verstehen. Ein wörtliches Verständnis des Textes ist das Verständnis, das die ursprünglichen Empfänger hatten, und nicht unsere eigene Interpretation der Worte.</p>
<h2>Ein modernes Beispiel: Hotelzimmer</h2>
<p>Nehmen wir als Beispiel eine moderne Version solcher Missverständnisse. Oder vielmehr, warum es nicht zu Missverständnissen kommt, weil wir intuitiv verstehen, dass die Zahlen nicht wörtlich zu nehmen sind. Wenn Du in einem Hotel eincheckst, und bekommst das Zimmer 807, heißt das dann, dass das Hotel mindestens 807 Zimmer hat? Natürlich nicht. Wir wissen alle, wie die Nummerierung von Hotelzimmern funktioniert. Intuitiv wissen wir also, dass das Hotel höchstwahrscheinlich deutlich weniger Zimmer als 807 besitzt.</p>
<p>Untersuchen wir also, welche sowohl biblischen als auch außerbiblischen Belege es gibt, die auf eine kurze Lebensspanne der Patriarchen hinweisen.</p>
<p>Die in diesem Beitrag genannten Belege stammen fast alle von <a href="https://trinitysouthwest.academia.edu/CraigOlson" target="_blank" rel="noopener">Dr. Craig Olson</a> von der Trinity Southwest University in Albuquerque, New Mexico. Seine Erkenntnisse verbreiten sich leider nur langsam, weil dadurch eine Lehre widerlegt wird, die konservative Evangelikale für viele Generationen für wahr hielten. Aber Wahrheit misst sich nicht daran, was generationenlang gelehrt wurde, sondern daran, was mit der Realität übereinstimmt.</p>
<h2>Lebten Noah und Abraham zur gleichen Zeit?</h2>
<p>Wenn man die Lebensspannen der Erzväter alle in ein Diagramm einträgt, dann sehen also enorme Überschneidungen der Lebenszeiten. In Abrahams jungen Jahren wäre sogar noch Noah am Leben gewesen, also sein Ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-urgroßvater, und alle Generationen dazwischen auch. Wir würden also erwarten, dass wir im Text zumindest ein paar Beispiele finden, dass diese Erzväter auch über Generationen hinaus Kontakt haben. Aber genau das finden wir in der Bibel nicht. Die einzige Aufzeichnung, dass Kontakte über zwei Generationen bestanden ist, wenn Jakob als alter Mann die Söhne von Josef segnet. Ansonsten haben wir nichts im Buch Genesis, dass ein Großvater mit seinen Enkeln zusammengetroffen ist, geschweige denn mit einem Nachfahren über 12 Generationen.</p>
<p>Ein weiteres Problem ergibt sich damit, dass in einem Patriarchat die wichtigste Person in einem Clan immer der Patriarch ist. Wenn die 11 Generationen vor Abraham noch am Leben sind, dann ist Abraham kein Patriarch. Dann ist Noah der Patriarch. Und dann würde sich das gesamte Geschehen um Noah drehen, und nicht um Abraham. Für den würde sich keiner interessieren, und über den hätte niemand etwas aufgeschrieben.</p>
<p>Das sind also schon die ersten Anzeichen dafür, dass die Lebensspannen symbolisch zu betrachten sind, und nicht als Dezimalzahlen, die die Anzahl der Geburtstage angeben, die die Patriarchen gefeiert haben.</p>
<p>Ich nehme hier auch nicht die Position der liberalen Theologie ein, die sagt, dass die Erzväter alle nie wirklich existiert haben, und es sich nur um Legenden handelt.</p>
<h2>Ein historischer Synchronismus</h2>
<p>Meine Position ist die, dass symbolische Lebensspannen ein historischer Synchronismus sind, die die Authentizität des Textes bestätigen. Historische Synchronismen sind das Gegenteil von Anachronismen. Es sind einzelne Elemente im Text, die sich einer spezifischen Kultur in einer spezifischen Zeit zuordnen lassen. Und die Verwendung von symbolischen Lebensspannen ist ein Phänomen, das genau im Vorderen Orient in der mittleren und späten Bronzezeit auftritt.</p>
<p>Aber bevor wir zu den außerbiblischen Dokumenten aus der Bronzezeit kommen, die dies bestätigen, betrachten wir zuerst weitaus grundlegendere Belege, nämlich die Skelette von bronzezeitlichen Bewohnern des Vorderen Orients und von Mesopotamien.</p>
<h2>Belege aus der Archäologie</h2>
<p>Anhand der Abnutzung von Zähnen und Knochen kann man nämlich feststellen, wie alt die Person zum Todeszeitpunkt war, zu der das Skelett gehört. Daher wissen wir, dass das durchschnittliche Alter dieser Bewohner bei rund 40 Jahren lag. Da sind auch nicht nur zwei oder drei Skelette ausgewertet worden, sondern hunderte.</p>
<p>Da die Bibel sehr konstant ist mit den Angaben von so hohen Lebensspannen, müsste man erwarten, zumindest einige Belege zu finden, die dies bestätigen. Gibt es aber nicht. Im Gegenteil, alle menschlichen Überreste dieser Zeit, die man findet, weisen darauf hin, dass die Bewohner des Vorderen Orients sehr kurze Lebensspannen hatten.</p>
<h2>Inkompatibilität mit anerkannter Chronologie</h2>
<p>Weiterhin gibt es Probleme, wenn man die Lebensspannen als wörtliche Dezimalzahlen wertet, eine Chronologie daraus erstellt, und dann versucht, diese Chronologie mit anderen Chronologien des Vorderen Orients zu synchronisieren. Die Zeit der Patriarchen wird so nämlich in die frühe Bronzezeit zurückgedrückt. Von der Geburt Abrahams bis zum Tod Josefs wäre dann die Zeit von 2166 bis 1806 v. Chr. Damit ergeben sich viele Probleme, und ich will hier nur die drei gravierendsten anschneiden.</p>
<ol>
<li>In der frühen Bronzezeit war in Ägypten der Sitz des Pharaos nicht im Nil-Delta, sondern in Memphis in Oberägypten. Abrahams Reise nach Ägypten wäre also kaum möglich gewesen.</li>
<li>Genesis 14 beschreibt einen Krieg zwischen diversen Königen gegen Sodom, Gomorrha, und die Städte der Ebene. In der frühen Bronzezeit waren jedoch alle diese Städte vereint unter dem König von Ur. Sie gehörten zum selben Königreich. Warum sollten sie Krieg gegeneinander führen?</li>
<li>Viele Städte der Abraham-Erzählung existierten noch gar nicht in der frühen Bronzezeit. Diese Siedlungen sind erst in der mittleren Bronzezeit entstanden. Dazu zählen beispielsweise Bet-El und Ai, Gerar, Hebron, Beerscheba und Salem, die Heimat des Priesterkönigs Melchisedek.</li>
</ol>
<p>Die Chronologie wäre also nicht nur inkompatibel mit ein paar wenigen archäologischen Funden, sondern mit fast allen.</p>
<h2>Andere bronzezeitliche Dokumente</h2>
<p>Kommen wir aber nun zum historischen Synchronismus. Der bekannteste bronzezeitliche Stammbaum außerhalb der Bibel ist die sumerische Königsliste. Die Könige in dieser Liste haben alle eine Lebensspanne zwischen mehreren hundert Jahren und mehreren zehntausend Jahren. Aber niemand bezweifelt, dass diese Könige wirklich gelebt und regiert haben. In der Turiner Königsliste, die die Ahnentafel der ägyptischen Pharaonen enthält, stehen ebenfalls symbolische Lebensspannen, ebenso wie in der Liste der Herrscher von Lagas.</p>
<p>In der Turiner Königsliste fällt auf, dass die ideale Lebensspanne eines ägyptischen Herrschers mit 110 Jahren angegeben wird. Dies ist ein weiterer historischer Synchronismus, da die Bibel für Josef als ägyptischer Wesir auch eine Lebensspanne von 110 Jahren angibt. Josua, als der letzte Anführer der Israeliten, der noch in Ägypten geboren war, hat ebenfalls eine Lebensspanne von 110 Jahren. Auch diese beiden sind ganz klar symbolisch, um den Bezug zu Ägypten herzustellen.</p>
<p>Eine symbolische Betrachtung der Lebensspannen schwächt damit keinesfalls die Zuverlässigkeit und Authentizität der Genesis- und Exodus-Erzählungen. Ganz im Gegenteil. Durch eine symbolische Betrachtung lassen sich diese Texte ganz klar in der mittleren bis späten Bronzezeit positionieren, und die Ereignisse in der Zeitspanne von Josef bis Josua sogar nach Ägypten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/09/18/wurde-methusalem-wirklich-969-jahre-alt/">Wurde Methusalem wirklich 969 Jahre alt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>10 Archäologische Funde, die das Alte Testament bestätigen</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2021/09/07/10-archaeologische-funde-die-das-alte-testament-bestaetigen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 22:18:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zuverlässigkeit des Alten Testaments]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kritiker und Minimalisten behaupten oft, dass ein großer Teil des Alten Testamentes während der Zeit des babylonischen Exils im 6. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurde. Die Erfahrung zeigt, wenn ein Text viele Jahrhunderte geschrieben&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/09/07/10-archaeologische-funde-die-das-alte-testament-bestaetigen/">10 Archäologische Funde, die das Alte Testament bestätigen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kritiker und Minimalisten behaupten oft, dass ein großer Teil des Alten Testamentes während der Zeit des babylonischen Exils im 6. Jahrhundert v. Chr. geschrieben wurde. Die Erfahrung zeigt, wenn ein Text viele Jahrhunderte geschrieben wird, nachdem die eigentliche Handlung stattfand, dann schleichen sich notwendigerweise sogenannte Anachronismen in den Text ein. Anachronismen sind einzelne Elemente im Text, die zu der Zeit der Handlung noch gar nicht existiert haben.</p>
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<h2>Was sind Anachronismen?</h2>
<p>Das folgende Beispiel eines Anachronismus stammt aus Shakespeares Julius Caesar:</p>
<p>BRUTUS.<br />
Ach, guter Cassius, denket nicht an ihn!<br />
Liebt er den Cäsar, so vermag er nichts<br />
Als gegen sich: sich härmen, für ihn sterben.<br />
Und das wär&#8216; viel von ihm, weil er der Lust,<br />
Der Wüstheit, den Gelagen sich ergibt.</p>
<p>TREBONIUS.<br />
Es ist kein Arg in ihm: er sterbe nicht,<br />
Denn er wird leben und dies einst belachen.</p>
<p>Die Glocke schlägt.</p>
<p>BRUTUS.<br />
Still! Zählt die Glocke!</p>
<p>CASSIUS.<br />
Sie hat drei geschlagen.</p>
<p>TREBONIUS.<br />
Es ist zum Scheiden Zeit.</p>
<p>Das Stück handelt im Jahr 44 v. Chr., wurde aber im Jahr 1599 verfasst. Also hat sich dort ein Element eingeschlichen, dass es im Jahr 44 v. Chr. nicht gab, im Jahr 1599 aber schon. Habt Ihr es erkannt? Im alten Rom haben ganz bestimmt keine Glocken die Zeit geschlagen.</p>
<h2>Was sind Synchronismen?</h2>
<p>Der Gegensatz zu Anachronismen sind Synchronismen. Historische Synchronismen sind Textelemente, die nur in einem engen historischen und kulturellen Zeitraum existierten. In Texten, die nahe an der eigentlichen Handlung geschrieben wurde, findet man in der Regel zahlreiche historische Synchronismen. Das Alte Testament ist voll von historischen Synchronismen, die in den letzten Jahrzehnten durch archäologische Funde bestätigt oder überhaupt erst entdeckt worden sind.</p>
<p>Wir schauen uns in diesem Video nicht die großen und spektakulären Funde an, wie die Tell-Dan-Inschrift, in der erstmalig König David erwähnt wird, sondern die kleinen Details des täglichen Lebens, wie Schwerter und Handelsdokumente. Diese bezeugen, dass die Lebensrealität, wie sie von Genesis bis zum Buch der Richter beschrieben wird mit Funden aus der Bronzezeit übereinstimmt, und nicht mit Funden aus der späten Eisenzeit um die Zeit des Exils.</p>
<h2>10. Sichelschwerter</h2>
<p>Wenn wir an ein Schwert denken, dann haben wir eine lange und spitze Waffe mit einer scharfen Schneide vor Augen.</p>
<p>Wenn im Alten Testament von Schwertern die Rede ist, finden wir häufig Ausdrücke wie den folgenden:</p>
<blockquote><p>Und Josua besiegte Amalek und sein Kriegsvolk mit der Schärfe des Schwertes. (Exodus 17,13)</p></blockquote>
<p>Was die meisten deutschen Bibeln mit &#8222;Schärfe des Schwertes&#8220; übersetzen, heißt im Hebräischen wörtlich der &#8222;Mund des Schwertes&#8220;. Dieser Ausdruck wird zwischen Exodus und Richter regelmäßig verwendet, also genau den Büchern der Bibel, die in der mittleren und späten Bronzezeit handeln. Danach findet er sich nur noch vereinzelt.</p>
<p>Wenn wir uns ein Schwert anschauen, wie es uns aus Film und Fernsehen bekannt ist, sehen wir nichts daran, was wie ein Mund ausschaut.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-541" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert-300x169.png" alt="Sichelschwert" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert-300x169.png 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert-1024x576.png 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert-768x432.png 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert-1536x864.png 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sichelschwert.png 1920w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Solche Sichelschwerter waren in der Antike die gebräuchlichen Waffen im Vorderen Orient bis ca. 1300 v. Chr. Danach wurden sie durch normale Schwerter, wie wir sie heute noch kennen, ersetzt.</p>
<p>Die Mundform der Klinge ist unverkennbar. Mit dem Ende der Sichelschwerter um 1300 v. Chr. endet ebenso die Verwendung des Ausdrucks &#8222;Mund des Schwertes&#8220; im Alten Testament.</p>
<p>Die angeblichen Autoren im 6. oder 7. Jahrhundert, von denen die Minimalisten ausgehen, hätten in ihrem Leben nicht solch ein Sichelschwert gesehen, und den Ausdruck &#8222;Mund des Schwertes&#8220; verwendet.</p>
<h2>9. Preise für Sklaven</h2>
<p>Sklaven waren im gesamten Vorderen Orient ein rege gehandeltes Gut. Aus zahlreichen Handelsdokumenten, die aus der Antike erhalten sind, können wir die Preisentwicklung für einen Sklaven über die Zeit verfolgen. Geld gab es damals zwar noch nicht &#8211; die Preise sind jeweils in Schekel angegeben, einer Gewichtseinheit &#8211; aber trotzdem waren die Menschen damals schon von der Inflation geplagt.</p>
<p>Im späten dritten Jahrtausend lagen die Preise für einen Sklaven um die 15 bis 20 Schekel. Bis zur zweiten Hälfte des zweiten Jahrtausends ist der Sklavenpreis auf 30 bis 40 Schekel gestiegen. Während der assyrischen Herrschaft stieg der Preis weiter auf 50 Schekel, und betrug in der Perser-Zeit schließlich 100 bis 120 Schekel.</p>
<p>Im Alten Testament finden wir die Preisangaben für einen Sklaven an drei Stellen. Josef wurde von seinen Brüdern für 20 Schekel nach Ägypten verkauft, ein Ereignis, das um 1600 v. Chr. stattfand.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-542" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise-300x169.png" alt="Sklavenpreise" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise-300x169.png 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise-1024x576.png 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise-768x432.png 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise-1536x864.png 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Sklavenpreise.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Weitere 215 Jahre später gibt das Gesetz des Mose den Preis eines Sklaven mit 30 Schekeln an.</p>
<p>Zur Zeit König Menahems, um ca. 750 v. Chr., ist der Preis eines Sklaven schließlich mit 50 Schekeln angegeben.</p>
<p>Die Versuche der Bibelkritiker, die Entstehung dieser Schriften auf das 7. Jahrhundert zu verlegen, scheitert daran, dass zu der Zeit niemand den Preis eines Sklaven hunderte von Jahren vorher wissen konnte, und sicherlich auch kein Interesse daran gehabt hätte, sie mit solchen historischen Details akkurat zu verfassen.</p>
<h2>8. Tragende Säulen</h2>
<p>Das Ende Simsons ist uns allen bekannt.</p>
<p>Die Philister brachten den erblindeten Simson in ihren Dagon-Tempel, um ihn zu verspotten. Simson stemmt sich aber gegen die beiden mittleren Säulen im Tempel, so dass dieser einstürzt, und Simson mit samt den Philistern unter sich begräbt.</p>
<p>Wie babylonische Tempel zur Zeit des Exils aussahen, wissen wir. Sie hatten keine zwei Säulen in der Mitte. Es ist überhaupt keine Architektur des Vorderen Orients aus der Eisenzeit bekannt, die auf zwei tragenden Säulen in der Mitte des Gebäudes beruhte.</p>
<p>Um solche Tempel zu finden, müssen wir notwendigerweise zurück in die Bronzezeit gehen. In Tel Qasile bei Tel Aviv wurde ein philistischer Tempel ausgegraben, der dem Gott Dagon geweiht war.</p>
<p>Dies war nicht derselbe Tempel, der von Simson zerstört wurde, weil dieser sich in Gaza befand, und nicht bei Tel Aviv. Jedoch stammt er aus derselben Zeit, vom selben Volk der Philister, und war demselben Gott Dagon geweiht.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Area_of_the_Temples_sign_Tell_Qasile_Eretz_Israel_Museum_Tel_Aviv_Israel_-_20060417.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-543" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Area_of_the_Temples_sign_Tell_Qasile_Eretz_Israel_Museum_Tel_Aviv_Israel_-_20060417-300x225.jpg" alt="Tell Qasile" width="300" height="225" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Area_of_the_Temples_sign_Tell_Qasile_Eretz_Israel_Museum_Tel_Aviv_Israel_-_20060417-300x225.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Area_of_the_Temples_sign_Tell_Qasile_Eretz_Israel_Museum_Tel_Aviv_Israel_-_20060417-768x576.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Area_of_the_Temples_sign_Tell_Qasile_Eretz_Israel_Museum_Tel_Aviv_Israel_-_20060417.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>In der Mitte des Tempels sehen wir klar und deutlich die beiden Säulen. Es hat sich gezeigt, dass dies tragende Säulen sind, die, wenn man sie umstürzt, die Zerstörung des Tempels zur Folge gehabt hätten.</p>
<p>Angebliche Verfasser des Buches der Richter im 7. Jahrhundert hätten von dieser Architektur keine Ahnung gehabt.</p>
<h2>7. Hetitische Vasallenverträge</h2>
<p>Die Hetiter waren in der Bronzezeit ein Volk in Kleinasien, der heutigen Türkei. Durch gelegentliche Eroberungsfeldzüge ins Heilige Land haben die Hetiter es auch zu biblischem Ruhm gebracht. Für das Volk der Hetiter gab es bis ins Jahr 1905 keine archäologischen Belege, als in Zentralanatolien ein großes Archiv des Volkes ausgegraben wurde.</p>
<p>In diesem Archiv fanden sich auch Abschriften von hetitischen Vasallenvertägen. Es stellte sich heraus, dass der Bundesschluss vom Sinai, wo Gott mit Mose und den Israeliten einen Bund schloss, in seiner Struktur exakt den hetitischen Vasallenverträgen entsprach.</p>
<p>Vielleicht hatte Gott eine Vertragsstruktur gewählt, die Mose bekannt war. Als ägyptischer Prinz war er sicherlich mit Vertragsstrukturen der umliegenden Völker vertraut. Aber es kann ganz sicher ausgeschlossen werden, dass diese Texte im 6. Jahrhundert geschrieben wurden, zu einer Zeit, in der die Hetiter in der Geschichte verschollen waren.</p>
<h2>6. Sex mit der Dienerin der Ehefrau.</h2>
<p>Im Jahr 1901 entdeckte eine französische Expedition einen schwarzen Stein mit der Inschrift des Codex Hammurabi. Hammurabi war ein König in Mesopotamien, Abrahams Heimat, zur Zeit Abrahams.</p>
<p>Gesetz 145 des Codex besagt, dass ein Patriarch, wenn seine Frau kinderlos bleibt, sie ihm seine Dienerin zur Verfügung stellen darf, um ihm Kinder und Erben zu gebären. Genau das hat Sarah gemacht, als sie Abraham ihre Dienerin Hagar gegeben hat.</p>
<p>Gesetz 146 besagt, wenn die Dienerin dann Gleichheit mit ihrer Herrin beansprucht, dass sie dann nicht verkauft werden darf, sondern zurück zu den anderen Dienern geschickt werden soll. Auch das haben Abraham und Sarah so gemacht.</p>
<p>Gesetz 170 regelt, wenn die Herrin doch noch einen eigenen Sohn bekommt, dass dann der Sohn der Dienerin trotzdem den Status als Erben behält. Und das ist der Grund, warum Abraham die Dienerin Hagar und ihren Sohn Ismael weggeschickt hat. Er durfte sie nicht verkaufen, und wenn sie blieben, dann wäre Ismael der Erbe Abrahams geworden.</p>
<p>Es gibt noch mehr Gegebenheiten, wo Abraham sich an den Codex Hammurabi hielt, zum Beispiel als er Elieser von Damaskus als Erben einsetzte, oder er Rebekkas Vater eine Mitgift übergab, damit Isaak sie heiraten durfte.</p>
<p>Abraham war nicht nur ein Kind seiner Zeit, sondern auch ein Kind seiner mesopotamischen Kultur. Im 6. Jahrhundert hatte niemand Ahnung von diesen bronzezeitlichen mesopotamischen Bräuchen.</p>
<h2>5. Homer, Hämorrhoiden und Heimholung der Bundeslade</h2>
<p>In 1. Samuel 5-6 finden wir die Erzählung, wie die Philister die Bundeslade erobern, von Gott mit Hämorrhoiden geschlagen werden, und daraufhin die Bundeslade an Israel zurückgeben. Zusammen mit der Bundeslade schicken sie ein Schuldopfer, bestehend aus goldenen Hämorrhoiden, goldenen Mäusen, und Ochsen, die von den Israeliten als Opfertiere geopfert wurden.</p>
<p>Wir wissen heute, dass die Philister Nachfahren der minoischen Kreter waren, also Griechen. In Homers Ilias finden wir eine sehr ähnliche Geschichte. Die Achäer eroberten die Tochter von Chryseis, eines Priesters des Apollo, der auch Smintheus genannt wurde, also Maus-Gott. Die Achäer entschieden, die Tochter des Chryseis zurückzuschicken, zusammen mit Opfergaben und Ochsen als Opfertiere.</p>
<p>Angeblichen Autoren im 6. Jahrhundert wären diese Parallelen und Homers Werke gänzlich unbekannt gewesen.</p>
<h2>4. Das Gold von Scheschonq und Osorkon</h2>
<p>Die ägyptischen Pharaonen Scheschonq I und sein Sohn Osorkon waren bestenfalls mittelmäßige ägyptische Herrscher in einer Zeit wirtschaftlicher Depression. Trotzdem ist überliefert, dass sie ein außergewöhnliches Vermögen in Gold und Silber besaßen, und wie keine anderen Pharaonen mit Edelmetallen um sich schmissen. Osorkon opferte mehr als 383 Tonnen Gold und Silber an die ägyptischen Götter.</p>
<p>Woher hatten die beiden Herrscher so viel Gold? Die Bibel liefert die Antwort in 1. Könige 10-14. Der biblische Pharao Schischak entspricht Scheschonq I. Dieser plünderte den Tempel sowie den Königspalast, und brachten die gesammelten Gold- und Silberschätze Salomos nach Ägypten.</p>
<h2>3. Die 12 Spione in Kanaan</h2>
<p>In 4. Mose 13 finden wir den Report der 12 Spione, die das Heilige Land erkundet hatten. Sie berichten, dass die Kanaaniter am Meer lebten, sowie im Jordantal, die Amalekiter in der Wüste, die Jebusiter im Bergland, sowie die Hetiter im nördlichen Bergland.</p>
<p>Archäologische Funde bestätigen, dass dies genau die Siedlungsgebiete dieser Völker waren, und zwar zur Bronzezeit, in der diese Erzählung handelt, nicht aber zur Eisenzeit, was die Minimalisten behaupten, wann diese Erzählung entstand. Und auch diesmal zeigt sich, dass die Behauptungen der Minimalisten gegen die Fakten nicht standhalten können.</p>
<h2>2. Namenslisten</h2>
<p>Der Experte für den Antiken Vorderen Orient, Kenneth Kitchen, hat ausführliche Namenslisten aller Namen die in Archiven von westsemitischen Völkern gefunden wurde erstellt, und festgestellt, dass Namen, die mit einem J-Laut beginnen, im vorderen Orient nur in einem sehr schmalen Zeitfenster populär waren, und zwar im frühen zweiten Jahrtausend vor Christus. Das ist genau die Zeit, in der auch im Alten Testament Namen mit J-Laut gehäuft vorkommen. Dazu zählen auch Namen mit I wie Isaak, der im Hebräischen Jitzchak ausgesprochen wird. Diese Namen sind im Einzelnen Isaak, Ismael, Jakob, Israel, Josef, Juda, Issachar, also praktisch fast eine komplette Generation von Erz- und Stammvätern Israels.</p>
<p>Die angeblichen Schreiber im 6. Jahrhundert hätten dies nicht wissen können. Und auch diesmal zeigt sich, dass die Minimalisten im Unrecht sind, und die Bibel Recht hat.</p>
<h2>1. Kamele</h2>
<p>Minimalisten behaupten oft, dass Kamele zur Zeit Abrahams ein Anachronismus sind, da sie erst später domestiziert worden sind. Aber in Wirklichkeit sind diese Kamele ein Synchronismus. In den biblischen Erzählungen zwischen 2000 v.Chr. und 1200 v.Chr. kommen Kamele nur ganz am Rand vor. Sie werden in den Auflistungen der Tiere immer an letzter Stelle genannt. Die einzige Nennung von Kamelen als Nutztiere befindet sich in der Reise von Abrahams Diener nach Harran, um eine Frau für Isaak zu finden.</p>
<p>In nichtbiblischen Quellen finden wir im gleichen Zeitraum gleichermaßen, dass Kamele nur am Rand miterwähnt werden. Von Ägypten bis Nordarabien finden sich in diesem Zeitraum vereinzelte Belege, dass es domestizierte Kamele gab, sowie Bilder und Statuen von domestizierten Kamelen. Dies belegt eindeutig, dass es sich bei den Kamelen in der Abrahamserzählung keinesfalls um einen Anachronismus handelt. Wie alle anderen Punkte auch, ist dies ein Synchronismus, der ein letztes Mal beweist, dass die Minimalisten Unrecht haben.</p>
<p>Quellen: <a href="https://www.amazon.de/gp/product/3765515507/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3765515507&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=382d143d126f1d872d786a29f990bdcc" target="_blank" rel="noopener">Kenneth Kitchen, Das Alte Testament und der Vordere Orient</a>, sowie diverse Bücher von <a href="https://www.amazon.de/Steven-Collins/e/B00DW0K532?&amp;linkCode=ll2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=aeef45f4722871ad209431e31af814f0&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_tl" target="_blank" rel="noopener">Steven Collins</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/09/07/10-archaeologische-funde-die-das-alte-testament-bestaetigen/">10 Archäologische Funde, die das Alte Testament bestätigen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>Noahs Flut – Wissenschaftlich unmöglich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Sep 2021 17:42:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zuverlässigkeit des Alten Testaments]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Flut]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Noah]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen war ich mit ein paar Freunden aus meiner Gemeinde in Münster im Bibelmuseum. Eigentlich hatte ich gehofft, von den griechischen Manuskripten dort ein paar Aufnahmen zu machen, für ein Video über&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/09/04/noahs-flut-wissenschaftlich-unmoeglich/">Noahs Flut – Wissenschaftlich unmöglich?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen war ich mit ein paar Freunden aus meiner Gemeinde in Münster im <a href="https://www.uni-muenster.de/Bibelmuseum/" target="_blank" rel="noopener">Bibelmuseum</a>. Eigentlich hatte ich gehofft, von den griechischen Manuskripten dort ein paar Aufnahmen zu machen, für ein Video über Textkritik. Stattdessen gab es eine Sonderausstellung über Wasser in der Bibel, und ein großer Teil davon ging über Noahs Flut. Ist also Noahs Flut wissenschaftlich gesehen möglich?</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Noahs Flut: Wissenschaftlich widerlegt!?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/7AiGGtz3ySk?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Der nette Museumsführer hat extra noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei der biblischen Fluterzählung lediglich um ein Nachfolgewerk des Gilgamesch-Epos handelt, und dass alle Versuche, die Flut wissenschaftlich zu erklären, auf die eine oder andere Art gescheitert sind. Herausforderung akzeptiert!</p>
<h2>Eine globale Flut?</h2>
<p>Stellt Euch also vor, dass es nicht nur einen Tag regnet, sondern dass 40 Tage hintereinander ein Niederschlag von 20 Zentimetern runterprasselt. Das sind dann flächendeckend 8 Meter Niederschlag. Und das soll die höchsten Berge der Welt bedeckt haben… Hatte der Museumsführer eventuell doch Recht? Schauen wir in den Text.</p>
<blockquote><p>Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der grossen Urflut auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. Und der Regen strömte auf die Erde, vierzig Tage und vierzig Nächte lang. An eben diesem Tag gingen Noah, die Söhne Noahs Sem, Ham und Jafet, die Frau Noahs und mit ihnen die drei Frauen seiner Söhne in die Arche. Sie und alle Wildtiere nach ihren Arten, alles Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere, die sich auf der Erde regen, nach ihren Arten und alle Vögel nach ihren Arten, alles, was fliegt, was Flügel hat: die gingen zu Noah in die Arche, je zwei von allem Fleisch, das Lebensatem in sich hat. Und die hineingingen, waren je ein Männchen und ein Weibchen von allem Fleisch, wie Gott es ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.</p>
<p>Da kam die Sintflut vierzig Tage lang über die Erde. Und das Wasser stieg und hob die Arche, so dass sie hoch über der Erde schwamm. Und das Wasser schwoll an und stieg gewaltig auf der Erde, und die Arche trieb auf dem Wasser dahin. Das Wasser aber schwoll immer mächtiger an auf der Erde, so dass alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen darüber hinaus schwoll das Wasser an, so dass die Berge bedeckt wurden.</p>
<p>Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, Vögel, Vieh, Wildtiere und alles, was auf der Erde wimmelte, auch alle Menschen. Alles, was Leben atmete, was auf dem Trockenen lebte, starb. So vertilgte er alle Wesen, die auf dem Erdboden waren, Menschen, Vieh, Kriechtiere und die Vögel des Himmels, sie wurden vertilgt, von der Erde weg. Übrig blieb nur Noah und was mit ihm in der Arche war. Das Wasser aber schwoll an auf der Erde, hundertfünfzig Tage lang. (Genesis 7,11-24)</p></blockquote>
<p>Fünfzehn Ellen über den höchsten Bergen, also über Mount Everest, das ist die Behauptung. Also 8848 Meter plus ca. 7,50 Meter über die ganze Erde.</p>
<h2>Lebensspanne der Erzväter</h2>
<p>Zuvor noch eine ganz kurze Bemerkung zu Noahs Lebensspanne. Da steht, dass Noah 600 Jahre alt war. Die Lebensspannen der Erzväter werde ich in einem späteren Beitrag genauer unter die Lupe nehmen. Aber eines schon mal vorweg: man muss den Text nicht einmal uminterpretieren um zu erkennen, dass Noah eine ganz normale Lebensspanne hatte, wie jeder andere Mensch auch. Was es zu ergründen gilt ist, was ein bronzezeitlicher Bewohner von Mesopotamien versteht, wenn er eine Erzählung hört über einen 600 Jahre alten Mann. Der Bewohner von Mesopotamien bekommt dann nämlich nicht die Idee, dass die Erzählung über jemanden geht, der 600 Geburtstage hinter sich hat. Und das lässt sich durch archäologische Funde belegen.</p>
<p>Ich spare mir mal auszurechnen, welche Menge Wasser nötig wäre, um die Erde bis 8855,5 Meter mit Wasser zu befüllen. Es sollte klar sein, dass eine wissenschaftliche Betrachtung von dieser These keinen Sinn macht.</p>
<h2>Oder eine lokale Flut?</h2>
<p>Der Schlüssel liegt vielmehr in zwei hebräischen Wörtern. Zum einen das Wort &#8222;Eretz&#8220;. Die Israelis nennen bis heute ihr Land &#8222;Eretz Yisrael&#8220;. Das Land Israel. Überall im Text, wo das Wort &#8222;Eretz&#8220; steht, ist es aber im Deutschen mit &#8222;Erde&#8220; übersetzt.</p>
<p>Im Althebräischen gibt es nur sehr wenige Wörter, weniger als 9000 insgesamt. Jedes Wort hat mehrere Bedeutungen, und meist kann man aus dem Kontext erschließen, welche Bedeutung die richtige ist. In unserem Noah-Text ist das aber nicht sofort klar. Ist es das Land, oder die ganze Erde, die überflutet wurde?</p>
<p>Schauen wir ein zweites Wort an: &#8222;Har&#8220;. Das bedeutet Berg oder Hügel. In der Offenbarung ist von Harmageddon oder Armageddon die Rede, wo in der Endzeit der Antichrist in der letzten großen Schlacht geschlagen wird. Und das ist nicht in Megiddo, was oft behauptet wird. Megiddo ist eine Ebene zwischen Galiläa und Samaria, aber Har-Mageddon ist ein Berg oder ein Hügel.</p>
<p>Das Wort &#8222;Har&#8220; ist im Noah-Text durchgängig mit Berg übersetzt, und nicht mit Hügel. Schauen wir den Text noch einmal an, jeweils mit der zweiten Bedeutung der beiden Wörter:</p>
<blockquote><p>Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der grossen Urflut auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. Und der Regen strömte auf das Land, vierzig Tage und vierzig Nächte lang. An eben diesem Tag gingen Noah, die Söhne Noahs Sem, Ham und Jafet, die Frau Noahs und mit ihnen die drei Frauen seiner Söhne in die Arche. Sie und alle Wildtiere nach ihren Arten, alles Vieh nach seinen Arten und alle Kriechtiere, die sich auf dem Land regen, nach ihren Arten und alle Vögel nach ihren Arten, alles, was fliegt, was Flügel hat: die gingen zu Noah in die Arche, je zwei von allem Fleisch, das Lebensatem in sich hat. Und die hineingingen, waren je ein Männchen und ein Weibchen von allem Fleisch, wie Gott es ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.</p>
<p>Da kam die Sintflut vierzig Tage lang über das Land. Und das Wasser stieg und hob die Arche, so dass sie hoch über dem Land schwamm. Und das Wasser schwoll an und stieg gewaltig auf dem Land, und die Arche trieb auf dem Wasser dahin. Das Wasser aber schwoll immer mächtiger an auf dem Land, so dass alle hohen Hügel, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt wurden. Fünfzehn Ellen darüber hinaus schwoll das Wasser an, so dass die Hügel bedeckt wurden.</p>
<p>Da kam alles Fleisch um, das sich auf dem Land regte, Vögel, Vieh, Wildtiere und alles, was auf dem Land wimmelte, auch alle Menschen. Alles, was Leben atmete, was auf dem Trockenen lebte, starb. So vertilgte er alle Wesen, die auf dem Boden des Landes waren, Menschen, Vieh, Kriechtiere und die Vögel des Himmels, sie wurden vertilgt, von dem Land weg. Übrig blieb nur Noah und was mit ihm in der Arche war. Das Wasser aber schwoll an auf dem Land, hundertfünfzig Tage lang.</p></blockquote>
<p>Das hört sich schon gleich ganz anders an. Dass in Mesopotamien nach 40 Tagen Dauerregen alle Hügel im Land unter Wasser lagen, das ist komplett im Bereich des Möglichen. Die Erzählung ist aus der Perspektive von Noah übermittelt. Wenn er in alle Richtungen nichts als Wasser sah, dann macht die Aussage Sinn, dass das ganze Land, und alle Hügel unter dem ganzen Himmel unter Wasser lagen, soweit Noah halt blicken konnte.</p>
<h2>Einspruch: Aber die Arche ist auf dem Berg Ararat gelandet</h2>
<p>Das ist höher als die höchsten Hügel in Mesopotamien.</p>
<p>Haltet Euch bereit für einen Mandela-Effekt. Die Arche ist nicht auf dem Berg Ararat gelandet.</p>
<blockquote><p>Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. (Genesis 8,4)</p></blockquote>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-535" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat-300x169.png" alt="Berg Ararat" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat-300x169.png 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat-1024x576.png 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat-768x432.png 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat-1536x864.png 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/09/Berg-Ararat.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. Auf dem Gebirge, nicht auf dem Berg. Der Berg Ararat ist lediglich der höchste Berg in diesem Gebirge.</p>
<p>Außerdem handelt es sich bei den Mose-Büchern um frühe bronzezeitliche Texte. Ob das heutige Gebirge Ararat in der Türkei damals schon so hieß, oder ob es irgendwann in den letzten 4000 Jahren nach dem Gebirge in der Flut-Erzählung so benannt wurde, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Möglicherweise hieß in der Bronzezeit eine ganz andere Hügellandschaft in Mesopotamien Ararat. Genauere geographische Details, die uns ermöglichen, das Gebirge Ararat zu identifizieren, gibt der Text jedenfalls nicht her.</p>
<p>Und auch der angebliche Fund der Arche auf dem Berg Ararat ist nichts als eine Felsformation, die grob die Form eines Schiffes hat.</p>
<h2>Lokale Flut in Mesopotamien</h2>
<p>In Mesopotamien sind allerdings archäologische Funde gemacht worden, die eine massive Flut belegen. Die Schlammschicht, die an vielen Stellen in Mesopotamien entdeckt wurde, hat eine Dicke von 2,5 Metern. Ob das die Schlammschicht von Noahs Flut ist, oder von einer späteren unabhängigen Flut, lässt sich nicht genau klären. Das hängt damit zusammen, dass sich die Datierung der Flut als notorisch schwierig erweist. Es ist nämlich nicht damit getan, einfach die Lebensspannen der Erzväter aufzuaddieren. Zum einen waren die Lebensspannen eben nicht mehrere hundert Jahre, aber andererseits sind die frühen Stammbäume sehr stark zusammengestaucht, und beinhalten nur eine ganz kleine Auswahl von Stammvätern, z.B. diejenigen, die ein Volk gegründet haben. Denn sonst würde man, wenn man alles zusammenzählt, auf ein Datum von ca. 4000 v. Chr. Für die Erschaffung von Adam kommen, also eine Zeit, zu der sich die Menschen schon überall auf der Erde verteilt hatten.</p>
<p>Die hebräischen Texte lassen sich jedenfalls auch so übersetzen, dass nicht jeweils ein Vater einen Sohn zeugt, sondern ein Volk ein anderes Volk hervorbringt. Das sind wieder die unterschiedlichen Bedeutungen, die die einzelnen althebräischen Wörter haben.</p>
<h2>Datierung der Flut</h2>
<p>Aus dem Kontext wissen wir jedoch, dass die Flut alle Menschen bis auf die acht in der Arche tötete. Gott rettete ganz explizit nur Noah und seine Familie. Das heißt, die Flut muss stattgefunden haben, bevor die Menschheit begann, sich über die gesamte Erde zu verbreiten, als alle auf einem Knubbel hockten. Ganz grob zwischen 40000 und 85000 Jahren könnte man die Flut datieren.</p>
<p>Ein ganz gewaltiges Indiz dafür, dass diese Flut tatsächlich geschah, sind die Fluterzählungen, die es in nahezu jeder Kultur gibt. Manchmal hört man die Begründung, weil es global Fluterzählungen und Mythen gibt, muss auch die Flut global gewesen sein. Aber ich argumentiere hier ja für eine lokale Flut. Aber wenn man drüber nachdenkt, dann sind die globalen Erzählungen ein Indiz für eine lokale Flut. Wenn die Menschen nach der Flut diese Erzählung in ihre jeweilige Kultur übernahmen, während sie die Erde besiedelten, dann ist es erklärbar, dass es praktisch überall diese Erzählung gibt, mit kleineren oder größeren Abweichungen.</p>
<blockquote>
<h2>Einspruch: Überflutungen geschehen weltweit immer mal wieder</h2>
</blockquote>
<p>Diese ganzen Fluterzählungen sind unabhängig voneinander, und beschreiben separate Ereignisse in den jeweiligen Kulturen.</p>
<p>Das ist der häufigste Einspruch gegen das Indiz der globalen Fluterzählungen. Aber betrachtet es mal so: Flutkatastrophen geschehen überall immer mal wieder. Erdbeben geschehen überall immer mal wieder. Sonnenfinsternisse geschehen überall immer mal wieder. Vulkanausbrüche auch, und Dürren auch, und jede andere Naturkatastrophe und jedes andere Naturereignis auch. Wir haben etwa 200 Fluterzählungen überall in der ganzen Welt verstreut. Die meisten von denen beschreiben eine Gottheit, die die Flut als Strafe bringt, und die meisten beschreiben ein Schiff, durch das die Menschheit vor dem Aussterben bewahrt wird.</p>
<p>Wo sind die 200 Erdbeben-Erzählungen? Wo sind die 200 Vulkanausbruch-Erzählungen, oder Sonnenfinsternis-Erzählungen, die alle solche klaren Parallelen aufweisen? Es gibt sie nicht. Nur für die Flut gibt es das.</p>
<h2>Welche Fluterzählung ist original?</h2>
<p>Aber woher wissen wir, dass die biblische Flutgeschichte die richtige ist, und andere nicht, wie z.B. das Gilgamesch-Epos? Es sollte klar sein, dass wir für eine Erzählung, die vor mindestens 40000 Jahren stattfand, keine felsenfesten Beweise oder Belege auftreiben können. Aber ein paar Indizien gibt es schon. Fangen wir mit der Behauptung unseres Museumsführers an, dass das Gilgamesch-Epos älter ist, und daher eine Erzähl-Vorlage zur biblischen Fluterzählung darstellt.</p>
<p>Das Gilgamesch-Epos ist super alt, datiert auf 2100 v. Chr. Es ist das älteste literarische Werk, welches uns erhalten ist. Wenn es das älteste Werk ist, wie kann es also nicht den Urspruch der Fluterzählung aus der Bibel bilden? Ganz einfach: Tafel XI, die die Fluterzählung enthält, wurde ca. im 7. Jahrhundert zu dem Epos hinzugefügt. Bei allen älteren Funden fehlt diese Tafel.</p>
<p>Wir müssen also nur noch zeigen, dass die Mose-Bücher älter sind als 700 v. Chr., und die Behauptung ist widerlegt. Dies ist im Beitrag &#8222;10 archäologische Funde, die das Alte Testament belegen&#8220; geschehen.</p>
<h2>Probleme mit dem Gilgamesch-Epos</h2>
<p>Außerdem schauen wir uns mal die Maße der Arche von Gilgamesch an. Es ist angegeben, dass die Länge, Breite und Höhe exakt gleich sind. Die Arche von Gilgamesch ist also ein perfekter Kubus, und damit absolut nicht seetauglich. Die Maße von Noahs Arche beschreiben hingegen eine Kastenform. Viele Konstrukteure von Schiffen haben sich damit beschäftigt, und es besteht Konsens, dass die Maße wie in der Bibel angegeben ein in hohem Maße seetaugliches Schiff beschreiben.</p>
<p>Wenn die Fluterzählung wahr ist &#8211; und die Masse an verschiedenen Erzählungen lässt eigentlich keinen anderen Schluss zu, dann muss die ursprüngliche Erzählung notwendigerweise die korrekten Maße für das Schiff angeben. Eine Erzählung andererseits mit einem Kubus, der bei der ersten Welle zerbrechen würde, kann nicht die Ursprungerzählung sein. Ein Schiff, das nicht absolut seetauglich ist, hätte die Sintflut damals nicht überstanden. Und die biblische Erzählung ist die einzige, die diese Anforderung erfüllt, und damit der einzige Kandidat für die Ursprungserzählung.</p>
<p>Ich hoffe diese Ausführungen waren hilfreich. Die Fluterzählung ist ja eine der Geschichten, die für viele die Bibel unglaubwürdig macht, oder so manchen Christen sogar zum Zweifeln bringt. Ich hoffe, ich konnte zeigen, wenn man das Ereignis als lokale Flut versteht, dass das die Grundlage für alle Zweifel entzieht.</p>
<p>Oder andersherum: Wenn es vor 40000 bis 85000 Jahren eine lokale Flut in Mesopotamien gab, die alle Menschen bis auf acht tötete, was würden wir erwarten heute noch zu finden? Doch genau das, was wir haben: eine komplett glaubwürdige Überlieferung in Gottes inspiriertem Wort, sowie abweichende, teilweise unglaubwürdige Mythen in zahlreichen anderen Kulturen. Und den einen oder anderen archäologischen Nachweis, dass es in Mesopotamien zu so einer massiven Überflutung kam.</p>
<p>Quelle: <a href="https://www.amazon.de/gp/product/1576832309/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1576832309&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=f85c0b3a78b0c1b19b2ff2bf82bc766e" target="_blank" rel="noopener">Hugh Ross, The Genesis Question</a> u.a.</p>
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		<title>Die Zerstörung von Sodom</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/10/21/die-zerstoerung-von-sodom/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 00:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zuverlässigkeit des Alten Testaments]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erzählung von Sodom und Gomorra wird meist im Bereich der Mythen und Legenden angesiedelt. Feuer und Schwefel fallen vom Himmel. Lots Frauerstarrt zur Salzsäule. Wer glaubt im 21. Jahrhundert noch an die Zerstörung&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/10/21/die-zerstoerung-von-sodom/">Die Zerstörung von Sodom</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erzählung von Sodom und Gomorra wird meist im Bereich der Mythen und Legenden angesiedelt. Feuer und Schwefel fallen vom Himmel. Lots Frauerstarrt zur Salzsäule. Wer glaubt im 21. Jahrhundert noch an die Zerstörung von Sodom und Gomorra? Die Beweise verdichten sich jedoch, dass sich diese Katastrophe wirklich ereignet hat.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Die Zerstörung von Sodom" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/l3mhmdp4ol0?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Schauen wir zuerst, was die Bibel sagt, wo sich Sodom befand, bevor wir in der zweiten Hälfte des Beitrags untersuchen, ob es an dieser stelle irgendwelche Belege gibt, die auf eine Katastrophe biblischen Ausmaßes hindeuten.</p>
<h2>Die Lokalisierung von Sodom</h2>
<p>Sodom wird normalerweise an der <a href="https://www.google.de/maps/place/Mount+Sodom" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Südseite vom Toten Meer</a> lokalisiert, und einige Christen sind sehr dogmatisch mit dieser Sichtweise. Wer auf einer Israel-Tour gesagt bekommen hat, an der Stelle zu stehen, wo einst Sodom stand, hält natürlich gerne an dem Gedanken fest. Es gibt sogar eine Felsformation, die die Überreste von Lots Frau sein sollen, die ja bekanntlich zur Salzsäule erstarrte, weil sie auf Sodom zurückblickte. Dieser Fels besteht allerdings nicht aus Salz, sondern aus Fels.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-401 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau-300x169.jpg" alt="Lots Frau" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Lots-Frau.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Die Traditionen um die Lage von Sodom bei Zohar am Südende vom Toten Meer beruhen auf Volksglauben. Am Nordendende in <a href="https://tallelhammam.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tall el-Hammam</a> schaut die Lage anders aus.</p>
<p>Seit 15 Jahren finden in Tall el-Hammam archäologische Ausgrabungen statt, und die Beweise verdichten sich, dass es sich bei Tall el-Hammam tatsächlich um Sodom handelt. Bei Google Maps steht sogar in Klammern und mit Fragezeichen <a href="https://www.google.de/maps/place/Tall+el-Hammam+(Sodom)%3F" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Sodom&#8220;</a> dabei. Im Jahr 2007 gab es einen großen Artikel im Wall Street Journal, dass Sodom entdeckt worden wäre.</p>
<p>Nach der Veröffentlichung hagelte es Kritik von bibelkritischen Archäologen und anderen Forschern. Man könne doch nicht die Bibel verwenden, um Sodom zu lokalisieren!</p>
<p>Warum man bei archäologischer Forschung die Bibel angeblich nicht verwenden soll, darauf wird nicht eingegangen. Wenn gezielt religiöse Texte ausgeschlossen werden sollen, dann muss man nicht nur auf die Bibel verzichten, sondern auf jeden antiken Text aus dem Vorderen Orient, egal ob von den Sumerern, Ägyptern, Babyloniern, oder anderen Völkern. So gut wie jeder bekannte Text hat irgendeine religiöse Verbindung. Die Forderung auf die Bibel zu verzichten ist also nichts weiter als wieder einmal eine antibiblische Grundhaltung.</p>
<p>Steven Collins, der Ausgrabungsleiter gab die passende Antwort an die Kritiker.</p>
<blockquote><p>Kein verantwortungsbewusster Wissenschaftler, der im Heiligen Land gräbt, arbeitet ohne eine Kelle in der einen und eine Bibel in der anderen Hand!</p></blockquote>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-402" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers-300x169.jpg" alt="Steven Collins und Gary Byers" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Steven-Collins-und-Gary-Byers.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Sodom in der Bibel</h2>
<p>Aber was erfahren wir nun aus der Bibel über Sodom? Das allererste Mal genannt wird Sodom in Genesis10:19.</p>
<blockquote><p>So reichte das Gebiet der Kanaaniter von Sidon nach Gerar hin bis Gaza, nach Sodom und Gomorra und Adma und Zebojim hin bis Lescha.</p></blockquote>
<p>Das war kurz nach der Zeit Noahs, Sodom ist also eine sehr alte Stadt. Außerdem lag Sodom im Gebiet der Kanaaniter. Eine genauere geografische Eingrenzung, wo die Kanaaniter lebten, finden wir in Numeri 13:29.</p>
<blockquote><p>Die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan.</p></blockquote>
<p>Damit wissen wir, dass auch Sodom entweder am Meer lag oder am Ufer des Jordan.</p>
<h2>Lot zieht gen Sodom</h2>
<p>Der wichtigste Text zur Lokalisierung von Sodom steht aber in Genesis 13:2-12.</p>
<blockquote><p>Abram aber war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold. Und er zog weiter von Lagerplatz zu Lagerplatz, aus dem Südland bis nach Bet-El, bis zu der Stätte, an der zu Anfang sein Zelt gestanden hatte, zwischen Bet-El und Ai, an die Stätte des Altars, den er früher dort errichtet hatte. Und dort rief Abram den Namen des HERRN an.</p>
<p>Auch Lot, der mit Abram zog, hatte Schafe, Rinder und Zelte. Das Land aber ertrug es nicht, dass sie beieinander blieben, denn ihre Habe war so gross geworden, dass sie nicht beieinander bleiben konnten. So kam es zum Streit zwischen den Hirten der Herde Abrams und den Hirten der Herde Lots. Damals wohnten die Kanaaniter und Perissiter im Land. Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Streit sein zwischen mir und dir, zwischen meinen Hirten und deinen Hirten, denn wir sind Brüder. Steht dir nicht das ganze Land offen? So trenne dich von mir! Gehst du nach links, so will ich nach rechts gehen; gehst du nach rechts, so will ich nach links gehen. Da blickte Lot auf und sah, dass die ganze Jordan-Ebene ein wasserreiches Land war. Bevor der HERR Sodom und Gomorra verdarb, war sie bis nach Zoar hin wie der Garten des HERRN, wie das Land Ägypten. Da wählte sich Lot die ganze Jordan-Ebene, und Lot brach nach Osten auf. So trennten sie sich: Abram liess sich im Land Kanaan nieder, und Lot liess sich in den Städten der Ebene nieder und zog mit seinen Zelten bis nach Sodom.</p></blockquote>
<p>Es fällt auf, dass Sodom sowohl in Genesis 10 als auch in Genesis 13 immer als erstes genannt wird, Sodom und Gomorra und die anderen Städte der Jordan-Ebene. Sodom war also höchstwahrscheinlich die größte Stadt in der Jordan-Ebene.</p>
<h2>Die Jordan-Ebene, der Kikkar des Jordan</h2>
<p>Das hebräische Wort, das in allen Bibelübersetzungen mit &#8222;Ebene&#8220; übersetzt wird, heißt eigentlich gar nicht Ebene. Es gibt im Hebräischen mehrere Worte, um eine geografische Ebene zu beschreiben. &#8222;Kikkar&#8220; ist keines davon. Kikkar bezeichnet ursprünglich eine Scheibe im weitesten Sinne. Ein Talent war eine Gewichtseinheit von ca. 60 kg. Eine große Silberscheibe mit dem Gewicht von einem Talent bezeichnete man als &#8222;Kikkar&#8220;. Eine andere bedeutung für &#8222;Kikkar&#8220; ist &#8222;Fladenbrot&#8220;, wie es beis heute im Mittelmeerraum bekannt und beliebt ist, z.B. gefüllt mit Kebab-Fleisch als Döner oder Shawarma, oder belegt mit Zutaten als Pizza. Aber in der Antike war es ein Kikkar. So hieß es fast überall, in Israel, in Kanaan, in Ägypten, in Akkad, in Ugarit.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-403" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-300x169.jpg" alt="Kikkar" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>In Israel bezeichnet &#8222;Kikkar&#8220; heute auch einen Kreisverkehr. Die Form des Kikkar Tsina Dizengof in Tel Aviv einer großen Scheibe ist unverkennbar.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-405" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof-300x169.jpg" alt="Kikkar Tsina Dizengof" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Tsina-Dizengof.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>In der Bibel bezeichnet das Wort Kikkar, wenn es in einem geografischen Zusammenhang benutzt wird, ausschließlich die Jordan-Ebene. Es ist keine generische Bezeichnung für eine geografische Ebene, sondern der Eigenname für genau diese eine Ebene.</p>
<h2>Wo liegt der Kikkar des Jordan?</h2>
<p>Aber wo liegt sie? Nach Genesis 10 entweder am Meer oder am Ufer des Jordan. Da der Kikkar auch &#8222;Kikkar des Jordan&#8220; genannt wird, kann man die Küste ausschließen. Der Kikkar liegt am Ufer des Jordan.</p>
<p>Zurück zu Genesis 13. Abraham und Lot befinden sich zwischen Bet-El und Ai, also im Hochland. Lot blickt von dort herab auf den Kikkar. Der Kikkar ist also sichtbar von Bet-El und Ai. Lot bemerkt, dass es ein wasserreiches Land ist. Dann verlässt Lot Abraham Richtung Osten, und erreicht Sodom.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-406 size-large" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map-1024x551.jpg" alt="Karte vom Toten Meer" width="1024" height="551" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map-1024x551.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map-300x161.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map-768x413.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map-1536x827.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Kikkar-Map-2048x1102.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p>Außer man hält die Karte verkehrt herum, sieht man sofort, dass die traditionelle Lage von Sodom falsch sein muss. Der heute so genannte Mount Sodom ist nicht sichtbar von Bet-El und Ai, ist kein wasserreiches Land, liegt nicht östlich von Bet-El und Ai, und befindet noch nicht einmal am Ufer des Jordan. Außerdem weiß man heute, dass die antiken Städte dort bereits im Jahr 2500 v. Chr. verlassen waren, also Jahrhunderte vor Abraham.</p>
<p>Mit anderen Worten, es ist sehr offensichtlich, dass die Gegend von Mount Sodom <strong>nicht</strong> der richtige Ort ist. Der <strong>richtige</strong> Kikkar hingegen hat die Form einer Scheibe. Der Jordan und seine Nebenarme sorgen für eine gute Bewässerung. Er ist von Bet-El und Ai gut sichtbar. Der echte Kikkar liegt am Nordende vom Toten Meer, und Tall el-Hammam ist die größte archäologische Stätte in diesem Gebiet.</p>
<h2>Die Belege für die Katastrophe</h2>
<p>So weit so gut. Jetzt wissen wir, wo wir suchen müssen. Die größte antike Stadt im Kikkar ist schnell gefunden, Tall el-Hammam, bzw. das was sich unter Tall el-Hammam befindet, da längst alles verschüttet und mit Dreck bedeckt ist. Aber solange wir dort keine Belege für eine massive Katastrophe finden, ist nichts bewiesen, außer dass die Geografie der Sodom-Erzählung stimmt. Aber was wir in Tall El Hammam finden, ist sehr erstaunlich.</p>
<p>Jetzt kommt die Arbeit von Dr. Phil Silvia ins Spiel. Er ist Experte für Katastrophenarchäologie, kann also rekonstruieren, unter welchen Umständen antike Stätten zerstört oder vernichtet wurden.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-407 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia-300x169.jpg" alt="Phillip Silvia" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Phillip-Silvia.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Die Tunguska-Explosion</h2>
<p>Aber bevor uns die Details anschauen, richten wir unser Augenmerk auf den Ort Tunguska, in Sibirien im Jahr 1908.</p>
<p>Am 30. Juni 1908 kam es in Tunguska zu einer gewaltigen Explosion mit einer unglaublichen Zerstörungskraft. Man geht heute allgemein davon aus, dass ein Asteroid nicht eingeschlagen ist, sondern vor dem Einschlag über dem Wald bei Tunguska in der Atmosphäre explodiert ist.</p>
<p>Der Wald sah nach der Explosion so aus.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-408" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska-300x169.jpg" alt="Zerstörter Wald bei Tunguska" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tunguska.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Aber der sah nicht nur an der einen Stelle so aus, sondern in einem Radius von 30 bis 40 km. Es hat nicht nur die paar dutzend Bäume auf diesem Foto Foto umgehauen, sondern insgesamt 80 Millionen Bäume. Direkt um das Epizentrum der Explosion war in einem Radius von 10 bis 15 km alles pulverisiert und weggebrannt. Die Explosion entsprach etwa 15 Megatonnen TNT, und war damit 1000 Mal stärker als die Atombombe von Hiroshima. Die Tunguska-Explosion war die verheerendste Explosion eines Superboliden in der Neuzeit.</p>
<h2>Der Superbolide von Tscheljabinsk</h2>
<p>Die letzte große Explosion eines Superboliden geschah nur vor wenigen Jahren, am 2. Februar 2013 in Tscheljabinsk im Ural. Die Explosion war mit 500 Kilotonnen deutlich schwächer als die von Tunguska, und geschah etwa in 35 km Höhe. Die Schäden am Boden hielten sich dadurch in Grenzen. Die Schockwelle zerstörte trotzdem in einem Radius von 50 bis 100 km im Wesentlichen die Glasscheiben der Gebäude und Autos.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-409" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide-300x169.jpg" alt="Der Superbolide von Tscheljabinsk" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/10/Tscheljabinsk-Superbolide.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Die Zerstörung von Sodom</h2>
<p>In Tall el-Hammam gibt es zahlreiche archäologische Funde, die Belegen, dass dort eine Katastrophe geschehen sein muss, ähnlich einer Explosion eines Superboliden.</p>
<p>Aber bevor wir in die Details gehen, schauen wir noch darauf, was die Bibel in Genesis 19:23-28 über die Zersörung von Sodom und Gomorra berichtet.</p>
<blockquote><p>Als die Sonne über dem Land aufgegangen und Lot nach Zoar gekommen war, liess der HERR Schwefel und Feuer auf Sodom und Gomorra regnen, vom HERRN vom Himmel herab. Und er zerstörte diese Städte und die ganze Ebene, alle Bewohner der Städte und was auf der Erde wuchs. Lots Frau aber, hinter ihm, blickte zurück und wurde zu einer Salzsäule.</p>
<p>Früh am Morgen machte sich Abraham auf, an den Ort, wo er vor dem HERRN gestanden hatte. Und er blickte hinab auf Sodom und Gomorra und auf das ganze Gebiet der Ebene. Er sah hin, sieh, da stieg Qualm von dem Land auf wie der Qualm von einem Schmelzofen.</p></blockquote>
<h2>Die Katastrophe von Tall el-Hammam</h2>
<p>Bis auf den Schwefel passt die Beschreibung im Text zu einer Bolidenexplosion. Das hebräische Wort kann aber sowohl Schwefel als auch Stein bedeuten. Der Text meint hier einfach brennende Steine, so genau das, was man bei einer Bolidenexplosion beobachtet.</p>
<p>Die Sache mit der Salzsäule ist auch noch ungeklärt, aber was mit Lots Frau genau passiert ist, das wird im weiteren Verlauf des Artikels noch klar.</p>
<p>Die Überreste einer antiken Stadt muss man sich so vorstellen, dass sie in Schichten gelagert ist. Wie bei geologischen Gesteinsschichten, wo die ältesten Ablagerungen ganz unten sind, und neuere Ablagerungen weiter oben, findet man bei Ausgrabungen die neuesten Straßen und Gebäude oben und die ältesten unten. In der Antike hat man eine neue Stadt immer einfach auf den Überresten der Stadt gebaut, die vorher dastand.</p>
<p>Bei einer Ausgrabung wird dann schichtweise abgetragen und dokumentiert, was gefunden wurde. In Tall el-Hammam ist man nach 15 Jahren Ausgrabung schon sehr weit vorgedrungen. Außerdem wurde vom Militär einst eine Schneise durch den Hügel gezogen, so dass man an der Stelle schon mal eine &#8222;Vorschau&#8220; erhält, was noch kommt, und welche Schichten einen noch erwarten.</p>
<h2>Zerstörung von Südwesten nach Nordosten</h2>
<p>Die Schicht aus der Bronzezeit deutet auf eine verheerende Katastrophe hin. Diese Schicht ist auf das Jahr 1700 v. Chr. datiert. Wann immer in dieser Schicht Tonscherben gefunden wurden, befanden sie sich in den entsprechenden Gebäuden an der nordöstlichen Wand. Mühlsteine wurden in nordöstliche Richtung umgestoßen. Mauern aus Ziegelsteinen sind in nordöstliche Richtung eingestürzt.</p>
<p>Es wurden auch einige Pötte entdeckt, die nicht zerschmettert wurden. Deren Inhalt, Weizen zum Beispiel, war immer verkohlt. Holzstücke aus der Schicht sind ebenso alle verkohlt.</p>
<h2>Geschmolzene Steine</h2>
<p>Viele der Tonscherben, Ziegelsteine und Felsstücke aus der Schicht sind sogar <a href="https://www.researchgate.net/publication/329755765_The_37kaBP_Middle_Ghor_Event_Catastrophic_Termination_of_a_Bronze_Age_Civilization" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angeschmolzen</a>. Vitrifizierung war in der Bronzezeit gänzlich unbekannt, daher kann man ausschließen, dass die Bewohner von Tall el-Hammam die Gegenstände absichtlich angeschmolzen haben. Auf Grund der Dicke der entstandenen Glasschichten auf den Stücken und des jeweiligen Materials hat Dr. Silvia errechnet, dass diese nur für wenige Sekunden einer Temperatur von mindestens 2000°C ausgesetzt waren. Sogar Anteile von Zirkonia und Gips sind geschmolzen, was nur bei extrem hohen Temperaturen geschieht.</p>
<p>Angeschmolzene Stücke findet man nicht nur in Tall el-Hammam, sondern auch in den umliegenden Ausgrabungsstätten.</p>
<h2>Die Lücke in der späten Bronzezeit</h2>
<p>Die nächste Besonderheit ist die Schicht direkt über der Bronzezeit. In solch einer wasserreichen und fruchtbaren Ebene sollte man davon ausgehen, dass die Gegend nach der Katastrophe schnell wieder besiedelt wird, und die Städte neu aufgebaut werden. Das ist nicht passiert. Das ist für eine sehr lange Zeit nicht passiert, nicht nur in Tall el-Hammam, sondern in den ganzen anderen umliegenden Städten auch.</p>
<p>Nach der Katastrophe folgt eine Lücke von 700 Jahren. Während dieser Zeit wurde keine der Städte im Kikkar wiederaufgebaut. Die nächste Schicht stammt erst wieder aus der Eisenzeit, um das Jahr 1000, also ungefähr zu Lebzeiten von König David.</p>
<h2>Verseuchung durch Salz aus dem Toten Meer</h2>
<p>Warum das so passiert ist, das haben Untersuchungen von Bodenproben ergeben. So wie die Schichten von der Stadt abgetragen wurden, hat man in der Umgebung auch etwas vom Boden abgetragen, und die jeweiligen Proben analysiert. In den Proben aus der Bronzezeit hat man einen so hohen Salzgehalt festgestellt, so dass so gut wie keine Pflanzen dort mehr wachsen konnten, und Landwirtschaft unmöglich war. Der Kikkar war für 700 Jahre keine fruchtbare Landschaft mehr, sondern eine Salzwüste. Die Zusammensetzung des Salzes entspricht dem Salz im Toten Meer.</p>
<p>Die These von Dr. Silvia ist die, dass sich ein Superbolide aus Richtung des Toten Meeres auf den Kikkar zubewegte, und mit einer Sprengkraft von etwa 10 Megatonnen direkt über dem Toten Meer explodierte. Die Schockwelle hat dann, zusammen mit den Trümmern des Boliden und einer großen Menge verdampfter Sole aus dem Toten Meer, den Kikkar getroffen, und Tall el-Hammam sowie die umliegenden Städte verwüstet.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Zusammenfassend passt also der Ort. Tall el-Hammam befindet sich an dem Ort, wo die Bibel sagt, dass sich dort Sodom befand. Die Katastrophe fand zur Zeit Abrahams statt, etwa 1700 v. Chr. Und das Bild der Zerstörung entspricht dem, was die Bibel beschreibt: Feuer und Steine. Hinzu kommt das Salz. Eine Person, die von dieser Schockwelle erwischt wird, ist danach sicherlich mit einer Salzschicht überzogen, und wird zur Salzsäule. Das ist das, was mit Lots Frau passiert ist. Alle Daten und Funde sprechen dafür, dass Tall el-Hammam das biblische Sodom ist.</p>
<h2>Die Lebenserwartung der Erzväter</h2>
<p>Einen kleinen Schönheitsfehler gibt es noch, warum einige konservative evangelikale Christen die These ablehnen. In jeder konservativen biblischen Chronologie steht, dass die Zerstörung von Sodom um das Jahr 1850 v. Chr. datiert ist, und nicht auf 1700.</p>
<p>Wenn man die Lebensspanne der Erzväter, die in der Bibel genannt werden, also Abraham 175 Jahre, Isaak 180 Jahre, Jakob 147 Jahre und Josef 110 Jahre, wortwörtlich als Dezimalzahlen mit Jahren zu je 365 Tagen versteht, dann kommt man auf ein Datum der Zerstörung Sodoms um das Jahr 1850.</p>
<p>Aber wenn man davon ausgeht, dass die Erzväter ganz normale Lebensspannen hatten, von etwa 50 bis 60 Jahren, also wie die Menschen in der Bronzezeit normalerweise lebten, dann verschiebt sich das Datum der Zerstörung Sodoms auf etwa 1700.</p>
<p>Aber es gibt viele Anzeichen dafür, dass die Erzväter keine Supermenschen waren, die knapp 200 Jahre alt wurden. Ein paar Generationen vorher sind sogar Lebensspannen von mehreren hundert Jahren überliefert. Methusalem soll fast 1000 Jahre alt geworden sein. Aber keiner von denen war ein Supermensch. Sie hatten alle ganz normale Lebensspannen. Diese großen Lebensspannen von hundert oder hunderten von Jahren sind symbolisch. Dazu gibt es demnächst einen separaten Artikel. Solche Überlegungen können für manch einen sicherlich wie ein rotes Tuch wirken. Aber wenn die Bibel an manchen Stellen symbolische Sprache verwendet, dann heißt das noch lange nicht, dass gesamte Passage nur ein Mythos oder eine Legende ist. Mehr dazu später.</p>
<p>Quellen: <a href="https://trinitysouthwest.com/product/the-destruction-of-sodom/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Destrcution of Sodom</a> / <a href="https://www.amazon.de/gp/product/B008J2BQTA/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B008J2BQTA&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=9281d56bc4e5fd2d37b7909080841e9c" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Discovering the City of Sodom</a> / <a href="https://www.amazon.de/gp/product/B07Y63JGJN/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B07Y63JGJN&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=0cfa80d2336e78b2ef3b9676db1014f6" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Harvest Handbook of Bible Lands</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/10/21/die-zerstoerung-von-sodom/">Die Zerstörung von Sodom</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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