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	<title>Verschwörungstheorie Archive - Auferstanden!</title>
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	<description>Beweise für die Auferstehung, und andere Gründe, warum der christliche Glaube wahr ist.</description>
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	<title>Verschwörungstheorie Archive - Auferstanden!</title>
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		<title>Jesus Christus, eine Kopie von Horus, Osiris, Mithras, Krishna und Dionysus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2020 22:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den sozialen Medien tauchen immer wieder Memes auf, die beunruhigende Parallelen zwischen dem christlichen Evangelium und antiken heidnischen Kulten aufzeigen. Die Implikationen sind klar. 2000 Jahre vor Christus ist die Jesusgeschichte angeblich schon&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/09/27/jesus-christus-eine-kopie-von-horus-osiris-mithras-krishna-und-dionysus/">Jesus Christus, eine Kopie von Horus, Osiris, Mithras, Krishna und Dionysus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In den sozialen Medien tauchen immer wieder Memes auf, die beunruhigende Parallelen zwischen dem christlichen Evangelium und antiken heidnischen Kulten aufzeigen. Die Implikationen sind klar. 2000 Jahre vor Christus ist die Jesusgeschichte angeblich schon einmal aufgeschrieben worden. Eine Gottheit wird von einer Jungfrau geboren, schart zwölf Jünger um sich, heilt die Kranken und Verletzten, weckt die Toten auf, stirbt am Kreuz und steht von den Toten auf. Jesus ist also eine Kopie von Horus.</p>
<div class="video-container"><iframe title="Jesus Christus, eine Kopie von Horus, Osiris, Mithras, Krishna und Dionysus" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/I5lvi3sqvOM?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Manchmal gibt es diese Behauptungen über Horus. Ein anderes Mal über Osiris, oder Mithras, oder Krishna, oder Dionysus, oder irgendwelche anderen antiken Gottheiten. Besonders eindrucksvoll wirkt die Sache natürlich, wenn man alle Behauptungen gesammelt präsentiert.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-353 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen-300x169.jpg" alt="Antike Mysterienreligionen" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Antike-Mysterienreligionen.jpg 1920w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Dabei tauchen immer wieder dieselben Elemente auf: Eine Gottheit wird am 25. Dezember von einer Jungfrau geboren; wird angebetet von drei Königen; ein Stern erscheint bei der Geburt; er hatte zwölf Jünger, hat Wunder vollbracht, ist am Kreuz gestorben, und ist nach drei Tagen auferstanden.</p>
<p>Je mehr solcher Behauptungen auf einmal zusammengetragen werden, desto beeindruckender wird das Ganze. Damit ist Jesus nur die letzte Gottheit, über die man eine immer wiederkehrende Geschichte erzählt, und das Evangelium nur eine billige Kopie.</p>
<p>Das ist aber nur der Fall, wenn denn etwas Wahres an den ganzen Behauptungen dran ist. Schauen wir sie uns also genauer an.</p>
<h2>Der Zeitgeist-Film</h2>
<p>Die Verschwörungstheorie hat ihren Ursprung im Dokumentarfilm <em><a href="http://www.zeitgeistmovie.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zeitgeist</a></em> von Peter Joseph aus dem Jahr 2007, einem der weltweit erfolgreichsten YouTube-Filmen. Allein die englischsprachige Version hat bisher 25 Millionen Aufrufe.</p>
<p>Von dort verbreiteten sich die wirren Thesen nicht nur über die sozialen Medien, sondern werden teilweise auch von den Mainstream-Medien aufgegriffen. <a href="https://www.weltderwunder.de/artikel/tabus-der-weltgeschichte-die-verbotenen-evangelien" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Welt der Wunder</em></a> berichtete beispielsweise, dass die Jesusgeschichte sich von der Osiris-Sage ableitet, der ebenso Gottes fleischgewordener Sohn ist, die Menschheit erlöst, und von einer Jungfrau am 25. Dezember geboren wurde.</p>
<p><em>Welt der Wunder</em> hat damit nicht nur eine Verschwörungstheorie abgepinselt, sondern es auch noch geschafft, die ägyptische Gottheit Osiris mit seinem Sohn Horus zu verwechseln.</p>
<h2>Der Ursprung der Verschwörungstheorie</h2>
<p>Aber haben die Macher des Zeigeist-Films sich die Theorie komplett selbst aus den Fingern gesogen? Dem ist nicht so. Otto Pfleiderer und Richard Reitzenstein behaupteten bereits in ihrem im Jahr 1910 veröffentlichen Buch <a href="https://www.amazon.de/gp/product/0484978551/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0484978551&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=da7e9d7acbcbbcde265d8b9738c9e5f2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die hellenistischen Mysterienreligionen</em></a>, dass das Christentum eine Kopie von antiken ägyptischen und phrygischen Kulten ist. James Frazer machte ähnliche Behauptungen in seinem im Jahr 1906 veröffentlichten Werk <a href="https://www.amazon.de/gp/product/3499554836/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499554836&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=a2b10ae9880aac658135ed300d2216be" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Der goldene Zweig</em></a>.</p>
<p>Die einzige Parallele, die diese Autoren zwischen den Mysterienreligionen und dem Christentum aufweisen konnten, ist jedoch der Tod und die Auferstehung von Gottheiten. Auf den ersten Blick ist das eine deutliche Parallele, aber die Gottheiten der Mysterienreligionen sind Erntegötter, die im jährlichen Zyklus mit ihrer &#8222;Auferstehung&#8220; für eine reichliche Ernte sorgen, während Jesus zur Vergebung unserer Sünden und zur Versöhnung mit Gott gestorben und auferstanden ist. Diese Parallele ist also rein oberflächlich. Die ganzen Details um das Geburtsdatum usw. sind in der Tat erst von den Zeitgeist-Machern hinzugefügt worden, um die Parallelen weiter aufzubauschen.</p>
<p>Dass an den Theorien wirklich nichts weiter dran ist, machen wir uns klar, wenn wir die Sage von Osiris und Horus, sowie den Mithras-Kult genauer untersuchen. Diese drei Gottheiten sind die, die am häufigsten mit Jesus gleichgesetzt werden. Aber auch bei den anderen Gottheiten sieht die Faktenlage nicht besser aus.</p>
<h2>Die Sage von Osiris, Isis und Horus</h2>
<p>Das <a href="https://egyptianbookofthedead.book-lover.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ägyptische Totenbuch</a> ist frei verfügbar. Alle meine Behauptungen sind also leicht nachprüfbar. James Frazer beschreibt Osiris als Vegetationsgott, Fakt ist aber, dass er der ägyptische Totengott ist.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-356" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus-300x169.jpg" alt="Die Sage von Osiris, Isis und Horus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Osiris-Isis-Horus.jpg 1920w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Nach der Sage hat der Gott Set seinen Bruder Osiris in einer Holzkiste in den Nil geworfen, die schließlich in Byblos in Phönizien an Land schwemmte. Dort hat seine Ehefrau Isis die Kiste gefunden, die den Körper zurück nach Ägypten brachte, und dort wiederbelebte.</p>
<p>Set tötete Osiris ein zweites Mal, und zerteilte den toten Körper in 14 Teile. Isis fügte die Teile wieder zusammen, ersetzte das Geschlechtsteil von Osiris, da ein Fisch dieses aufgefressen hatte, und war mit dem leblosen Körper intim. Isis gebar darauf einen Sohn, Horus. Als Erwachsener tötete Horus seinen bösen Onkel Set.</p>
<p>Hier sehen wir schon, dass Isis definitiv keine Jungfrau war, als sie den Horus gebar. Osiris war der leibliche Vater, auch wenn er bei der Zeugung schon tot war. Außerdem ist Horus nicht gestorben und auferstanden. Sein Vater Osiris ist zwar zwei Mal gestorben, aber nicht vom Tod auferstanden, sondern wurde das erste Mal durch Magie wiederbelebt, und blieb das zweite Mal tot.</p>
<p>Antike Bilder und Statuen zeigen Osiris fast immer im Mumiengewand, wie auf dem Foto oben, in der Mitte. Das demonstriert, dass Osiris tot ist, und nicht lebt. Er war für die antiken Ägypter der Gott des Totenreiches, und kein Gott der Lebenden. Horus war ein Gott der Lebenden, aber er ist nicht vom Tod auferstanden oder wiederbelebt worden. Nach fast allen mythologischen Erzählungen ist er nicht einmal gestorben.</p>
<h2>Parallelen zwischen Jesus und Horus bzw. Osiris</h2>
<p>Die ganzen übrigen Behauptungen über Osiris, die immer wieder auftauchen, sind durchweg falsch. Osiris hatte nicht dieselben Titel wie Jesus, wie &#8222;König der Könige&#8220; oder &#8222;Herr der Herren&#8220;. Es kamen keine drei Könige, um Osiris anzubeten. Die alten Ägypter feierten keine Eucharistie oder Kommunion, bei der sie symbolhaft das Fleisch des Osiris aßen.</p>
<p>Gleichermaßen sind die Behauptungen über Horus komplett falsch. Horus wurde nicht in einer Höhle geboren und in eine Krippe gelegt. Er wurde in einem Sumpf geboren. Es gab keine Engel und keinen Stern bei der Geburt. Horus lehrte nicht mit zwölf Jahren in einem Tempel. Horus wurde nicht getauft. Den angeblichen &#8222;Anup den Täufer&#8220; sucht man in der ägyptischen Mythologie vergebens. Horus hatte keine zwölf Jünger, sondern vier. Horus hat keinen von den Toten auferweckt, er ist nicht auf dem Wasser gelaufen, er hat kein Wasser zu Wein gemacht. Er hat keine Bergpredigt gehalten, und wurde auch nicht gekreuzigt.</p>
<p>Alle diese Behauptungen finden sich weder im ägyptischen Totenbuch noch in anderen mythologischen Erzählungen. Die Verschwörungstheoretiker haben bisher auch keine Quellen für ihre Behauptungen vorlegen können.</p>
<h2>Der Mithras-Kult</h2>
<p>Der persische Sonnengott Mithras wurde irgendwann zwischen dem ersten Jahrhundert vor Christus und dem zweiten Jahrhundert nach Christus Objekt einer römischen Mysterienreligion. Die Forschung geht heute allgemein davon aus, dass der persische Mithras und der römische Mithras nicht gleichzusetzen sind, und die Römer nur den Namen übernommen haben.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-357" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras-300x169.jpg" alt="Der Mithras-Kult" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Mithras.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Plutarch berichtet, dass der Mithraskult um das Jahr 65 v. Chr. durch zilizische Piraten nach Rom gekommen ist. Die Archäologie kann dies jedoch nicht bestätigen. Die Anhänger des Mithraskultes feierten ihre Gottesdienste in unterirdischen oder in Fels gehauenen Höhlen, die man auch Mithräen nennt. Am Altar befand sich fast immer ein Relief mit einer Stiertötungsszene, die sogenannte Tauroktonie.</p>
<p>Die ältesten gefundenen Mithräen wurden auf nicht früher als 160 n. Chr. datiert. Ab diesem Datum wurden jedoch tausende Mithräen und Tauroktonien im gesamten römischen Reich nachgewiesen. Der Konsens der Forschung heute ist der, dass der Mithraskult sich erst gegen Ende des ersten Jahrhunderts in Rom ausbreitete.</p>
<p>Insbesondere hat der Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 die beiden Städte Pompeji und Herculaneum präserviert. In deren Ruinen hat man keine Anzeichen für das Vorhandensein des Mithraskultes gefunden.</p>
<p>Damit ist der Mithraskult einfach zu spät entstanden, um christliche Lehren und Traditionen beeinflusst zu haben. Darüber hinaus wissen wir so gut wie gar nichts über die Glaubensinhalte und Rituale des Mithraskultes. Es sind zwar tausende von Kultstätten erhalten, aber kein einziges Buch oder Dokument mit Glaubensinhalten.</p>
<p>Den Kirchenvätern war der Mithraskult bekannt. Justin der Märtyrer schrieb in seiner Apologie, dass die Anhänger des Mithras die christliche Eucharistie imitieren würden, und sich ebenso wie die Christen am Sonntag in ihren Kulträumen versammelten. Da Justin dies mehr als 120 Jahre nach der Kreuzigung schrieb, ist klar, dass der Mithraskult zumindest diese beiden Elemente vom Christentum kopiert hat, und nicht andersherum.</p>
<h2>Weihnachten oder Sol Invictus?</h2>
<p>Der 25. Dezember als Geburtstag des Mithras entstammt einer unzulässigen Gleichsetzung von Mithras mit dem römischen Sonnengott Sol Invictus. Die Mithras-Anhänger gaben ihm zwar den Beinamen Sol Invictus, das heißt aber nicht, dass man ihn mit dem Hauptgott Sol Invictus der römischen Staatsreligion gleichsetzen kann. Das waren zwei komplett verschiedene Religionen mit komplett verschiedenen Göttern.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-358" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus-300x169.jpg" alt="Sol Invuctus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/09/Sol-Invuctus.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Sol Invictus wurde in der Tat am 25. Dezember gefeiert, aber erst nachdem sich das christliche Weihnachtsfest an diesem Datum etabliert hatte. Vorher wurde Sol Invictus um den 20. Oktober bzw. am 28. August gefeiert.</p>
<p>Der 25. Dezember wurde von Kaiser Konstantin dem Großen verbindlich im Jahr 336 n. Chr. für das Weihnachtsfest festgesetzt, als das Christentum Staatsreligion wurde. Das früheste Dokument, nach dem das Datum des Sol Invictus auf dem 25. Dezember lag, ist jedoch der &#8222;Chronograph von 354&#8220;. Der wurde, wie der Name schon sagt, im Jahr 354 geschrieben, also fast 20 Jahre später.</p>
<p>Damit wurde also höchstwahrscheinlich nicht Weihnachten demonstrativ auf das heidnische Fest des Sol Invictus gelegt, wie oft behauptet wird, um die Heiden zur Entscheidung zu zwingen. Die überlieferten Daten legen den Schluss nahe, dass es genau andersherum abgelaufen ist.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich also auch über die angeblichen Parallelen zwischen Jesus und Mithras nur sagen, dass die Verschwörungstheoretiker sie an den Haaren herbeiziehen. Belegt ist nichts.</p>
<p>Und die Atheisten, die solchen Schmarren ungeprüft im Netz verbreiten, aber im selben Atemzug die Bibel ein Märchenbuch voller Mythen und Legenden nennen, möchte ich doch gerne zu etwas mehr Konsistenz aufrufen.</p>
<p>Quellen: <a href="https://www.amazon.de/gp/product/0736974288/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0736974288&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=7166ae1acd4d7c3d091b48e45ed52f53" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Harvest Handbook of Apologetics</a> / <a href="https://coldcasechristianity.com/category/writings/artikel-in-deutscher-sprache/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cold-Case Christianity</a> / <a href="https://www.patheos.com/blogs/geneveith/2012/12/christmas-is-not-based-on-the-feast-of-sol-invictus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Patheos</a></p>
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		<title>Die Bewahrung des Neuen Testaments: Ist die Bibel verfäscht?</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/05/29/die-bewahrung-des-neuen-testaments-ist-die-bibel-verfaelscht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2020 16:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[12 Punkte, die zeigen, dass der christliche Glaube wahr ist]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Blog-Post haben wir die Beweise betrachtet, dass es sich beim Neuen Testament, insbesondere bei den Evangelien und der Apostelgeschichte um Augenzeugenberichte handelt. Als Einspruch zu solchen Argumenten hört man oft die Behauptung,&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/05/29/die-bewahrung-des-neuen-testaments-ist-die-bibel-verfaelscht/">Die Bewahrung des Neuen Testaments: Ist die Bibel verfäscht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="https://www.auferstanden.org/2020/04/30/der-ursprung-des-neuen-testaments/">letzten Blog-Post</a> haben wir die Beweise betrachtet, dass es sich beim Neuen Testament, insbesondere bei den Evangelien und der Apostelgeschichte um Augenzeugenberichte handelt. Als Einspruch zu solchen Argumenten hört man oft die Behauptung, dass Konstantin der Große, oder das Konzil von Nicäa, oder das Konzil von Laodicäa, oder der Kirchenvater Hieronymus, oder die Illuminati, oder die katholische Kirche, oder irgendwelche anderen Könige, Kaiser oder Päpste die Bibel verfälscht, verändert und nach ihren Bedürfnissen angepasst hätten.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Die Bewahrung des Neuen Testaments" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/9kMb0MO-Su4?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<h2>Verschwörungstheorien</h2>
<p>Angeblich habe die sich die vier Evangelien herausgepickt, die mit ihren machtpolitischen Zielen kompatibel waren, und all die anderen Evangelien aus der Bibel entfernt: das Evangelium des Thomas, das Evangelium der Maria, das Evangelium des Petrus, das Evangelium des Judas, das Evangelium des Barnabas usw.</p>
<p>Und in den vier Evangelien, die übrig geblieben sind, stimmt angeblich sowieso nichts mehr mit dem ursprünglichen Text überein, weil jeder Schreiber beim Abschreiben seine eigenen Anschauungen und Meinungen (oder die seines Auftraggebers) mit verwurstet hat.</p>
<p>Behaupten kann man viel. Belege zu finden, dass die Bibel verfälscht wurde, da wird die Sache schon schwieriger. Das sind Verschwörungstheorien. Der Unterschied zu modernen Verschwörungstheorien ist der folgende. Wer zum Beispiel auf Facebook behauptet, das Coronavirus und Covid-19 wären eine große Lüge, der wird von allen Seiten gebasht.</p>
<h2>Der Mythos dass die Bibel verfälscht ist</h2>
<p>Wenn man allerdings behauptet, die Bibel wäre von den oben genannten Personengruppen komplett umgeschrieben und verfälscht worden, dann erteilen einem die selben Leuten auf einmal Zuspruch und Zustimmung.</p>
<p>Etwas mehr Konsistenz wäre sehr wünschenswert, insbesondere wenn allen Verschwörungstheorien mit derselben Skepsis begegnet würde, egal ob sie nun ins eigene postmoderne Weltbild passen oder nicht.</p>
<p>Zuerst sei anzumerken, dass die Beweislast immer beim Verschwörungstheoretiker liegt. Dabei genügt es nicht, zum Beweis irgendeinen andern Verschwörungstheoretiker zu zitieren, der genau das gleiche behauptet. Der Verschwörungstheoretiker kommt also nicht darum herum, historische Belege für seine Theorie vorweisen zu müssen. Dazu wünsche ich mal viel Spaß beim Suchen!</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-232 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-300x169.jpg" alt="Johannes der Evangelist" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Aber wissen wir überhaupt, ob das Neue Testament in den ersten Jahrhunderten zuverlässig weitergegeben wurde? Welchen Zeitraum müssen wir überhaupt untersuchen? Dazu ein paar Eckdaten:</p>
<p>Johannes, der letzte Apostel, starb ca. 100 n. Chr. Wir können also davon ausgehen, dass bis zum Jahr 100 die Botschaft der Evangelien unverfälscht Bestand hatte, weil dann erst der letzte Augenzeuge starb.</p>
<h2>Die ältesten vollständigen Bibeln</h2>
<p>Am anderen Ende haben wir die zwei ältesten erhaltenen Bibeln. Der Codex Sinaiticus wurde im Katharinenkloster im Sinai gefunden, und ist auf ca. 330-360 n. Chr. datiert.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-233 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-300x169.jpg" alt="Codex Sinaiticus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Der Codex Vaticanus ist noch etwas älter. Er wurde ca. 325-350 n. Chr. geschrieben, und wurde in der Vatikanischen Bibliothek entdeckt, wo er sich bis heute befindet.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-234 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-300x169.jpg" alt="Codex Vaticanus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Diese beiden alten Bibeln stimmen mit den heutigen Bibeln überein.</p>
<h2>Das Konzil von Laodicäa</h2>
<p>Als nächstes klären wir, wer festgelegt hat, welche Bücher in der Bibel enthalten sind, also insbesondere, dass die Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes drin sind, und die Evangelien nach Petrus, Judas, Maria, Thomas, Barnabas usw. draußen bleiben.</p>
<p>Das geschah auf dem Konzil von Laodicäa, das in den Jahren 350 bis 366 in Laodicäa in der heutigen Provinz Denizli in der Türkei stattfand.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-235 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-300x169.jpg" alt="Konzil von Laodicäa" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Also, was fällt auf? Die beiden ältesten erhaltenen Bibeln sind <strong>vor</strong> das Konzil datiert. Das Konzil hat also nicht <strong>festgelegt</strong>, welche Bücher in die Bibel gehören, sondern <strong>festgestellt</strong>, welche Bücher in der Bibel bereits vorhanden waren, und dem dann einen offiziellen Stempel aufgedrückt.</p>
<h2>Der Kirchenvater Hieronymus</h2>
<p>Und was ist mit unseren Hauptverdächtigen aus der Verschwörungstheorie, die Bibel sei verfälscht?</p>
<p>Hieronymus lebte von 345 bis 420 n. Chr. Er übersetzte im Auftrag von Bischof Damasus von Rom die Bibel aus den Ursprachen ins Lateinische. Lateinisch war damals die Sprache des Volkes. Die Übersetzung wurde erstellt, damit die einfachen Leute die Bibel lesen und verstehen konnten. Diese Bibel wurde <strong>Vulgata</strong> genannt. Daher haben wir Wörter wie &#8222;<em>Volk</em>&#8220; oder auch &#8222;<em>vulgär</em>&#8222;, in der ursprünglichen Bedeutung „in der Sprache des Volkes“. Hieronymus erstellte also eine frühe Version der <a href="https://www.volxbibel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volxbibel</a>. Die Vulgata ist bis heute Grundlage für das katholische Messbuch.</p>
<p>Zur Zeit des Konzils von Laodicäa war Hieronymus also noch ein Teenie. Mit einer angeblichen Verschwörung konnte er nichts zu tun gehabt haben, und ganz sicher hat er nicht die Bibel verfälscht. Außerdem kann man eine Bibel, die auf Grundlage der Vulgata übersetzt wurde mit einer Bibel vergleichen, die aus den Ursprachen übersetzt wurde. Man erkennt leicht, dass die Unterschiede sind nur minimal sind.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-236 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-300x169.jpg" alt="Die Bibel wurde nicht verfälscht durch das Konzil von Nicäa, durch Konstantin oder durch Hieronymus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Das Konzil von Nicäa</h2>
<p>Das von Konstantin dem Großen einberufene Konzil von Nicäa fand allerdings vor dem Konzil von Laodicäa statt, im Jahr 325 n. Chr., in Nicäa, in der heutigen türkischen Provinz Bursa.</p>
<p>Aus der Zeit sind aber genügend Aufzeichnungen überliefert, um zu wissen, dass auf diesem Konzil nichts über die Bibel beschlossen wurde. Das Hauptthema war die Dreieinigkeitslehre, und auch die wurde nicht festgelegt, sondern festgestellt. Abgelehnt hat sie lediglich Arius, ein einziger der 200 bis 300 anwesenden Bischöfe. Das <a href="https://www.ekd.de/Glaubensbekenntnis-von-Nizaa-Konstantinopel-10796.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicänische Glaubensbekenntnis</a> ist auf diesem Konzil entstanden, vor dem Hintergrund des Streites über die Dreieinigkeit.</p>
<h2>Ketten von Zeugen</h2>
<p>Die Frage ist also, was ist in den 250 Jahren zwischen dem Tod von Johannes und dem Konzil von Laodicäa geschehen? Insbesondere wollen wir wissen ob jemand die Möglichkeit gehabt hätte, die Inhalte der Bibel grob zu verfälschen, oder Bücher aus der Bibel zu entfernen, oder andere Bücher einzufügen. Bei einigen Büchern, wie dem Hebräerbrief oder der Offenbarung, gab es in der Tat den einen oder anderen Disput, aber bei den Evangelien, der Apostelgeschichte, den Paulusbriefen, und anderen wichtigen Briefen wie 1. Petrus oder 1. Johannes gab es Einigkeit.</p>
<h3>Die Kette von Zeugen hinter Johannes</h3>
<p>Johannes starb im Jahr 100 n. Chr. Seine beiden Jünger Ignatius und Polykarp verfassten jeweils Bücher, die uns erhalten geblieben sind, jeweils die biblische Lehre bestätigen, und angeben, welche Bücher zur inspirierten Schrift dazugehören. Das gleiche gilt für Irenäus, den Jünger von Ignatius und Polykarp, sowie für Hippolyt, den Jünger von Irenäus. Von allen diesen sind Bücher und Texte erhalten, und sie alle bestätigen die Inhalte des christlichen Glaubens und die Inspiration des Neuen Testaments. Leider verläuft sich die Weitergabe der christlichen Lehre hier in der Geschichte und ist nicht weiter verfolgbar.</p>
<h3>Die Kette von Zeugen hinter Paulus</h3>
<p>Aber wie schaut es bei Paulus aus? Während der Gefangenschaft in Rom gab er die christliche Botschaft an seine Mitarbeiter Clemens und Linus weiter, die späteren Bischöfe von Rom. Die Linie der Bischöfe lässt sich weiter verfolgen über Evaristus, Alexander, Sixtus, Telesphorus, Hyginus und Pius.</p>
<p>Von einigen dieser frühen Bischöfe von Rom sind keine Schriften erhalten, aber Justin der Märtyrer überliefert in seinen Büchern, dass auch diese Bischöfe den christlichen Glauben treu bewahrt und weitergegeben haben. Justins Jünger Tatian der Syrer hat uns ebenfalls Schriften hinterlassen, die bezeugen, dass genau die Bücher inspirierte Schrift sind, die wir heute im Neuen Testament haben. Mit Tatian verliert sich leider auch diese Spur in der Geschichte, und reicht nicht bis ans Konzil von Laodicäa heran.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-237 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-300x169.jpg" alt="Die Ketten der Zeugen belegt, dass die Bibel nicht verfälscht ist" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>Die Kette von Zeugen hinter Petrus</h3>
<p>Aber vielleicht lässt sich über Petrus die Weitergabe des christlichen Glaubens nachverfolgen. Der Evangelist Markus war ein Jünger von Petrus. Die Jünger von Markus waren Ananius, Avilius, Kedron, Primus und Justus, die später alle nacheinander Bischof von Alexandria wurden. Justus hat außerdem die katechetische Schule in Alexandria gegründet. Diese wurde später von Pantaenus übernommen. Einer der Schüler unter Pantaenus war Clemens, der die Schule weiterleitete. Diese Rolle wurde später von einem weiteren Schüler, Origenes, übernommen. Der Bischof von Alexandria hat Origenes aus der Stadt verbannt, weil er nicht ordnungsgemäß ordiniert war. Er ließ sich in Caesarea nieder, wo sein Jünger Pamphilos seine Arbeit fortsetzte.</p>
<p>Der Jünger von Pamphilos war der Kirchenvater Eusebius, zu dessen Lebzeiten der Codex Sinatiticus und der Codex Vaticanus geschrieben wurden, und der nur wenige Jahre vor dem Konzil von Laodicäa starb. Von allen diesen Kirchenvätern sind Bücher und Schriften erhalten, die die treue Weitergabe der christlichen Lehre bestätigen. Damit sind die 250 Jahre zwischen dem Tod der Augenzeugen und dem Konzil von Laodicäa nachverfolgbar überbrückt. Es ist kein Raum für eine Verschwörung vorhanden.</p>
<p>Nicht nur haben all diese Bischöfe, Theologen und Kirchenväter die Echtheit der biblischen Bücher bestätigt, sie haben auch durchweg &#8222;alternative Evangelien&#8220; wie das Thomasevangelium abgelehnt. Für das Thomasevangelium findet wir solche Kette von Überlieferungen nicht.</p>
<h2>Die Manuskripte des Neuen Testaments</h2>
<p>Jetzt wissen wir also, dass wir die <strong>richtigen</strong> Bücher im Neuen Testament haben. Aber wir wollen noch sicherstellen, dass sie nicht verändert wurden. Das kann man anhand der Manuskripte des Neuen Testaments feststellen. Diese wurden im gesamten Gebiet des römischen Reiches gefunden, vor allem im Mittelmeerraum, und jedes Jahr kommen neue hinzu.</p>
<p>Die Universität Münster hat etwa 5700 griechische Manuskripte katalogisiert, und 9000 Manuskripte in anderen Sprachen. Zum Vergleich, der nächstbeste überlieferte Text der Antike ist die <em>Ilias</em> von Homer. Der Text der Ilias kommt auf 643 Manuskripte. Von den meisten Schriften aus der Antike existieren weniger als ein Dutzend Manuskripte, einschließlich aller griechischen und römischen Historiker und Dichter wie Julius Cäsar, Aristoteles, Tacitus, Ovid, Plato, Plinius, also praktisch alle Quellen, denen wir unser Wissen über die Antike verdanken.</p>
<h2>Textvarianten in den Manuskripten</h2>
<p>Zwischen den biblischen Manuskripten gibt es sehr wenig Abweichungen. Kritiker werfen häufig die Zahl von 200000 &#8222;Fehlern&#8220; in den Raum. Es gibt in der Tat 200000 Abweichungen in den 5700 Manuskripten. Diese werden auch <strong>Varianten </strong>genannt. Kritiker weisen aber selten darauf hin, wie die Varianten gezählt werden. Wenn z.B. ein Manuskript einen Rechtschreibfahler enthält, dann zählt das nicht als eine einzelne Variante. Sondern dann wird für jedes andere Manuskript, das die gleiche Passage enthält, der Variantenzähler um jeweils eins erhöht.</p>
<p>Teilweise fließen die obskursten Manuskripte in die Variantenzählung ein, wie zum Beispiel ein paar Verse aus dem Römerbrief auf der Rückseite einer antiken Geschäftsagenda (Papyrus 209). Die hat der Urheber offensichtlich aus dem Gedächtnis dort aufgeschrieben. Die große Anzahl der Fehler, die er oder sie dabei machte, treibt den Variantenzähler geradezu massiv in die Höhe. Aber kein Textforscher würde solchen Text als Grundlage für die Bibel ansehen.</p>
<p>Die Zahl von 200000 Varianten hört sich also horrend an, aber wir müssen fair bleiben. Die Zählung der Varianten ist so definiert, dass mit neuen Manuskriptfunden die Zahl der Varianten zwangsläufig exponentiell ansteigt.</p>
<p>Eigentlich ist es genau andersherum. Jeder neue Manuskriptfund erhöht die Zuverlässigkeit, dass wir einen Text haben, der nah am Original liegt. Durch die große Anzahl von Manuskripten liegt die Zuverlässigkeit inzwischen bei 99,5%. Zum Vergleich, der nächstbeste erhaltene Text aus der Antike, die Ilias, hat eine geschätzte Zuverlässigkeit von 95%. Aber keinesfalls ist die Anzahl der Varianten ein Anhaltspunkt dafür, ob die Bibel verfälscht ist oder nicht. (Quelle: <a href="https://www.amazon.de/gp/product/019516122X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=019516122X&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=f1d14f883c5458128e44ae7cb7f391fa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bruce Metzger</a>)</p>
<p>Interessantweweise gibt es immer nur den Vorfurf, die Bibel sei verfälscht, nie aber die Ilias sei verfälscht, oder irgend ein anderer antiker Text.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-238 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment-197x300.jpg" alt="John-Rylands-Fragment" width="197" height="300" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment-197x300.jpg 197w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment.jpg 446w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" /></a></p>
<h2>Zum Alter der Manuskripte</h2>
<p>Das älteste unumstrittene Fragment ist das John-Rylands-Fragment mit ein paar Versen aus dem Johannes-Evangelium. Es wird datiert zwischen 117 und 138 n. Chr. Das sind höchstens 68 Jahre nachdem Johannes das Original geschrieben hat. Das hört sich viel an. Aber auch hier ist die Ilias auf Rang zwei, mit dem ältesten Manuskript, das 500 Jahre nach dem Original geschrieben wurde. Für die meisten anderen antiken Schriften sind es 1000 Jahre oder mehr.</p>
<p>Aber es gibt vermutlich noch ältere neutestamentliche Manuskripte. In den Höhlen von Qumran wurden neun Fragmente gefunden, mit jeweils nur wenigen Worten drauf. Diese Fragmente sind datiert worden auf 50 bis 70 n. Chr. Die einzigen bekannten Texte aus der Antike, die zu diesen Fragmenten passen, sind das Markus-Evangelium, die Apostelgeschichte, Römerbrief, 1. Timotheusbrief, 2. Petrusbrief und der Jakobusbrief. Warum historisch-kritische Geschichtswissenschaftler nicht akzeptieren können, dass dies wirklich Fragmente aus dem Neuen Testament sind, dazu lest Ihr am besten meinen <a href="https://www.auferstanden.org/2020/04/30/der-ursprung-des-neuen-testaments/">letzten Beitrag</a>.</p>
<p>Für manche stellt die Lücke von 68 Jahren vielleicht immer noch ein Problem dar. Geschichtswissenschaftlich ist es kein Problem. Das ist so nah dran, wie es für einen antiken Text irgendwie geht. Der Evangelist Johannes starb im Jahr 100 n. Chr. Damit ist das John-Rylands-Fragment zwischen 17 und 38 Jahren nach dem Tod des Autors entstanden. Das hört sich schon etwas besser an.</p>
<h2>Wie lange hielten antike Schriftrollen?</h2>
<p>Aber untersuchen wir doch einmal, wann die Originale von der Bildfläche der Geschichte verschwinden, also die originalen von den Aposteln geschriebenen Schriftrollen. Wir wissen, wie lange Schriftrollen in der Antike in Gebrauch waren. Die Römer zerstörten die Siedlung in Qumran im Jahr 70 n. Chr. Einige der Schriftrollen, die in den Qumran-Höhlen gefunden wurden, sind auf 200 v. Chr. oder noch älter datiert. Sie waren 300 Jahre in Gebrauch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-239" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran-300x227.jpg" alt="Qumran" width="300" height="227" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran-300x227.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran-768x582.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Man hat weltweit 53 antike Bibliotheken ausgegraben und archäologisch erforscht, inklusive dort gefundener Schriftrollen. Von diesen Forschungsergebnissen wissen wir sehr sicher, dass eine Schriftrolle zwischen 150 und 500 Jahre gehalten hat und in Gebrauch war. (Quelle: <a href="https://logos.sjv.io/c/1250387/2077205/26054?u=https%3A%2F%2Fwww.logos.com%2Fproduct%2F53709%2Fmobile-ed-nt308-the-reliability-of-new-testament-manuscripts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Craig Evans</a>)</p>
<h2>Was geschah mit den Originalen?</h2>
<p>Daher ist nicht ungewöhnlich, dass die Kirchenväter bis ins Jahr 300 auf die neutestamentlichen Originalmanuskripte Bezug nahmen.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-240 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-300x169.jpg" alt="Tertullian" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Tertullian schrieb ca. im Jahr 190:</p>
<blockquote><p>Wenn du mir nicht glaubst, dann schau dir die Originalmanuskripte von den Briefen des Paulus an, die du in Hierapolis in Kleinasien findest.</p></blockquote>
<p>Und etwa im Jahr 300 schrieb Bischof Petros von Alexandria:</p>
<blockquote><p>&#8222;Und es war die Vorbereitung des Passahfestes und ungefähr die dritte Stunde&#8220;, wie es die richtigen Bücher wiedergeben, und das Manuskript selbst, das von der Hand des Evangelisten geschrieben wurde, das durch die göttliche Gnade in der heiligsten Kirche von Ephesus aufbewahrt, und dort von den Gläubigen verehrt wird.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-241 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-300x169.jpg" alt="Bischof Petros" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Schlussfolgerung: Die Bibel ist nicht verfälscht</h2>
<p>Die zahlreichen Manuskripte sind eben nicht eine Kopie von einer Kopie von einer Kopie, sondern konnten für eine lange Zeit mit den Originalmanuskripten abgeglichen werden. Die Manuskripte, auf denen das Neue Testament basiert, wie man es in jeder Buchhandlung kaufen kann, sind historisch zuverlässig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/05/29/die-bewahrung-des-neuen-testaments-ist-die-bibel-verfaelscht/">Die Bewahrung des Neuen Testaments: Ist die Bibel verfäscht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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