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	<title>Bibelkritik Archive - Auferstanden!</title>
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	<description>Beweise für die Auferstehung, und andere Gründe, warum der christliche Glaube wahr ist.</description>
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	<title>Bibelkritik Archive - Auferstanden!</title>
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	<item>
		<title>Widerspruch in der Bibel??! Wer verführte David zur Volkszählung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2021 13:20:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fehler in der Bibel?]]></category>
		<category><![CDATA[1. Chronik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer verführte König David dazu, eine Volkszählung durchzuführen? In 2. Samuel heißt es, der Herr war es, aber in 1. Chronik heißt es, Satan war es. Ein Widerspruch? Schauen wir die beiden Verse einmal&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/06/22/widerspruch-in-der-bibel-wer-verfuehrte-david-zur-volkszaehlung/">Widerspruch in der Bibel??! Wer verführte David zur Volkszählung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer verführte König David dazu, eine Volkszählung durchzuführen? In 2. Samuel heißt es, der Herr war es, aber in 1. Chronik heißt es, Satan war es. Ein Widerspruch?</p>
<div class="video-container"><iframe title="Widerspruch in der Bibel??! Wer verführte David zur Volkszählung?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/0ZIiP_ZHXlU?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Schauen wir die beiden Verse einmal an.</p>
<blockquote><p>Und wieder entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er reizte David auf gegen sie und sprach: Geh, zähle Israel und Juda. (2. Samuel 24:1)</p>
<p>Und Satan stellte sich gegen Israel und verleitete David dazu, Israel zu zählen. (1. Chronik 21:1)</p></blockquote>
<p>Wir <a href="https://www.auferstanden.org/2020/02/19/fehler-und-widersprueche-in-der-bibel/">erinnern uns</a>: Ein Widerspruch liegt nur dann vor, wenn zwei Aussagen nicht beide gleichzeitig demselben Sinn nach wahr sein können. Schon auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass die beiden Aussagen sich nicht gegenseitig ausschließen.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-530" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung-300x169.jpg" alt="Wer verführte David zur Volkszählung?" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/06/david-volkszaehlung.jpg 1920w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Wenn ich eine Auftragskillerin anheuere, um meinen Feind zu erschießen, wer begeht dann den Mord? Ganz klar begeht die Auftragskillerin den Mord. Aber ich begehe ebenfalls den Mord, obwohl ich selbst nicht den Abzug betätige. Laut Strafgesetzbuch würde ich gleichermaßen angeklagt und verurteilt werden.</p>
<p>Aber ist Satan nun ein Handlanger, der für Gott die Drecksarbeit ausführt, so dass dieser sich nicht selbst die Hände schmutzig macht? Dies ist nicht der Fall. Satan rebelliert gegen die Herrschaft Gottes. Man kann das hebräische Wort &#8222;Satan&#8220; als &#8222;Gegner&#8220; oder &#8222;Widersacher&#8220; übersetzen. Als Gottes Gegner wird Satan sich kaum für so einen Auftrag beauftragen lassen. Vielmehr können wir davon ausgehen, dass Satan durch seine Aktion Gottes Plan mit David vereiteln wollte. Allerdings haben wir in 2. Samuel 24:1 erfahren, dass Gott bereits zornig mit David und Israel war, als David zur Volkszählung verführt wurde. Die Volkszählung war also Auslöser für die Strafe, die Gott später gegen David ausspricht. Sie war nicht die Ursache für die Strafe. Die Ursache waren andere nicht näher erläuterte Vorkommnisse, die Gottes Zorn erregt hatten.</p>
<p>Dass Satan zum unfreiwilligen Helfer wird, der wider sein eigenes Bestreben essenzielle Bestandteile zur Vollendung von Gottes Plan beisteuert, das ist ein Handlungsborgen, der in den biblischen Erzählungen mehrere Male auftritt.</p>
<p>Das wohl bekannteste Ereignis dieser Art ist der Verrat des Judas Iskariot.</p>
<blockquote><p>Es fuhr aber der Satan in Judas mit Namen Iskariot, der zum Kreis der Zwölf gehörte. (Lukas 22:3).</p></blockquote>
<p>Dieser Vers scheint auf den ersten Blick zu implizieren, dass es Satans Plan gegen Gott war, durch Judas Iskariot die Kreuzigung und den Tod Jesu herbeizuführen, und dass ihm dies im weiteren Verlauf des Evangeliums auch glückt.</p>
<p>Die weitaus tiefere Perspektive zu diesem Geschehnis finden wir im 1. Korintherbrief.</p>
<p>Wir reden vielmehr von der Weisheit Gottes, der verborgenen, so wie man von einem Geheimnis redet; diese hat Gott vor aller Zeit zu unserer Verherrlichung bestimmt. Sie hat keiner der Herrscher dieser Weltzeit je erkannt, denn hätten sie sie erkannt, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. (1 Korinther 2:7-8.)</p>
<p>Mit den Herrschern dieser Weltzeit sind natürlich Satan und seine Dämonen gemeint. Satan wird also direkt für die Kreuzigung und den Tod Jesu verantwortlich gemacht. Diese Aktion war für ihn ein klassischer Schuss ins eigene Bein. Er wollte Gottes Plan durchkreuzen, aber er hat nicht gewusst, dass die Kreuzigung, die er selbst eingefädelt hat, Teil von Gottes Plan war.</p>
<p>Gott hätte natürlich auch auf jede andere erdenkliche Art und Weise die Kreuzigung auf den Weg bringen können. Aber keine andere denkbare Möglichkeit zeigt so eindrücklich, wer hier der Chef ist, und wer sämtliche Fäden in der Hand hält.</p>
<p>Quelle: <a href="https://defendinginerrancy.com/bible-solutions/2_Samuel_24.1.php" target="_blank" rel="noopener">Defending Inerrancy</a></p>
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		<title>Widerspruch in der Bibel?!? Wie viele Israeliten zogen nach Ägypten?</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2021/01/24/widerspruch-in-der-bibel-wie-viele-israeliten-zogen-nach-aegypten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 23:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fehler in der Bibel?]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Apostelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
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		<category><![CDATA[Widerspruch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte von Josef kennen wir alle. Nachdem ihn seine Brüder als Sklaven nach Ägypten verkauft hatten, stieg er dort bis zum Wesir auf, und holte nach der Versöhnung seinen Vater und seine Brüder&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte von Josef kennen wir alle. Nachdem ihn seine Brüder als Sklaven nach Ägypten verkauft hatten, stieg er dort bis zum Wesir auf, und holte nach der Versöhnung seinen Vater und seine Brüder aus Kanaan nach.</p>
<div class="video-container"><iframe title="Widerspruch in der Bibel?!? Wie viele Israeliten zogen nach Ägypten?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/W7QQtjNRmMI?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Aber wie viele Israeliten zogen insgesamt nach Ägypten? Josefs Geschichte findet sich zwei Mal in der Bibel. In der Apostelgeschichte 7:14 wird die Anzahl der Personen wie folgt angegeben:</p>
<blockquote><p>Josef aber schickte nach seinem Vater und liess ihn und alle seine Verwandten zu sich kommen, fünfundsiebzig Leute.</p></blockquote>
<p>In Genesis 46:27 steht jedoch eine andere Zahl:</p>
<blockquote><p>Alle zusammen vom Haus Jakobs, die nach Ägypten kamen: siebzig.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Jakobs-Familie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-491 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Jakobs-Familie-300x169.jpg" alt="Jakobs Familie" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Jakobs-Familie-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Jakobs-Familie-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Jakobs-Familie-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Jakobs-Familie.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Wie viele Israeliten zogen nach Ägypten?</h2>
<p>Wie viele Nachkommen Jakobs sind mit nach Ägypten gezogen? Zählen wir sie durch. Es werden nur die männlichen Nachkommen gezählt. In Genesis 46 sind sie aufgelistet, die meisten sogar mit Namen. Jakobs Söhne in Kanaan und deren Söhne zählten insgesamt 66 Personen, Josef und seine Söhne zählten insgesamt 3 Personen, hinzu kommt Jakob selbst, das macht 70 Personen.</p>
<p>Wo kommen also die fünf fehlenden Personen her? Um das Rätsel zu lösen, müssen wir die Josefsgeschichte vorerst hinter uns lassen, und uns den Handschriften des Alten Testaments zuwenden.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Josef-in-Aegypten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-492" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Josef-in-Aegypten-300x169.jpg" alt="Josef in Ägypten" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Josef-in-Aegypten-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Josef-in-Aegypten-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Josef-in-Aegypten-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Josef-in-Aegypten.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Wo kommt der Text von Genesis her?</h2>
<p>Jede Bibel, die wir heute in der Buchhandlung unseres Vertrauens kaufen, wurde von hebräischen Handschriften aus dem 11. Jahrhundert übersetzt.</p>
<p>Der Text dieser Handschriften wird auch der <strong>masoretische Text</strong> genannt. Die älteste vollständig erhaltene hebräische Handschrift des Alten Testamentes ist der <strong>Leningrad-Codex</strong>. Dieser wurde im Jahr 1008 n.Chr. in Kairo geschrieben.</p>
<p>Ursprünglich geschrieben wurde das Buch Genesis um das Jahr 1400 v. Chr. Zwischen dem Urtext und dem ältesten erhaltenen kompletten Text liegen also gut 2400 Jahre. In so einem langen Zeitraum passieren gelegentlich Abschreibefehler. Es sind zwar nicht viele, aber es kommt trotzdem vor.</p>
<p>Wir wollen also untersuchen, ob mit dem Vers in Genesis 46:27 etwas passiert ist, bevor Stephanus in seiner Predigt um das Jahr 36 n. Chr. auf genau diesen Vers Bezug nimmt.</p>
<p>Bei solchen Fragen ist es meistens hilfreich, sich griechische und hebräische Handschriften und Fragmente anzusehen, die wesentlich älter als der Leningrad-Codex sind.</p>
<h2>Noch ältere Texte</h2>
<p>Die <strong>Schriftrollen vom Toten Meer</strong> wurden über einen Zeitraum von etwa 250 v. Chr. bis etwa 70 n. Chr. geschrieben, die meisten von ihnen im 1. Jahrhundert v. Chr. Nur wenige Schriftrollen haben die Zeit unbeschädigt überstanden. Die Texte haben also große Lücken. So fehlt leider auch fast das komplette Kapitel, das uns interessiert, Genesis 46.</p>
<p>Die <strong>Septuaginta</strong> ist die griechische Übersetzung des Alten Testaments. Sie wurde um das Jahr 250 v. Chr. in Alexandria angefertigt. Die älteste erhaltene Handschrift, der Codex Vaticanus, wurde um das Jahr 325 n. Chr. geschrieben.</p>
<p>Die Verse, die die Ungereimtheiten erklären, schauen wir uns gleich im Detail an. Abweichende Zahlenangaben sind eine der häufigsten Arten von Textabweichungen. Interessanterweise stimmen bei solchen Abweichungen oft die Septuaginta und die Schriftrollen vom Toten Meer überein, während der masoretische Text abweicht. In diesem Fall fehlt das Kapitel in den Schriftrollen vom Toten Meer. Trotzdem können wir davon ausgehen, dass der Text aus der Septuaginta korrekt ist, da er auch durch Stephanus bestätigt wurde.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Genesis-46.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-490" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Genesis-46-300x169.jpg" alt="Genesis 46" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Genesis-46-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Genesis-46-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Genesis-46-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Genesis-46.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Die Texte im Vergleich</h2>
<p>Der komplette Vers aus Genesis 46:27 lautet im hebräischen Text:</p>
<blockquote><p>Und die Söhne Josefs, die ihm in Ägypten geboren wurden: zwei. Alle zusammen vom Haus Jakobs, die nach Ägypten kamen: siebzig.</p></blockquote>
<p>In der Septuaginta sieht der Vers wie folgt aus:</p>
<blockquote><p>Die Söhne des Joseph aber, die ihm im Land Ägypten geboren wurden, waren neun Seelen. Alle Seelen von Jakobs Haus, die nach Ägypten einzogen, waren 75.</p></blockquote>
<p>Also hat nicht nur Jakobs Familie in der Septuaginta fünf zusätzliche Mitglieder, sondern Josefs Familie auch.</p>
<p>Schauen wir uns zusätzlich Genesis 46:20 an, wo Josefs Nachkommen aufgelistet werden. Im Hebräischen lautet er:</p>
<blockquote><p>Und Josef wurden im Land Ägypten Manasse und Efraim geboren, die ihm Asenat gebar, die Tochter Poti-Feras, des Priesters von On.</p></blockquote>
<p>Dieser Vers ist im griechischen Text deutlich länger:</p>
<blockquote><p>Söhne Josephs aber im Land Äypten waren die, die ihm Asenneth, die Tochter des Petephres, Priester von Heliopolis, geboren hatte: Manasse und Ephraim. Söhne des Manasse aber waren die, die ihm die syrische Nebenfrau geboren hatte: Machir. Machir aber zeugte Galaad. Die Söhne des Ephraim aber, Manasses Bruder: Suthalaam und Taam. Die Söhne des Suthalaam aber: Edem.</p></blockquote>
<h2>Die Auflösung des Widerspruchs</h2>
<p>In den Kulturen des Vorderen Orient zählen Enkel und Urenkel mit zu den Söhnen. Daher sind alle neun Nachkommen Josefs seine Söhne.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass Genesis 46:20 im hebräischen Original länger war, so wie in der Septuaginta, und dass die zweite Hälfte des Verses irgendwann einmal beim Abschreiben vergessen wurde. Später hat dann ein Schreiber, der es gut meinte, einmal nachgezählt, und gemerkt, dass die Zahl siebzig nicht mehr mit der Auflistung der Personen übereinstimmt, und daraufhin die Zahl angepasst. Also wie viele Israeliten zogen nach Ägypten? Es waren 75.</p>
<p>Leider korrigiert keine der zahlreichen deutschen Bibelübersetzungen, die ich durchgegangen bin, diesen offensichtlichen Fehler. Lediglich die Neue evangelistische Übersetzung weist in einer Fußnote darauf hin.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Septuaginta.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-493" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Septuaginta-300x169.jpg" alt="Septuaginta und Dead Sea Scrolls Bible" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Septuaginta-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Septuaginta-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Septuaginta-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2021/01/Septuaginta.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Es gibt viele angelbliche Widersprüche dieser Art, die sich durch Nachschlagen in der Septuaginta leicht auflösen lassen. Leider hinken wir in Deutschland mit der Zugänglichkeit dieser Texte noch etwas hinterher. Die Deutsche Bibelgesellschaft bietet die <a href="https://www.bibelwissenschaft.de/bibelgesellschaft-und-bibelwissenschaft/wissenschaftliche-bibelausgaben/septuaginta/septuaginta-deutsch/" target="_blank" rel="noopener">Septuaginta für 64 Euro</a> an. Die Schriftrollen vom Toten Meer sind meines Wissens nach überhaupt noch nicht nach Deutsch übersetzt worden.</p>
<p>Wesentlich günstiger geht es, wenn man sich mit englischen Texten anfreunden kann. Die <a href="https://ccat.sas.upenn.edu/nets/edition/" target="_blank" rel="noopener">NETS</a> ist online kostenlos nutzbar. Die <a href="https://www.amazon.de/gp/product/0060600640/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0060600640&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=5f2d49069d383e2699b23a2a61ad26ec" target="_blank" rel="noopener">Dead Sea Scrolls Bible</a> ist zwar nicht kostenlos einsehbar, aber im Buchhandel für um die 20 Euro erhältlich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2021/01/24/widerspruch-in-der-bibel-wie-viele-israeliten-zogen-nach-aegypten/">Widerspruch in der Bibel?!? Wie viele Israeliten zogen nach Ägypten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>Übersetzungsfehler in der Bibel? Die Jung(e) Frau Maria?!</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/12/23/uebersetzungsfehler-in-der-bibel-die-junge-frau-maria/</link>
					<comments>https://www.auferstanden.org/2020/12/23/uebersetzungsfehler-in-der-bibel-die-junge-frau-maria/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 19:41:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fehler in der Bibel?]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Jesaja]]></category>
		<category><![CDATA[Jungfrauengeburt]]></category>
		<category><![CDATA[Lukas]]></category>
		<category><![CDATA[Matthäus]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oft wird behauptet, dass in der Bibel eigentlich gar nicht von einer Jungfrauengeburt die Rede ist, sondern dass es sich um einen Übersetzungsfehler handelt. Im Urtext würde &#8222;junge Frau&#8220; stehen, und nicht &#8222;Jungfrau&#8220;. Zurückzuführen&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/12/23/uebersetzungsfehler-in-der-bibel-die-junge-frau-maria/">Übersetzungsfehler in der Bibel? Die Jung(e) Frau Maria?!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Oft wird behauptet, dass in der Bibel eigentlich gar nicht von einer Jungfrauengeburt die Rede ist, sondern dass es sich um einen Übersetzungsfehler handelt. Im Urtext würde &#8222;junge Frau&#8220; stehen, und nicht &#8222;Jungfrau&#8220;. Zurückzuführen ist die moderne Sage vom angeblichen Übersetzungsfehler wohl darauf, dass ein Bibelkritiker irgendwann einmal die Fakten missverstanden hat, oder missverstehen wollte, und sie dann falsch weiterverbreitet hat.</p>
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<h2>Die Jungfrauengeburt im im Lukas-Evangelium</h2>
<p>Die Jungfrauengeburt wird im Neuen Testament zwei Mal in den Evangelien explizit erwähnt, und auch in den Paulus-Briefen angedeutet (Galater 4:4).</p>
<p>In Lukas 1:26-35 heißt es:</p>
<blockquote><p>Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa mit Namen Nazaret gesandt, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann aus dem Hause Davids mit Namen Josef, und der Name der Jungfrau war Maria. Und er trat bei ihr ein und sprach: Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über dieses Wort und sann darüber nach, was dieser Gruss wohl zu bedeuten habe. Und der Engel sagte zu ihr:</p>
<p>Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott: Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.</p>
<p>Da sagte Maria zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich doch von keinem Mann weiss? Und der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Sohn Gottes genannt werden.</p></blockquote>
<p>Aus dem Textzusammenhang wird deutlich, dass ein Übersetzungsfehler von &#8222;junge Frau&#8220; zu &#8222;Jungfrau&#8220; überhaupt keine Auswirkung hätte. Denn wenn Maria dem Engel Gabriel antwortet, dass sie von keinem Mann weiß, dann meint sie damit im übertragenen Sinne, dass sie keinen Sex mit einem Mann hatte, und damit eine Jungfrau war.</p>
<h2>Die Jungfrauengeburt im Matthäus-Evangelium</h2>
<p>Noch wesentlich deutlicher wird es bei Matthäus 1:18-25. Dort steht:</p>
<blockquote><p>Mit der Geburt Jesu Christi aber verhielt es sich so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt. Noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte es sich, dass sie schwanger war vom heiligen Geist. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht blossstellen wollte, erwog, sie in aller Stille zu entlassen. Während er noch darüber nachdachte, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen, denn was sie empfangen hat, ist vom heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von ihren Sünden retten. Dies alles ist geschehen, damit in Erfüllung gehe, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:</p>
<p>Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben.</p>
<p>Das heisst: ‹Gott mit uns›.</p>
<p>Als Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie einen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus.</p></blockquote>
<p>Wenn der Text sagt, dass Maria schwanger wurde, bevor sie zusammengekommen waren, dann meint das auch in diesem Zusammenhang Sex. Und wenn es heißt, dass Josef Maria bis zur Geburt nicht erkannte, dann meint auch das Sex. Oder anders ausgedrückt: Maria hatte keinen Sex, und war daher Jungfrau, egal ob man nun &#8222;Jungfrau&#8220; übersetzt, oder &#8222;junge Frau&#8220;.</p>
<h2>Die Jungfrauengeburt im Propheten Jesaja</h2>
<p>Aber ist überhaupt falsch übersetzt worden? Auch das ist nicht der Fall. Das Neue Testament wurde in Griechisch geschrieben. Sowohl Lukas als auch Matthäus gebrauchen das Wort &#8222;parthenos&#8220;. Die einzige Übersetzung dafür ist &#8222;Jungfrau&#8220;. &#8222;Parthenos&#8220; mit &#8222;junge Frau&#8220; zu übersetzen, das wäre eine falsche Übersetzung.</p>
<p>Woher kommt also die Behauptung, es gäbe einen Übersetzungsfehler? Das hat mit dem Zitat zu tun, das Matthäus hier verwendet. Er zitiert aus dem Propheten Jesaja, um genauer zu sein, aus der griechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments. Die sogenannte <a href="https://www.bibelwissenschaft.de/bibelgesellschaft-und-bibelwissenschaft/wissenschaftliche-bibelausgaben/septuaginta/septuaginta-deutsch/" target="_blank" rel="noopener">Septuaginta</a> wurde im dritten Jahrhundert vor Christi Geburt vom Hebräischen ins Griechische Übersetzt.</p>
<p>Dort heißt es:</p>
<blockquote><p>Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben; siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und du wirst ihm den Namen »Emmanuel« geben. (Jesaja 7:14)</p></blockquote>
<p>Da Matthäus wörtlich zitiert, ist dieser Text der Ursprung des Wortes &#8222;parthenos&#8220;, also &#8222;Jungfrau&#8220;.</p>
<p>Wenn wir uns nun anschauen, was im Hebräischen steht, dann wird klar, was passiert ist. Der selbe Vers in der Zürcher Bibel lautet:</p>
<blockquote><p>Deshalb wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Seht, die junge Frau ist schwanger, und sie gebiert einen Sohn. Und sie wird ihm den Namen Immanu-El geben. (Jesaja 7:14)</p></blockquote>
<p>Im Hebräischen steht das Wort &#8222;almah&#8220;, und das heißt sowohl &#8222;junge Frau&#8220; wie auch &#8222;Jungfrau&#8220;. Je nachdem, welche Bibel man liest, steht im Deutschen in dem Vers entweder &#8222;junge Frau&#8220;, wie hier in der Zürcher Bibel, aber auch in der Guten Nachricht, oder der Neuen Evangelistischen Übersetzung. In anderen Bibeln, wie der Luther-Bibel, der Einheitsübersetzung oder der Elberfelder Bibel steht in diesem Vers &#8222;Jungfrau&#8220;. Falsch ist keine der beiden Möglichkeiten, da das Wort &#8222;almah&#8220; beides bedeutet.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/almah-betulah-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-463" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/almah-betulah-1-300x169.jpg" alt="Almah oder betulah?" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/almah-betulah-1-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/almah-betulah-1-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/almah-betulah-1-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/almah-betulah-1.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Almah oder Betulah? Jungfrau oder junge Frau?</h2>
<p>Ob die junge Frau auch eine Jungfrau ist, muss also aus dem Textzusammenhang klar werden. Der Vers spricht von einem Zeichen. Zeichen sind im Alten Testament in der Regel übernatürlich. Die zehn ägyptischen Plagen werden beispielsweise als Zeichen beschrieben. Wenn eine junge Frau ein Kind gebiert, das wäre kein übernatürliches Zeichen. Es wäre nicht einmal ein natürliches Zeichen, da es jeden Tag geschieht. Aus dem Textzusammenhang wird daher auch hier klar, dass eine Jungfrauengeburt beschrieben wird.</p>
<p>Kritiker werfen ein, dass Jesaja das Wort &#8222;betulah&#8220; hätte verwenden müssen, um eine Jungfrau zu bezeichnen. &#8222;Betulah&#8220; bedeutet sowohl &#8222;Jungfrau&#8220; als auch &#8222;unverheiratete Frau&#8220;.</p>
<p>Beispielsweise wird in Joel 1:8 das Wort &#8222;betulah&#8220; verwendet, um eine Witwe zu beschreiben. Auch wenn im Alten Testament niemals eine &#8222;betulah&#8220; explizit ein Kind gebiert, so heißt es bei weitem nicht, dass es sich notwendigerweise um eine Frau handelt, die noch niemals Sex hatte. Um dies eindeutig schlussfolgern zu können, bedarf es auch hier des Textzusammenhangs. Die Kritiker hätten ebenso viel zu kritisieren, wenn Jesaja &#8222;betulah&#8220; geschrieben hätte, und den Textzusammenhang hätten sie ebenso wenig beachtet.</p>
<p>Daher ist klar, es liegt kein Übersetzungsfehler vor, wenn die Autoren des Neuen Testaments von der Jungfrauengeburt berichten. Wenn dies jemand wieder in den kommenden Weihnachtsagen behauptet, dann habt Ihr nun die passende Antwort parat.</p>
<p>Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/12/23/uebersetzungsfehler-in-der-bibel-die-junge-frau-maria/">Übersetzungsfehler in der Bibel? Die Jung(e) Frau Maria?!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>Widerspruch in der Bibel!!? Nehmt (k)einen Stab mit!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Dec 2020 14:49:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fehler in der Bibel?]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelien]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Widerspruch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Je nachdem, welches Evangelium man liest, gibt Jesus bei der Aussendung unterschiedliche Anweisungen, was die Jünger mitnehmen sollen: Nehmt einen Stab mit, nehmt keinen Stab mit. Nehmt Schuhe mit, nehmt keine Schuhe mit. Bei&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Je nachdem, welches Evangelium man liest, gibt Jesus bei der Aussendung unterschiedliche Anweisungen, was die Jünger mitnehmen sollen: Nehmt einen Stab mit, nehmt keinen Stab mit. Nehmt Schuhe mit, nehmt keine Schuhe mit.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Widerspruch in der Bibel!!? Nehmt (k)einen Stab mit!" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/kQuxfBgh9XA?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Bei Matthäus 10:9-10 steht es folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Füllt eure Gürtel nicht mit Gold-, Silber- oder Kupfermünzen! Nehmt keinen Sack mit auf den Weg, kein zweites Kleid, keine Schuhe, keinen Stab! Denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert.</p></blockquote>
<p>Lukas 9:3 berichtet es so:</p>
<blockquote><p>Und er sagte zu ihnen: Nehmt nichts mit auf den Weg, weder Stab noch Sack, weder Brot noch Geld, noch sollt ihr ein zweites Kleid haben.</p></blockquote>
<p>In Markus 6:8-9 ist es noch anders beschrieben:</p>
<blockquote><p>Und er gebot ihnen, nichts auf den Weg mitzunehmen ausser einem Stab, kein Brot, keinen Sack, kein Geld im Gürtel, nur Sandalen an den Füssen, und: Zieht euch kein zweites Kleid an!</p></blockquote>
<h2>Der Widerspruch</h2>
<p>Alle drei Evangelisten sind sich einig, dass die Jünger kein Geld nehmen sollen, keinen Sack, und kein zweites Kleid.</p>
<p>Weiterhin sagt Matthäus, dass die Jünger keine Schuhe nehmen sollen. Im Widerspruch dazu steht bei Markus, dass die Jünger Schuhe mitnehmen sollen.</p>
<p>Außerdem sagen Matthäus und Lukas, dass die Jünger keinen Stab mitnehmen sollen, aber Markus erlaubt ihnen einen Stab.</p>
<p>Wir erinnern uns: Ein <a href="https://www.auferstanden.org/2020/02/19/fehler-und-widersprueche-in-der-bibel/">Widerspruch</a> liegt nur dann vor, wenn zwei Aussagen nicht gleichzeitig im selben Sinn wahr sein können. Jesus hat bei der Aussendung seiner Jünger nicht nur eine zweiminütige Kurzandacht gehalten, sondern ihnen etwas ausführlicher erklärt, was sie tun sollten, und wie sie sich zu verhalten haben, und ganz sicher auch auf Rückfragen der Jünger Antworten gegeben. Man kann davon ausgehen, dass die drei Evangelisten diese Konversation unterschiedlich zusammengefasst haben.</p>
<h2>Die Erklärung</h2>
<p>Matthäus benutzt im Griechischen ein anderes Wort für &#8222;nehmen&#8220; als Lukas und Markus es tun. Im Matthäus-Text spricht Jesus davon, dass die Jünger diese Dinge nicht besorgen sollen.</p>
<p>Wenn Jesus den Jüngern also sagt, dass sie keine Schuhe mitnehmen sollen, dann meint er damit nicht, dass sie barfuß losgehen sollen, sondern keine anderen Schuhe besorgen als die, die sie sowieso gerade tragen.</p>
<p>Damit ist der erste Unterschied in den Texten erklärbar, und kein Widerspruch.</p>
<p>Der zweite Unterschied betrifft den Stab bei Lukas und Markus. Dass Jesus beides gesagt haben könnte, ist nicht unwahrscheinlich. Er könnte den Jüngern zuerst gesagt haben, dass sie keinen Stab mitnehmen sollen.</p>
<p>Vielleicht hatten einige der Jünger aber schon einen Stab dabei. Sie könnten Jesus gefragt haben: &#8222;Herr, sollen wir vorher noch unsere Stäbe zu Hause ablegen, bevor wir losgehen?&#8220; So eine Rückfrage passt ins Bild, das die Evangelien von den Jüngern am Anfang ihres Dienstes zeichnen, dass sie sich ständig auf das Unwesentliche fokussierten.</p>
<p>Jesu Antwort darauf könnte gewesen sein: &#8222;Nein, Ihr sollt vorher nicht mehr nach Hause gehen, sondern sofort losziehen. Wer gerade einen Stab dabei hat, soll ihn meinetwegen mitnehmen.&#8220;</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Nehmt-einen-Stab-mit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-454" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Nehmt-einen-Stab-mit-300x169.jpg" alt="Nehmt (k)einen Stab mit" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Nehmt-einen-Stab-mit-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Nehmt-einen-Stab-mit-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Nehmt-einen-Stab-mit-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Nehmt-einen-Stab-mit.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Dass es sich so zugetragen hat, ist natürlich Spekulation. Aber es zeigt, dass die Texte sich widerspruchsfrei harmonisieren lassen. Kein Widerspruch. Alles ist gut.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/12/14/widerspruch-in-der-bibel-nehmt-keinen-stab-mit/">Widerspruch in der Bibel!!? Nehmt (k)einen Stab mit!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>Das beste Argument gegen Gott</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/12/11/das-beste-argument-gegen-gott/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 01:11:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Hölle]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mir ist das beste Argument gegen Gott zugespielt worden. Da ich zugesichert habe, auf das Argument per Video zu reagieren, ist hier also meine Reaktion auf das beste Argument gegen Gott, sowohl als Video&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/12/11/das-beste-argument-gegen-gott/">Das beste Argument gegen Gott</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist das beste Argument gegen Gott zugespielt worden. Da ich zugesichert habe, auf das Argument per Video zu reagieren, ist hier also meine Reaktion auf das beste Argument gegen Gott, sowohl als Video als auch als Blog-Artikel.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="&quot;Das beste Argument gegen Gott...&quot;" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/L2hhI_OZMAk?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Die Vorgeschichte zu diesem Video ist die, dass ich angeblich Angst vor Kritik habe – und vor Argumenten.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-435" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-1-300x52.png 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-1-1024x177.png 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-1-768x133.png 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-1.png 1172w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-2.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-436" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-2-300x37.png" alt="Angst vor Argumenten" width="300" height="37" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-2-300x37.png 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-2-1024x128.png 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-2-768x96.png 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Angst-vor-Argumenten-2.png 1052w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Also habe ich den Kommentator (oder die Kommentatorin) gebeten, mir einen Link zum besten Argument gegen Gott zu geben, so dass ich ein Video dazu mache.</p>
<p>Als Antwort habe ich zwei Links erhalten, einmal eine lange <a href="https://bibelzitate.hpage.com/kat-05.html" target="_blank" rel="noopener">Ausflistung von Bibel-Zitaten</a>, und zum anderen eine <a href="https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/kritik-an-militaerbischof-overbeck" target="_blank" rel="noopener">Kritik der GBS an Bischof Overbeck</a>.</p>
<p>Die Kritik an Bischof Overbeck untersuche ich in einem zukünftigen Beitrag separat. In diesem Artikel geht es um die Liste der Bibelzitate.</p>
<h2>Was ist überhaupt ein &#8222;gutes Argument&#8220;?</h2>
<p>Bevor ich in die Einzelheiten gehe, zuerst eine generelle Anmerkung. Wenn ich als beste Argumente <strong>für</strong> Gott nichts als eine Auslistung an Bibelzitaten geliefert hätte, und meinetwegen noch eine Kritik an den Worten irgendeines Vertreters des Atheismus, dann hätte jeder Atheist meine Argumentation zurecht in der Luft zerrissen.</p>
<p>Eine Liste von Bibelzitaten ist kein Argument. Aber vielleicht gibt es ein implizites Argument, das mit diesen Bibelzitaten kommuniziert wird. Die Aussage, die zwischen den Zeilen zu lesen ist, lautet in entwa: &#8222;Gott gibt in seinem Wort moralische Grundsätze vor, mit denen ich nicht einverstanden bin&#8220;.</p>
<p>Aber was ist die Schlussfolgerung? &#8222;Darum gibt es keinen Gott&#8220;?</p>
<h2>Moralische Wertungen benötigen objektive Moral</h2>
<p>Hier tut sich für den Atheisten jedoch ein massives Problem auf. Moralische Wertungen ohne einen objektiven moralischen Standard sind unmöglich. Ein objektiver moralischer Standard kommt nicht aus der Kultur, oder aus der Erziehung, oder aus dem, was man sich selbst überlegt.</p>
<p>Eine objektive moralische Wertung benötigt einen moralischen Gesetzgeber, also Gott. Ansonsten ist es keine objektive Wertung, sondern eine persönliche Vorliebe.</p>
<p>Aber ich will hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen. Das habe ich im Artikel zum <a href="https://www.auferstanden.org/2020/03/26/der-moralische-gottesbeweis/">moralischen Gottesbeweis</a> ausführlich genug gemacht.</p>
<p>Das zweite Problem ist, wenn ich mit etwas nicht einverstanden bin, dass es das dann angeblich nicht gibt. So ein Argument wäre absurd.</p>
<p>Wenn ich beispielsweise mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland nicht einverstanden bin, dann folgt daraus nicht, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht existiert. Die Reichsbürger argumentieren so. Ich hoffe, dass es nicht in diese Richtung gedacht war, mir die Zitate-Liste als bestes Argument gegen Gott zu geben.</p>
<p>Aber nun zu den einzelnen Bibelzitaten. Ich behandle nur die ersten paar Zitate, damit deutlich wird, wie der Zitate-Sammler durch seine Art zu zitieren manipulierend beeinflusst.</p>
<h2>2. Thessalonicher 2:11-12</h2>
<blockquote><p>Gott lässt sie dem Irrtum verfallen, so dass sie die Lügen (des Satans) glauben, damit alle gerichtet werden, die die Wahrheit nicht glauben und keine Freude am rechten Glauben haben.</p></blockquote>
<p>Hier tritt gleich das nächste Problem auf. So steht das Zitat in keiner Bibel drin. Damit meine ich nicht, dass der Zitate-Sammler in Klammern &#8222;des Satans&#8220; eingefügt hat. Es betrifft nicht nur dieses eine Zitat, sondern, wenn ich es richtig beurteile, alle.</p>
<p>Er hat den Text augenscheinlich der Lutherbibel genommen, und dann Satzstellungen geändert, Worte vertauscht, ausgelassen, neu eingefügt, so lange, bis das Zitat dem Narrativ entspricht, welches er vermitteln will.</p>
<p>So, wie es hier steht, findet es sich in keiner Bibelübersetzung. Ich bin 22 verschiedene Offline-Bibeln durchgegangen. Bei einer Online-Recherche finden sich die Zitate zwar wieder – aber nicht in Bibelübersetzungen, sondern in Kommentaren, Foren, Sozialen Netzen, vermutlich kopiert von der Zitate-Seite, um zu zeigen, wie schlimm die Bibel angeblich ist, aber ohne Einsatz des gesunden Menschenverstandes, und in jedem Fall, ohne zu prüfen, ob es richtig zitiert ist.</p>
<h2>Schlecht zitiert ist falsch zitiert</h2>
<p>Also holen wir, wenn nötig, die korrekten Zitate aus der Lutherbibel, um zumindest ansatzweise einen ähnlichen Text wie diese Zitate zu haben. In der Lutherbibel lautet obiges Zitat:</p>
<blockquote><p>Und darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, dass sie der Lüge glauben, auf dass gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit.</p></blockquote>
<p>Der Zusammenhang des Textes ist die Endzeit, während der Herrschaft des Antichristen, wenn die Gläubigen bereits zu Jesus entrückt worden sind. Die Zurückgebliebenen werden nicht wegen ihres Unglaubens gerichtet, wie der Zitate-Sammler uns weis machen will, sondern wegen ihrer Ungerechtigkeit, und damit für ihre Taten, für ihre Handlungen.</p>
<p>Anders als beim Zitate-Sammler kann man nun auch erkennen, wenn die Ungerechten den Lügen des Antichristen glauben, dass das ein <strong>Teil</strong> des Strafgerichtes ist, und nicht die <strong>Ursache</strong> des Strafgerichtes.</p>
<h2>Jeremia 9:24-25</h2>
<blockquote><p>Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich die Unbeschnittenen (Heiden) die Beschnittenen (Israeliter, Juden) heimsuchen lasse… Denn die Juden sind zwar beschnitten, aber im Herzen sind sie keine gläubigen Juden.</p></blockquote>
<p>Das ist also ein Zitat aus dem Alten Testament, aus der jüdischen Bibel, wie es heute auch in den Synagogen gelesen wird. Die jüdische Bibel lehrt also angeblich, dass die Juden keine Juden sind. Das ist, milde gesagt, verdächtig. Also schauen wir nochmals in der Lutherbibel nach:</p>
<blockquote><p>Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit den Unbeschnittenen: nämlich Ägypten, Juda, Edom, die Ammoniter, Moab und alle, die sich das Haar stutzen, die in der Wüste wohnen. Denn alle Völker sind unbeschnitten, und ganz Israel hat ein unbeschnittenes Herz.</p></blockquote>
<p>Da steht also nichts davon, dass die Unbeschnittenen die Beschnittenen heimsuchen, sondern dass Gott alle Völker heimsuchen wird, also die Beschnittenen zusammen mit den Unbeschnittenen.</p>
<h2>Kein Unterschied zwischen Juden und Heiden</h2>
<p>Aber die Völker, die aufgezählt werden, die haben in der Antike allesamt die männlichen Babys beschnitten. Körperlich waren sie alle beschnitten. Insbesondere ist in der Aufzählung Juda mit bei, also das Volk Israel.</p>
<p>Die Trennung zwischen Heiden und Juden, wie der Zitate-Sammler sie darstellt, ist also reiner Unfug. Die Aussage des Textes ist das genaue Gegenteil. Heiden und Juden werden mit demselben Maß gerichtet, ohne dass die Beschneidung dabei eine Rolle spielt.</p>
<p>Die Beschneidung ist nur ein religiöses Ritual. Religion und Rituale bewahren nicht vor dem Gericht Gottes, wenn die Person im Herzen böse ist. So eine Person betrachtet Gott als unbeschnitten.</p>
<p>Manchmal haben Atheisten ein Problem damit, dass Gott überhaupt richtet, und ihnen vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen haben, und letztendlich auch noch darüber richtet.</p>
<p>Wenn Gott gerecht ist, dann muss er auch richten. Ansonsten wäre seine Gerechtigkeit nichts als reine Theorie. Wer sein eigener Herr sein will, kann so etwas natürlich nicht akzeptieren.</p>
<h2>5. Mose 17:2-5</h2>
<blockquote><p>(Gott befiehlt): Wenn jemand in deinem Dorf gegen Gottes Vorschriften verstösst, insbesondere wenn jemand… anderen Göttern dient und sie anbetet, muss das untersucht werden. Wenn es stimmt, dass solcher Gräuel in Israel verübt worden ist, dann sollst du die Fehlbaren vor das Dorf führen und zu Tode steinigen.</p></blockquote>
<p>Das Zitat ist einigermaßen adäquat zusammengefasst, so dass es nicht nötig ist, noch einmal aus der Lutherbibel zu zitieren. Götzendienst in der alttestamentlichen Theokratie wurde mit dem Tod bestraft. Es war ein Verstoß gegen das erste Gebot. Das Gesetz des Alten Testamentes ist durch Jesus erfüllt, und daher für Christen nicht mehr bindend.</p>
<h2>Der Moloch-Kult</h2>
<p>Warum wurde Götzendienst mit dem Tode bestraft? Das hat zum einen mit den Götzenkulten der Kanaaniter zu tun, allem voran dem Moloch-Kult. Diese Kulte brachten ihren Götzen Menschenopfer. Sie haben den Götzen ihre eigenen Kinder als Brandopfer gebracht. Das ist das Gräuel, von dem in dem Vers die Rede ist.</p>
<p>Zum anderen sollte verhindert werden, dass die Götzendiener andere Israeliten ebenfalls zum Götzendienst verführen, wie man in 5. Mose 13:7-19 nachlesen kann. Gebracht haben diese Vorschriften recht wenig. Die Israeliten haben später immer wieder den Moloch und den Baal angebetet, und ihre Kinder als Brandopfer gebracht. In letzter Konsequenz hat Gott sie dadurch gerichtet, dass sie ins Exil gehen mussten.</p>
<p>Der Vers richtet sich also nicht gegen Glaubensfreiheit im modernen Sinne, dass jeder glauben kann was er will, oder auch nicht, und alle zusammen miteinander friedlich in einer pluralistischen Gesellschaft leben. Es ging darum, Menschenopferkulte aus dem Heiligen Land fernzuhalten und zu verbannen.</p>
<p>Jeder Israelit, der sich dafür entschied, lieber doch dem Moloch oder dem Baal zu dienen, hatte sogar die Freiheit, dies zu tun, ohne die Todesstrafe fürchten zu müssen. Das Gesetz gegen Götzendienst war regional begrenzt auf das Heilige Land. Das wird in den einleitenden Worten in der Lutherbibel deutlich: &#8222;Wenn in deiner Mitte, in einer deiner Städte, die dir der HERR, dein Gott, geben wird&#8230;&#8220;</p>
<p>Wer lieber seine Kinder auf einem Moloch-Altar verbrannte, konnte also das Land verlassen, und hatte jede Freiheit, dies ungehindert zu tun. Bei den umliegenden Völkern war er mit solchen Praktiken in guter Gesellschaft. Aber im Heiligen Land hatte Gott das Hausrecht.</p>
<p>Vieles zu dem Thema lässt sich eins-zu-eins übertragen aus meinem Artikel über <a href="https://www.auferstanden.org/2020/11/20/toetet-alle-babys-genozid-im-alten-testament/">Gewalt im Alten Testament</a>.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Moloch_the_god.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-423" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Moloch_the_god-171x300.jpg" alt="Der Gott Moloch" width="171" height="300" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Moloch_the_god-171x300.jpg 171w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Moloch_the_god.jpg 319w" sizes="auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px" /></a></p>
<h2>Offenbarung 2:26-27</h2>
<blockquote><p>Doch wer (alle Hindernisse) überwindet und bis zum Ende (zu mir) hält, dem will ich Macht geben über die Heiden, er soll sie weiden (beherrschen) mit eisernem Stab, und er soll sie zerschmeissen wie Tonkrüge&#8230;</p></blockquote>
<p>Auch hier benötigen wir das Originalzitat aus der Lutherbibel, denn der Zitate-Sammler hat wieder viele entscheidende Dinge verändert:</p>
<blockquote><p>Und wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Völker, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe – wie die tönernen Gefäße werden sie zerschmissen.</p></blockquote>
<p>Zum einen ist hier nicht die Rede von demjenigen, der bis ans Ende zu Jesus hält, sondern von demjenigen, der bis zum Ende Jesu Werke bewahrt, also seine Werke tut. Und welche Werke hat Jesus getan? Er war kein Kriegsherr, der hingegangen ist, und die Heidenvölker zerschmettert hat. Er ist zu den Menschen gegangen, hat ihnen das Reich Gottes verkündigt, hat ihnen die Sünden vergeben, hat sie geheilt, und hat den Ausgestoßenen ihre Menschenwürde zurückgegeben.</p>
<p>Jesus hat die Werke eines Hirten getan. Und so bezieht sich dieser Text auch auf diejenigen, die bis zum Ende die Werke eines Hirten tun. Das sind diejenigen, die sich in dieser Aufgabe bewährt haben. Nach Jesu Wiederkehr, wenn das tausendjährige Friedensreich anbricht, bekommen sie größere Aufgaben übertragen, aber auch wieder Hirtenaufgaben. Sie sollen die Völker <strong>weiden</strong>. Für <strong>Stab</strong> steht im Griechischen das Wort für Hirtenstab. Es sind diejenigen, die Jesus im Gleichnis der anvertrauten Pfunde in Matthäus 25:21 mit &#8222;guter und treuer Knecht&#8220; anspricht.</p>
<h2>Jesus richtet am Ende der Zeiten</h2>
<p>Jesus <strong>wird</strong> am Ende der Zeiten die Völker richten. Die Bibel ist in 1. Korinther 6:2 klar darin, dass die Gläubigen zusammen mit Jesus richten werden.</p>
<blockquote><p>Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?</p></blockquote>
<p>Aber wer vollstreckt das Urteil? Der Zitate-Sammler verdreht es so, als ob die Gläubigen das Urteil vollstrecken, also diejenigen wie Tongefäße zerschmettern, die das Gericht nicht bestehen.</p>
<p>Dem ist nicht so. Im messianischen Psalm 2:7-9 können wir nachlesen, wer das Urteil vollsstrecken wird:</p>
<blockquote><p>Kundtun will ich den Ratschluss des HERRN. Er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Bitte mich, so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.«</p></blockquote>
<p>Es sind also nicht die Gläubigen, sondern Jesus, der Messias, der das Urteil vollstrecken wird. Damit ist dieser Text kein Aufruf zur Gewalt gegen Ungläubige, wie die Zitate-Seite weismachen will, sondern ein Hinweis darauf, dass Jesus am Ende der Zeit Gericht halten wird, und das Urteil gegen die Ungerechten vollstrecken wird.</p>
<h2>Micha 5:14</h2>
<blockquote><p>Und will Rache üben mit Grimm und Zorn an allen Heiden, die nicht gehorchen wollen.</p></blockquote>
<p>In der Lutherbibel steht &#8222;Vergeltung&#8220; anstatt &#8222;Rache&#8220;, und &#8222;Völker&#8220; anstatt &#8222;Heiden&#8220;. Da liest es sich etwas weniger reißerisch.</p>
<p>Als Erklärung reicht es eigentlich, sich Kapitel 5 komplett durchzulesen, und den Vers im Kontext zu betrachten. Die Prophetie spricht von der Zeit, in der die Juden in der Diaspora leben, also unter den Völkern, und damit unter den Heiden. In der Diaspora, wird prophezeit, würden die Juden unter Verfolgung leiden. Die Prophetie ist leider genauso eingetreten, mit dem grausigen Höhepunkt der Shoah in Deutschland. Aber nicht ausschließlich. Judenverfolgung und Antisemitismus lassen sich weit bis in die Antike zurückverfolgen.</p>
<p>Der fragliche Vers sagt aus, dass Gott an allen denjenigen Vergeltung üben wird, die für Judenverfolgung und Antisemitismus über die Jahrhunderte und Jahrtausende verantwortlich sind. Es ist also kein Blanko-Aufruf zur Gewalt, sondern eine Ankündigung von Vergeltung an denjenigen, die Hand an Gottes Volk legen.</p>
<h2>1. Korinther 1:19-21</h2>
<blockquote><p>Denn es steht geschrieben: &#8222;Ich will die Weisheit der Weisen vernichten und den Verstand der Sachverständigen verwerfen&#8220;. Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn während (die Gelehrten) trotz ihrer Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannten, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt diejenigen selig zu machen, die daran glauben.</p></blockquote>
<p>Das ist fast akkurat wiedergegeben. Die Kürzungen und ausgetauschte Worte verändern den Sinn nicht. Aber wo ist das Problem? Glaubt der Zitate-Sammler etwa, dass damit gemeint ist, die Weisen zu töten, und so ihre Weisheit zu vernichten? Ich hoffe nicht, denn das wäre wohl der allergrößte Schwachfug. Oder ist das Problem, dass Gott weltliche Weisheit für wertlos erklärt, und durch Torheit ersetzt? Wenn es das ist, lässt sich das gesamte Konstrukt durch die nachfolgenden Verse in 1. Korinther 1:22-25 entkräften, die erklären, was Paulus damit gemeint hat.</p>
<blockquote><p>„Denn die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit, wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind.</p></blockquote>
<p>Natürlich ist weltliche Weisheit im direkten Vergleich mit göttlicher Weisheit wertlos.</p>
<h2>Jesaja 65,11-14</h2>
<blockquote><p>Aber ihr, die ihr den HERRN verlasst, meinen heiligen Berg vergesst und einem fremden Gott opfert, will ich mit dem Schwert zähmen. Ihr müsst euch zur Schlachtung hin knien, weil ihr nicht geantwortet habt, als ich rief, weil ihr nicht zugehört habt, als ich redete, sondern Übles tatet und einen Weg gewählt hattet, der mir nicht gefiel. Darum spricht der Herr: Wer an mich glaubt, soll essen, trinken und fröhlich sein, ihr aber sollt hungern, dürsten und zu Schanden werden. Siehe, meine Knechte sollen vor gutem Mut jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor Jammer heulen&#8230;</p></blockquote>
<p>In der Lutherbibel liest es sich weniger reißerisch, aber lassen wir es mal so stehen, da der Sinn nicht entstellt ist.</p>
<p>Zuerst gilt es zu klären, welches Ereignis hier prophezeit wird. Jesaja 65:1 spricht davon, dass Gott sich von einem Volk finden lassen wird, das seinen Namen nicht kennt. Das können nicht die Juden sein, denn sie kennen seinen Namen. Es muss die Kirche sein. Das Kapitel beginnt also mit einer Prophetie über das Zeitalter der Kirche.</p>
<p>Ab Jesaja 65:17 ist dann die Rede vom neuen Himmel und der neuen Erde. Das bezieht sich auf das tausendjährige Reich, das errichtet wird, wenn Jesus wiederkommt.</p>
<p>Das Ereignis, das zwischen diesen beiden Zeitaltern liegt, ist das Endzeitgericht. Das Thema ist weiter oben bereits geklärt, und ich brauche nicht weiter in die Details gehen. Als letzte Konsequenz für die Ungerechten wird außerdem das Ende in der Hölle angedeutet, wo sie vor Herzeleid schreien und vor Jammer heulen.</p>
<p>Die Hölle behandle ich zum Ende des Artikels separat. Aber ganz sicher ist auch dieser Text kein Aufruf zur Gewalt gegen Ungläubige.</p>
<h2>Römer 1,18-19</h2>
<blockquote><p>Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alle Gottlosen und Ungerechten, die die Wahrheit (nicht erkennen wollen), obschon sie ihnen Gott gezeigt hat.</p></blockquote>
<p>Diese Verse sind wieder einmal stark gekürzt worden, aber der Sinn ist intakt geblieben. Auch bei diesen Versen brauchen wir den Zusammenhang. Der Rest von Römer 1 beschäftigt sich mit zahlreichen Beispielen von Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit.</p>
<p>Das Entscheidende geschieht dann aber in Römer 2:1-4. Dann wird nämlich klar, dass dieser Text, der sich augenscheinlich gegen die Ungläubigen richtet, alle Menschen betrifft, Gläubige wie Ungläubige. Es wird kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen gemacht, sondern  es wird der Ausweg aus dieser Situation aufgezeigt:</p>
<blockquote><p>Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest. Wir wissen aber, dass Gottes Urteil zu Recht über die ergeht, die solches tun. Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?</p></blockquote>
<p>Römer 2:1 richtet sich zuallererst an diejenigen Christen, die die ganzen Beispiele aus Römer 1 dazu verwenden, andere zu verurteilen, und sich selbst als etwas Besseres darzustellen. Es sind leider nicht wenige, die das machen, und das ist ein Problem. Römer 1 stellt lediglich die Sachlage fest. Es ist kein Aufruf andere zu verurteilen oder noch schlimmeres. Das muss sich insbesondere jeder Christ zu Herzen nehmen.</p>
<p>Ab Römer 2:2 wird der Ausweg aus der Misere aufgezeigt. Der Gottlose muss nicht gottlos bleiben. Der Ungerechte muss nicht ungerecht bleiben. Der Ausweg heißt Buße, und dieser Weg steht jedem offen. Mehr dazu später.</p>
<h2>Matthäus 13:30-50</h2>
<p>Die nächsten drei Zitate behandle ich in einem Durchgang.</p>
<blockquote><p>(Jesus spricht in einem Gleichnis): Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Zur Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Reisst zuerst das Unkraut (Ungläubige) aus und bindet es zu Bündeln, um es zu verbrennen, aber den Weizen (Gläubige) bringt mir in meine Scheune. (Matthäus 13:30)</p>
<p>(Jesus sagt): Der Menschensohn (Jesus selbst) sät nur guten Samen. Dies sind die Gläubigen. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit (Ungläubige), deren Samen der Teufel gesät hat. Die Ernte ist das Ende der Welt, und die Schnitter sind die Engel. So wie man das Unkraut jätet und verbrennt, so wird es auch am Ende der Welt geschehen: Der Menschensohn (Jesus selber) wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle sammeln, die Unrecht tun, und werden sie in den Verbrennungsofen werfen, da wird Heulen und Zähneklappern sein. (Matthäus 13:37-42)</p>
<p>(Jesus sagt): Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Fischernetz, womit man allerlei Fische fängt. Wenn es voll ist, ziehen sie es an das Ufer und sortieren den Fang. Die guten Fische landen in Körben, und die schlechten werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt geschehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten (die die Vorschriften Gottes befolgt haben), trennen und in den Feuerofen werfen. Da wird Heulen und Zähneklappern sein. (Matthäus 13:47-50)</p></blockquote>
<h2>Jeder tut Böses</h2>
<p>Hier in dem Fall ändert er die Aussagen der Texte dahingehend, während Jesus durchweg von <strong>Bösen</strong> und <strong>Gerechten</strong> spricht, dass er in Klammern, oder auch ohne Klammern, <strong>Gläubige</strong> und <strong>Ungläubige</strong> dazuschreibt. Das ist nicht das, was der Text sagt. Das Ziel der Gleichnisse ist nicht, dass der Zuhörer sich fragt, bin ich gläubig oder bin ich ungläubig? Damit würden sich die ganzen Religiösen und Pharisäer auf der Seite der Gläubigen einsortieren, sich zurücklehnen, und davon ausgehen, dass alles gut mit ihnen wird.</p>
<p>Das Ziel dieser Gleichnisse ist es, dass der Zuhörer sich fragt, bin ich gerecht oder bin ich böse? Jeder, der darüber nachdenkt, egal ob gläubig oder ungläubig, und eine ehrliche Antwort gibt, muss zu dem Schluss kommen, dass er <strong>nicht</strong> gerecht ist, und sich damit bei den Bösen einsortieren muss.</p>
<p>Erinnert Ihr Euch an das Zitat aus dem Römerbrief? <strong>Jeder</strong> tut dieselben bösen Dinge, und kann den anderen nicht dafür verurteilen.</p>
<p>Jesus will, dass die Zuhörer erkennen, dass sie alleine aus diesem Schlammassel nicht herauskommen. Der Ausweg lautet, laut Römerbrief, <strong>Buße</strong>. Das ist so ein altes Lutherdeutsch, das Wort versteht heute kaum noch einer.</p>
<p>In modernen Bibelübersetzungen steht stattdessen <strong>Umkehr</strong>. Das ist ein wenig besser, trifft es aber immer noch nicht hundertprozentig auf den Punkt. Die wörtliche Übersetzung aus dem griechischen lautet <strong>Sinneswandel</strong>. Umkehr ist also der bewusste Wandel der eigenen Denkweise, weg vom Bösen, und dahin, Gott zu lieben.</p>
<p>Das führt natürlich nicht dazu, dass man ab sofort nichts Böses mehr tut. Aber die eigene Einstellung ändert sich, und das ist es, was Jesus erreichen will.</p>
<h2>Folter oder Qualen in der Hölle</h2>
<p>Diejenigen, die sich darauf nicht einlassen, egal ob gläubig oder ungläubig, werden am Ende der Zeiten aussortiert. Der Ofen steht in den Gleichnissen natürlich für die Hölle. Ihr habt richtig gelesen: egal ob gläubig oder ungläubig. Wer glaubt, dass Gott existiert, sich aber trotzdem der Umkehr konsequent verweigert, der hat am Ende der Zeiten ein massives Problem.</p>
<p>Wenn wir an die Hölle denken, dann kommen vielen vielleicht solche Bilder in den Sinn, wie aus Tom &amp; Jerry, oder den Simpsons. Wer als Kind Zeichentrick-Serien geschaut hat, der kennt das. In der Hölle foltert der Teufel die armen Seelen bis ans Ende der Zeiten. Das ist nicht biblisch.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dante-Alighieri.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-439" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dante-Alighieri-300x169.jpg" alt="Dante Alighieri" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dante-Alighieri-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dante-Alighieri-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dante-Alighieri-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dante-Alighieri.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Dantes Inferno</h2>
<p>Die Idee kommt allerdings nicht von Tom &amp; Jerry. Sie ist viel älter. Sie stammt aus Dantes Inferno. Dante Alighieri war ein italienischer Dichter des Mittelalters. Er beschrieb die Hölle erstmalig so, wie es heute noch dem Volksglauben entspricht. Seitdem er das Inferno verfasste, wird auch in der Kunst die Hölle fast ausschließlich so dargestellt, mit dem Teufel, der die armen Seelen bis in die Unendlichkeit foltert.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dantes-Inferno.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-440" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dantes-Inferno-300x169.jpg" alt="Dantes Inferno" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dantes-Inferno-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dantes-Inferno-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dantes-Inferno-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Dantes-Inferno.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>In der Bibel steht allerdings nichts von Folter, sondern von Qualen. &#8222;Heulen und Zähneklappern&#8220; heißt es in den Gleichnissen in Matthäus 13. &#8222;Vor Herzeleid schreien und vor Jammer heulen&#8220; heißt es in Jesaja 65:15.</p>
<p>Die Qualen werden nicht vom Teufel oder sogar von Gott verursacht. Der Teufel erleidet selbst Qualen in der Hölle. Gott fügt in der Hölle den Seelen keine Qualen zu, weil die Hölle ein Ort komplett frei von Gottes Gegenwart ist. Alles spricht dafür, dass die Seelen in der Hölle Qualen erleiden, weil sie sich selbst quälen.</p>
<p>Gott will die Menschen nicht dort hinschicken. Die Bibel ist in 1. Timotheus 2:4 klar in der Aussage, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden, also die Ewigkeit im Reich Gottes verbringen.</p>
<p>Wer das nicht will, und lieber auf dem Weg zur Hölle bleibt, den lässt Gott sein Ding tun. C.S. Lewis sagte sehr treffend:</p>
<blockquote><p>Am Ende gibt es nur zwei Gruppen von Menschen: diejenigen, die zu Gott sagen: &#8222;Dein Wille geschehe&#8220;, und diejenigen, zu denen Gott am Ende sagt: &#8222;Dein Wille geschehe&#8220;.</p></blockquote>
<h2>Die Hölle: ein Paradies für Atheisten?</h2>
<p>Wer eine Existenz komplett frei von Gottes Gegenwart, mit allen damit verbundenen Konsequenzen anstrebt, der bekommt am Ende seinen Willen.</p>
<p>C.S. Lewis sagte ebenso treffend, dass die Tore der Hölle von innen verschlossen sind.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Die-Tore-der-Hoelle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-441" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Die-Tore-der-Hoelle-300x169.jpg" alt="Die Tore der Hölle sind von innen verschlossen" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Die-Tore-der-Hoelle-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Die-Tore-der-Hoelle-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Die-Tore-der-Hoelle-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/12/Die-Tore-der-Hoelle.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Wer die Lehre der Hölle im Neuen Testament als Drohung an die Ungläubigen versteht, der tut dies vor dem Hintergund eines Verständnisses der Hölle wie in Dantes Inferno. Er versteht überhaupt nicht, was Jesus damit sagen wollte.</p>
<p>Eine ehrliche Frage an die Atheisten, die den Artikel bis hierhin durchgearbeitet haben: Wenn Ihr die Wahl habt, zwischen einer Existenz komplett frei von Gottes Gegenwart, mit allen damit verbundenen Konsequenzen, denn nichts anderes ist die Hölle, und einer Existenz komplett unter der Herrschaft Gottes, mit allen damit verbundenen Konsequenzen, denn nichts anderes ist das Reich Gottes, wofür entscheidet Ihr Euch? Was ist es, das Ihr wollt?</p>
<p>Das ist keine theoretische Frage. Die Entscheidung liegt wirklich bei Euch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/12/11/das-beste-argument-gegen-gott/">Das beste Argument gegen Gott</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Tochter des Jairus: Tot oder Lebendig?</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/11/27/die-tochter-des-jairus-tot-oder-lebendig/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 01:06:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fehler in der Bibel?]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelien]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Widerspruch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Heilung der Tochter des Jairus wird in drei Evangelien berichtet, und in allen dreien leicht unterschiedlich. War die Tochter des Jairus tot oder lebendig? Im Markusevangelium heißt es: Da kommt einer von&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/11/27/die-tochter-des-jairus-tot-oder-lebendig/">Die Tochter des Jairus: Tot oder Lebendig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von der Heilung der Tochter des Jairus wird in drei Evangelien berichtet, und in allen dreien leicht unterschiedlich. War die Tochter des Jairus tot oder lebendig?</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Widerspruch in der Bibel??! Tot oder Lebendig?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/VD8Bqn-ENEE?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Im Markusevangelium heißt es:</p>
<blockquote><p>Da kommt einer von den Synagogenvorstehern mit Namen Jairus, und als er ihn sieht, fällt er ihm zu Füssen und fleht ihn an: Mein Töchterchen ist todkrank. Komm und leg ihr die Hand auf, damit sie gerettet wird und am Leben bleibt. (Markus 5:22-23)</p></blockquote>
<p>Laut Markus war die Tochter also <strong>todkrank</strong>.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-428 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-300x169.jpg" alt="Die Tochter des Jairus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Im Lukasevangelium steht:</p>
<blockquote><p>Da kam ein Mann mit Namen Jairus, der war Vorsteher der Synagoge. Er fiel Jesus zu Füssen und bat ihn, in sein Haus zu kommen. Denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwölf Jahren, und die lag im Sterben. (Lukas 8,40-41)</p></blockquote>
<p>Laut Lukas war die Tochter also nicht nur sterbenskrank, sondern <strong>lag bereits im Sterben</strong>.</p>
<p>Das Matthäusevangelium berichtet die Sache noch anders:</p>
<blockquote><p>Während er so mit ihnen redete, kam ein vornehmer Mann, fiel vor ihm nieder und sagte: Meine Tochter ist soeben gestorben. Aber komm, leg ihr die Hand auf, so wird sie wieder lebendig. (Matthäus 9,18)</p></blockquote>
<p>Laut Matthäus lag die Tochter nicht mehr nur im Sterben, sondern <strong>war schon gestorben</strong>.</p>
<p>Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für Kritiker. Entweder war die Tochter schon tot oder noch nicht. Beides gleichzeitig (oder irgend etwas dazwischen) geht natürlich nicht.</p>
<p>Was zuerst auffällt ist, dass es zwischen den ersten beiden Fassungen der Geschehnisse keinen Widerspruch gibt. Es schließt sich nicht aus, dass das Mädchen gleichzeitig todkrank war und im Sterben lag. Das Problem besteht ausschließlich mit der dritten Fassung der Geschichte.</p>
<p>Der angebliche Widerspruch löst sich auf, wenn man den Zusammenhang der Texte beachtet. Bei Markus und bei Lukas findet sich der folgende Zusatz:</p>
<blockquote><p>Noch während er redet, kommt einer aus dem Haus des Synagogenvorstehers und sagt: Deine Tochter ist gestorben! Bemühe den Meister nicht weiter! (Lukas 8,49)</p></blockquote>
<p>Jairus erfuhr also, während er noch bei Jesus war, dass seine Tochter verstorben war.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-429 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus-300x169.jpg" alt="Die Reihenfolge der Ereignisse" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Ereignisse-Tochter-des-Jairus.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Eine mögliche Reihenfolge der Ereignisse ist damit die folgende:</p>
<ol>
<li>Jairus bittet Jesus, seine Tochter zu heilen, die todkrank ist und gerade im Sterben liegt.</li>
<li>Der Bote kommt an, und berichtet Jairus, dass seine Tochter nun schon gestorben ist.</li>
<li>Jairus bittet Jesus nun ein zweites Mal, und zwar nun, seine verstorbene Tochter zum Leben zu erwecken.</li>
</ol>
<p>Der Kontext der Geschichte legt nahe, dass Jairus Jesus zwei Mal gebeten hat. Kein Widerspruch, alles ist gut.</p>
<p>Und falls Ihr diese Geschichte nicht kennt, und Euch fragt, wie sie ausgeht: natürlich mit einem Happy End.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-430 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt-300x169.jpg" alt="Erweckung der Tochter des Jairus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/11/Tochter-des-Jairus-wird-erweckt.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Quelle: <a href="https://faithalone.org/staff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bob Wilkin</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/11/27/die-tochter-des-jairus-tot-oder-lebendig/">Die Tochter des Jairus: Tot oder Lebendig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Bibel ist Gottes Wort (und alles, was ihr widerspricht, ist falsch)</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/08/18/die-bibel-ist-gottes-wort-und-alles-was-ihr-widerspricht-ist-falsch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2020 09:09:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[12 Punkte, die zeigen, dass der christliche Glaube wahr ist]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historizität]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtumslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Wunder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist es doch so einfach zu zeigen! Wenn die Bibel Gottes Wort ist, und wenn Gott keine Fehler macht, dann ist die Bibel auch wahr. Und weil die Bibel wahr ist, dann ist&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/08/18/die-bibel-ist-gottes-wort-und-alles-was-ihr-widerspricht-ist-falsch/">Die Bibel ist Gottes Wort (und alles, was ihr widerspricht, ist falsch)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist es doch so einfach zu zeigen! Wenn die Bibel Gottes Wort ist, und wenn Gott keine Fehler macht, dann ist die Bibel auch wahr. Und weil die Bibel wahr ist, dann ist auch ihr eigener Anspruch an sich wahr, dass sie Gottes Wort ist. Also ist es wahr, dass die Bibel Gottes Wort ist&#8230;</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Die Bibel ist Gottes Wort (und alles was ihr widerspricht ist falsch)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/StAQ0k0CCc0?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Man braucht nicht einmal einen zweiten Blick darauf, um das zirkuläre Argument zu erkennen. Oft schleichen sich Zirkelschlüsse aber eher unbemerkt in die Argumentation hinein. Ganz so einfach lässt es sich also doch nicht zeigen, dass die Bibel wahr ist.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-311 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation-300x169.jpg" alt="Zirkuläre Argumentation" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/zirkulaere-argumentation.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Zirkuläre Argumente vermeiden</h2>
<p>Aber woher wissen wir überhaupt, ob irgendetwas wahr oder unwahr ist? Selbst bei aktuellen Texten, zum Beispiel bei Zeitungsartikeln, wissen wir, dass sie nicht alle wahr sind &#8211; auch nicht dann, wenn sie von renommierten Medien stammen. Einen Zeitungsartikel allein aus dem Grund als wahr anzusehen, weil er von einem renommierten Magazin veröffentlicht wurde, das ausschließlich Wahrheit publiziert, das ist genau die gleiche zirkuläre Argumentation.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-313 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr-300x169.jpg" alt="Was is wahr?" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/was-ist-wahr.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Aber heißt das, dass man ins andere Extrem verfallen, und der Presse im Großen und Ganzen misstrauen sollte, so wie mache Gruppen sie pauschal als Lügenpresse bezeichnen? Nein, natürlich auch nicht!</p>
<p>Es bleibt als einzige Option nur, sich kritisch mit dem Text auseinanderzusetzen, und externe Quellen zur Wahrheitsfindung heranzuziehen. Das heißt aber nicht, dass die externen Quellen noch vertrauenswürdiger sein müssen als der fragliche Text selbst. Wenn man für jede Behauptung eine noch vertrauenswürdigere Quelle verlangen würde, dann würden sich die Ansprüche an die Quellen immer weiter hochschaukeln, bis man an dem Punkt ankommt, wo es keine vertrauenswürdigere Quelle mehr gibt.</p>
<p>Für einen popeligen Zeitungsartikel treibt in der Regel niemand diesen Aufwand. Und wenn doch, dann kommt schon mal der eine oder andere Skandal dabei heraus, wie bei Claas Relotius.</p>
<h2>Historische Wahrheitsfindung</h2>
<p>Aber was ist mit historischen Texten? Woher wissen wir, ob Caesar Gallien erobert hat? Woher wissen wir, dass sich Martin Luther undercover als Junker Jörg auf der Wartburg versteckt hat? Woher wissen wir, dass Dietrich Bonhoeffer an der Planung des versuchten Hitler-Attentats beteiligt war? Alle drei Männer haben Texte verfasst, in denen sie genau das behauptet haben. Um herauszufinden, ob das jeweils der Wahrheit entspricht, ziehen Historiker externe Quellen heran, aber insbesondere setzen sie sich kritisch mit den Texten auseinander. Wenn wir ergründen wollen, ob die Bibel wahr ist, müssen wir genau auf die gleiche Art und Weise an die Sache herangehen.</p>
<p>Wenn Skeptiker verlangen, dass man die Bibel nicht verwendet, um darzulegen, dass die Bibel wahr ist, das ist allergrößter Humbug. Natürlich muss man die Bibel dazu verwenden. Ein Skeptiker, der seine eigene Existenz beweisen möchte, ohne seine eigene Existenz dabei zu verwenden, wäre dazu auch nicht in der Lage.</p>
<p>Das einzige, was wir vermeiden müssen, sind zirkuläre Argumente.</p>
<h2>Die Bibel ist Gottes Wort</h2>
<p>Aber die haben wir in den vorherigen Beiträgen der Serie auch nicht verwendet.</p>
<ol>
<li>Jesus ist Gott. Wie bereits veranschaulicht, ist die <a href="https://www.auferstanden.org/2020/06/09/jesus-ist-gott/">Göttlichkeit Jesu bestätigt</a> durch die <a href="https://www.auferstanden.org/2020/06/22/ist-jesus-wirklich-auferstanden/">Auferstehung</a>, die durch externe Quellen belegt ist, und durch erfüllte <a href="https://www.auferstanden.org/2020/07/21/faktencheck-prophetie-wie-akkurat-sind-die-prophezeiungen-ueber-jesus/">Prophetie</a>, die nachweislich hunderte von Jahren vorher niedergeschrieben wurde. Das sind keine zirkulären Argumente.</li>
<li>Was Gott lehrt, ist wahr. Da Jesus Gott ist, ist also auch das, was Jesus lehrt, wahr.</li>
<li>Jesus hat gelehrt, dass die Bibel Gottes Wort ist.</li>
</ol>
<p>Wie kann er gelehrt haben, dass die Bibel Gottes Wort ist? Das Neue Testament bestand ja noch gar nicht als Jesus gelehrt hat. Die Antwort findet sich in Johannes 14:25-26.</p>
<blockquote><p>Das habe ich euch gesagt, als meine Bleibe noch bei euch war. Der Fürsprecher aber, der heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.</p></blockquote>
<p>Die Autoren der Bibel, die Apostel, haben immer wieder behauptet, dass das, was sie niederschrieben, eine Offenbarung des Heiligen Geistes sei. Aber behaupten kann man viel. Die Behauptung als wahr anzunehmen, weil sie im unfehlbaren Wort Gottes steht, das wäre wieder ein zirkuläres Argument.</p>
<h2>Das Zeichen eines Apostel</h2>
<p>Offenbarungen Gottes werden durch Wundertaten bestätigt. Der zweite Korintherbrief wurde vom Apostel Paulus im Jahr 56 n.Chr. geschrieben. Das erkennen selbst skeptische und kritische Forscher an. Die meisten anderen Apostel lebten zu der Zeit noch. In 2. Korinther 12:12 steht:</p>
<blockquote><p>Was einen Apostel ausmacht, ist bei euch zur Wirkung gekommen, in aller Geduld, durch Zeichen und Wunder und machtvolle Taten.</p></blockquote>
<p>Der zweite Korintherbrief war eine der ersten Schriften des Neuen Testaments. Die Urchristen kannten ihn alle. Das, was einen Apostel ausmacht sind Zeichen und Wunder. Die Apostel hätten gleich zu Beginn komplett ihre ganze Glaubwürdigkeit verloren, wenn sie ihre Lehren nicht durch Zeichen und Wunder bestätigt hätten. In der Apostelgeschichte werden insgesamt 35 Wunder der Apostel aufgeführt. Wir haben in bereits gesehen, <a href="https://www.auferstanden.org/2020/04/30/der-ursprung-des-neuen-testaments/">dass es sich bei der Apostelgeschichte ganz klar um einen Augenzeugenbericht handelt</a>.</p>
<p>Skeptiker könnten immer noch einwenden, dass dann halt nur die Wundergeschichten erfunden wurden. Dann hätten die Apostel aber erst recht keine Glaubwürdigkeit unter den Urchristen gehabt. Wenn in praktisch allen Gemeinden Wunder dokumentiert wurden, aber in Wirklichkeit gar keine passiert wären, dann wären die Apostel sofort als Lügner enttarnt gewesen. Außerdem hätten sie überhaupt kein Motiv gehabt, Wunder zu erfinden, denn fast überall wurden sie für ihre Verkündigung und ihren Glauben verfolgt.</p>
<p>Daher gilt:</p>
<ol start="4">
<li>Die Bibel ist wirklich Gottes Wort. Und alles, was ihr widerspricht ist falsch.</li>
</ol>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-314 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2-300x169.jpg" alt="Die Bibel ist Gottes Wort" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/08/die-bibel-ist-gottes-wort-2.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Und damit ist auch gezeigt, dass der christliche Glaube wahr ist, denn der beruht darauf, dass Jesus Christus Gott ist, und die Bibel Gottes Wort ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/08/18/die-bibel-ist-gottes-wort-und-alles-was-ihr-widerspricht-ist-falsch/">Die Bibel ist Gottes Wort (und alles, was ihr widerspricht, ist falsch)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Bewahrung des Neuen Testaments: Ist die Bibel verfäscht?</title>
		<link>https://www.auferstanden.org/2020/05/29/die-bewahrung-des-neuen-testaments-ist-die-bibel-verfaelscht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2020 16:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[12 Punkte, die zeigen, dass der christliche Glaube wahr ist]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtumslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchenväter]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskripte]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im letzten Blog-Post haben wir die Beweise betrachtet, dass es sich beim Neuen Testament, insbesondere bei den Evangelien und der Apostelgeschichte um Augenzeugenberichte handelt. Als Einspruch zu solchen Argumenten hört man oft die Behauptung,&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/05/29/die-bewahrung-des-neuen-testaments-ist-die-bibel-verfaelscht/">Die Bewahrung des Neuen Testaments: Ist die Bibel verfäscht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="https://www.auferstanden.org/2020/04/30/der-ursprung-des-neuen-testaments/">letzten Blog-Post</a> haben wir die Beweise betrachtet, dass es sich beim Neuen Testament, insbesondere bei den Evangelien und der Apostelgeschichte um Augenzeugenberichte handelt. Als Einspruch zu solchen Argumenten hört man oft die Behauptung, dass Konstantin der Große, oder das Konzil von Nicäa, oder das Konzil von Laodicäa, oder der Kirchenvater Hieronymus, oder die Illuminati, oder die katholische Kirche, oder irgendwelche anderen Könige, Kaiser oder Päpste die Bibel verfälscht, verändert und nach ihren Bedürfnissen angepasst hätten.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Die Bewahrung des Neuen Testaments" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/9kMb0MO-Su4?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<h2>Verschwörungstheorien</h2>
<p>Angeblich habe die sich die vier Evangelien herausgepickt, die mit ihren machtpolitischen Zielen kompatibel waren, und all die anderen Evangelien aus der Bibel entfernt: das Evangelium des Thomas, das Evangelium der Maria, das Evangelium des Petrus, das Evangelium des Judas, das Evangelium des Barnabas usw.</p>
<p>Und in den vier Evangelien, die übrig geblieben sind, stimmt angeblich sowieso nichts mehr mit dem ursprünglichen Text überein, weil jeder Schreiber beim Abschreiben seine eigenen Anschauungen und Meinungen (oder die seines Auftraggebers) mit verwurstet hat.</p>
<p>Behaupten kann man viel. Belege zu finden, dass die Bibel verfälscht wurde, da wird die Sache schon schwieriger. Das sind Verschwörungstheorien. Der Unterschied zu modernen Verschwörungstheorien ist der folgende. Wer zum Beispiel auf Facebook behauptet, das Coronavirus und Covid-19 wären eine große Lüge, der wird von allen Seiten gebasht.</p>
<h2>Der Mythos dass die Bibel verfälscht ist</h2>
<p>Wenn man allerdings behauptet, die Bibel wäre von den oben genannten Personengruppen komplett umgeschrieben und verfälscht worden, dann erteilen einem die selben Leuten auf einmal Zuspruch und Zustimmung.</p>
<p>Etwas mehr Konsistenz wäre sehr wünschenswert, insbesondere wenn allen Verschwörungstheorien mit derselben Skepsis begegnet würde, egal ob sie nun ins eigene postmoderne Weltbild passen oder nicht.</p>
<p>Zuerst sei anzumerken, dass die Beweislast immer beim Verschwörungstheoretiker liegt. Dabei genügt es nicht, zum Beweis irgendeinen andern Verschwörungstheoretiker zu zitieren, der genau das gleiche behauptet. Der Verschwörungstheoretiker kommt also nicht darum herum, historische Belege für seine Theorie vorweisen zu müssen. Dazu wünsche ich mal viel Spaß beim Suchen!</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-232 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-300x169.jpg" alt="Johannes der Evangelist" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Johannes-der-Evangelist.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Aber wissen wir überhaupt, ob das Neue Testament in den ersten Jahrhunderten zuverlässig weitergegeben wurde? Welchen Zeitraum müssen wir überhaupt untersuchen? Dazu ein paar Eckdaten:</p>
<p>Johannes, der letzte Apostel, starb ca. 100 n. Chr. Wir können also davon ausgehen, dass bis zum Jahr 100 die Botschaft der Evangelien unverfälscht Bestand hatte, weil dann erst der letzte Augenzeuge starb.</p>
<h2>Die ältesten vollständigen Bibeln</h2>
<p>Am anderen Ende haben wir die zwei ältesten erhaltenen Bibeln. Der Codex Sinaiticus wurde im Katharinenkloster im Sinai gefunden, und ist auf ca. 330-360 n. Chr. datiert.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-233 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-300x169.jpg" alt="Codex Sinaiticus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Sinaiticus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Der Codex Vaticanus ist noch etwas älter. Er wurde ca. 325-350 n. Chr. geschrieben, und wurde in der Vatikanischen Bibliothek entdeckt, wo er sich bis heute befindet.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-234 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-300x169.jpg" alt="Codex Vaticanus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Codex-Vaticanus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Diese beiden alten Bibeln stimmen mit den heutigen Bibeln überein.</p>
<h2>Das Konzil von Laodicäa</h2>
<p>Als nächstes klären wir, wer festgelegt hat, welche Bücher in der Bibel enthalten sind, also insbesondere, dass die Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes drin sind, und die Evangelien nach Petrus, Judas, Maria, Thomas, Barnabas usw. draußen bleiben.</p>
<p>Das geschah auf dem Konzil von Laodicäa, das in den Jahren 350 bis 366 in Laodicäa in der heutigen Provinz Denizli in der Türkei stattfand.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-235 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-300x169.jpg" alt="Konzil von Laodicäa" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Laodicäa.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Also, was fällt auf? Die beiden ältesten erhaltenen Bibeln sind <strong>vor</strong> das Konzil datiert. Das Konzil hat also nicht <strong>festgelegt</strong>, welche Bücher in die Bibel gehören, sondern <strong>festgestellt</strong>, welche Bücher in der Bibel bereits vorhanden waren, und dem dann einen offiziellen Stempel aufgedrückt.</p>
<h2>Der Kirchenvater Hieronymus</h2>
<p>Und was ist mit unseren Hauptverdächtigen aus der Verschwörungstheorie, die Bibel sei verfälscht?</p>
<p>Hieronymus lebte von 345 bis 420 n. Chr. Er übersetzte im Auftrag von Bischof Damasus von Rom die Bibel aus den Ursprachen ins Lateinische. Lateinisch war damals die Sprache des Volkes. Die Übersetzung wurde erstellt, damit die einfachen Leute die Bibel lesen und verstehen konnten. Diese Bibel wurde <strong>Vulgata</strong> genannt. Daher haben wir Wörter wie &#8222;<em>Volk</em>&#8220; oder auch &#8222;<em>vulgär</em>&#8222;, in der ursprünglichen Bedeutung „in der Sprache des Volkes“. Hieronymus erstellte also eine frühe Version der <a href="https://www.volxbibel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volxbibel</a>. Die Vulgata ist bis heute Grundlage für das katholische Messbuch.</p>
<p>Zur Zeit des Konzils von Laodicäa war Hieronymus also noch ein Teenie. Mit einer angeblichen Verschwörung konnte er nichts zu tun gehabt haben, und ganz sicher hat er nicht die Bibel verfälscht. Außerdem kann man eine Bibel, die auf Grundlage der Vulgata übersetzt wurde mit einer Bibel vergleichen, die aus den Ursprachen übersetzt wurde. Man erkennt leicht, dass die Unterschiede sind nur minimal sind.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-236 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-300x169.jpg" alt="Die Bibel wurde nicht verfälscht durch das Konzil von Nicäa, durch Konstantin oder durch Hieronymus" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Konzil-von-Nicäa-Konstantin-Hieronymus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Das Konzil von Nicäa</h2>
<p>Das von Konstantin dem Großen einberufene Konzil von Nicäa fand allerdings vor dem Konzil von Laodicäa statt, im Jahr 325 n. Chr., in Nicäa, in der heutigen türkischen Provinz Bursa.</p>
<p>Aus der Zeit sind aber genügend Aufzeichnungen überliefert, um zu wissen, dass auf diesem Konzil nichts über die Bibel beschlossen wurde. Das Hauptthema war die Dreieinigkeitslehre, und auch die wurde nicht festgelegt, sondern festgestellt. Abgelehnt hat sie lediglich Arius, ein einziger der 200 bis 300 anwesenden Bischöfe. Das <a href="https://www.ekd.de/Glaubensbekenntnis-von-Nizaa-Konstantinopel-10796.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicänische Glaubensbekenntnis</a> ist auf diesem Konzil entstanden, vor dem Hintergrund des Streites über die Dreieinigkeit.</p>
<h2>Ketten von Zeugen</h2>
<p>Die Frage ist also, was ist in den 250 Jahren zwischen dem Tod von Johannes und dem Konzil von Laodicäa geschehen? Insbesondere wollen wir wissen ob jemand die Möglichkeit gehabt hätte, die Inhalte der Bibel grob zu verfälschen, oder Bücher aus der Bibel zu entfernen, oder andere Bücher einzufügen. Bei einigen Büchern, wie dem Hebräerbrief oder der Offenbarung, gab es in der Tat den einen oder anderen Disput, aber bei den Evangelien, der Apostelgeschichte, den Paulusbriefen, und anderen wichtigen Briefen wie 1. Petrus oder 1. Johannes gab es Einigkeit.</p>
<h3>Die Kette von Zeugen hinter Johannes</h3>
<p>Johannes starb im Jahr 100 n. Chr. Seine beiden Jünger Ignatius und Polykarp verfassten jeweils Bücher, die uns erhalten geblieben sind, jeweils die biblische Lehre bestätigen, und angeben, welche Bücher zur inspirierten Schrift dazugehören. Das gleiche gilt für Irenäus, den Jünger von Ignatius und Polykarp, sowie für Hippolyt, den Jünger von Irenäus. Von allen diesen sind Bücher und Texte erhalten, und sie alle bestätigen die Inhalte des christlichen Glaubens und die Inspiration des Neuen Testaments. Leider verläuft sich die Weitergabe der christlichen Lehre hier in der Geschichte und ist nicht weiter verfolgbar.</p>
<h3>Die Kette von Zeugen hinter Paulus</h3>
<p>Aber wie schaut es bei Paulus aus? Während der Gefangenschaft in Rom gab er die christliche Botschaft an seine Mitarbeiter Clemens und Linus weiter, die späteren Bischöfe von Rom. Die Linie der Bischöfe lässt sich weiter verfolgen über Evaristus, Alexander, Sixtus, Telesphorus, Hyginus und Pius.</p>
<p>Von einigen dieser frühen Bischöfe von Rom sind keine Schriften erhalten, aber Justin der Märtyrer überliefert in seinen Büchern, dass auch diese Bischöfe den christlichen Glauben treu bewahrt und weitergegeben haben. Justins Jünger Tatian der Syrer hat uns ebenfalls Schriften hinterlassen, die bezeugen, dass genau die Bücher inspirierte Schrift sind, die wir heute im Neuen Testament haben. Mit Tatian verliert sich leider auch diese Spur in der Geschichte, und reicht nicht bis ans Konzil von Laodicäa heran.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-237 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-300x169.jpg" alt="Die Ketten der Zeugen belegt, dass die Bibel nicht verfälscht ist" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Kette-von-Zeugen.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h3>Die Kette von Zeugen hinter Petrus</h3>
<p>Aber vielleicht lässt sich über Petrus die Weitergabe des christlichen Glaubens nachverfolgen. Der Evangelist Markus war ein Jünger von Petrus. Die Jünger von Markus waren Ananius, Avilius, Kedron, Primus und Justus, die später alle nacheinander Bischof von Alexandria wurden. Justus hat außerdem die katechetische Schule in Alexandria gegründet. Diese wurde später von Pantaenus übernommen. Einer der Schüler unter Pantaenus war Clemens, der die Schule weiterleitete. Diese Rolle wurde später von einem weiteren Schüler, Origenes, übernommen. Der Bischof von Alexandria hat Origenes aus der Stadt verbannt, weil er nicht ordnungsgemäß ordiniert war. Er ließ sich in Caesarea nieder, wo sein Jünger Pamphilos seine Arbeit fortsetzte.</p>
<p>Der Jünger von Pamphilos war der Kirchenvater Eusebius, zu dessen Lebzeiten der Codex Sinatiticus und der Codex Vaticanus geschrieben wurden, und der nur wenige Jahre vor dem Konzil von Laodicäa starb. Von allen diesen Kirchenvätern sind Bücher und Schriften erhalten, die die treue Weitergabe der christlichen Lehre bestätigen. Damit sind die 250 Jahre zwischen dem Tod der Augenzeugen und dem Konzil von Laodicäa nachverfolgbar überbrückt. Es ist kein Raum für eine Verschwörung vorhanden.</p>
<p>Nicht nur haben all diese Bischöfe, Theologen und Kirchenväter die Echtheit der biblischen Bücher bestätigt, sie haben auch durchweg &#8222;alternative Evangelien&#8220; wie das Thomasevangelium abgelehnt. Für das Thomasevangelium findet wir solche Kette von Überlieferungen nicht.</p>
<h2>Die Manuskripte des Neuen Testaments</h2>
<p>Jetzt wissen wir also, dass wir die <strong>richtigen</strong> Bücher im Neuen Testament haben. Aber wir wollen noch sicherstellen, dass sie nicht verändert wurden. Das kann man anhand der Manuskripte des Neuen Testaments feststellen. Diese wurden im gesamten Gebiet des römischen Reiches gefunden, vor allem im Mittelmeerraum, und jedes Jahr kommen neue hinzu.</p>
<p>Die Universität Münster hat etwa 5700 griechische Manuskripte katalogisiert, und 9000 Manuskripte in anderen Sprachen. Zum Vergleich, der nächstbeste überlieferte Text der Antike ist die <em>Ilias</em> von Homer. Der Text der Ilias kommt auf 643 Manuskripte. Von den meisten Schriften aus der Antike existieren weniger als ein Dutzend Manuskripte, einschließlich aller griechischen und römischen Historiker und Dichter wie Julius Cäsar, Aristoteles, Tacitus, Ovid, Plato, Plinius, also praktisch alle Quellen, denen wir unser Wissen über die Antike verdanken.</p>
<h2>Textvarianten in den Manuskripten</h2>
<p>Zwischen den biblischen Manuskripten gibt es sehr wenig Abweichungen. Kritiker werfen häufig die Zahl von 200000 &#8222;Fehlern&#8220; in den Raum. Es gibt in der Tat 200000 Abweichungen in den 5700 Manuskripten. Diese werden auch <strong>Varianten </strong>genannt. Kritiker weisen aber selten darauf hin, wie die Varianten gezählt werden. Wenn z.B. ein Manuskript einen Rechtschreibfahler enthält, dann zählt das nicht als eine einzelne Variante. Sondern dann wird für jedes andere Manuskript, das die gleiche Passage enthält, der Variantenzähler um jeweils eins erhöht.</p>
<p>Teilweise fließen die obskursten Manuskripte in die Variantenzählung ein, wie zum Beispiel ein paar Verse aus dem Römerbrief auf der Rückseite einer antiken Geschäftsagenda (Papyrus 209). Die hat der Urheber offensichtlich aus dem Gedächtnis dort aufgeschrieben. Die große Anzahl der Fehler, die er oder sie dabei machte, treibt den Variantenzähler geradezu massiv in die Höhe. Aber kein Textforscher würde solchen Text als Grundlage für die Bibel ansehen.</p>
<p>Die Zahl von 200000 Varianten hört sich also horrend an, aber wir müssen fair bleiben. Die Zählung der Varianten ist so definiert, dass mit neuen Manuskriptfunden die Zahl der Varianten zwangsläufig exponentiell ansteigt.</p>
<p>Eigentlich ist es genau andersherum. Jeder neue Manuskriptfund erhöht die Zuverlässigkeit, dass wir einen Text haben, der nah am Original liegt. Durch die große Anzahl von Manuskripten liegt die Zuverlässigkeit inzwischen bei 99,5%. Zum Vergleich, der nächstbeste erhaltene Text aus der Antike, die Ilias, hat eine geschätzte Zuverlässigkeit von 95%. Aber keinesfalls ist die Anzahl der Varianten ein Anhaltspunkt dafür, ob die Bibel verfälscht ist oder nicht. (Quelle: <a href="https://www.amazon.de/gp/product/019516122X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=019516122X&amp;linkCode=as2&amp;tag=jankrohn0e&amp;linkId=f1d14f883c5458128e44ae7cb7f391fa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bruce Metzger</a>)</p>
<p>Interessantweweise gibt es immer nur den Vorfurf, die Bibel sei verfälscht, nie aber die Ilias sei verfälscht, oder irgend ein anderer antiker Text.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-238 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment-197x300.jpg" alt="John-Rylands-Fragment" width="197" height="300" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment-197x300.jpg 197w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/John-Rylands-Fragment.jpg 446w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" /></a></p>
<h2>Zum Alter der Manuskripte</h2>
<p>Das älteste unumstrittene Fragment ist das John-Rylands-Fragment mit ein paar Versen aus dem Johannes-Evangelium. Es wird datiert zwischen 117 und 138 n. Chr. Das sind höchstens 68 Jahre nachdem Johannes das Original geschrieben hat. Das hört sich viel an. Aber auch hier ist die Ilias auf Rang zwei, mit dem ältesten Manuskript, das 500 Jahre nach dem Original geschrieben wurde. Für die meisten anderen antiken Schriften sind es 1000 Jahre oder mehr.</p>
<p>Aber es gibt vermutlich noch ältere neutestamentliche Manuskripte. In den Höhlen von Qumran wurden neun Fragmente gefunden, mit jeweils nur wenigen Worten drauf. Diese Fragmente sind datiert worden auf 50 bis 70 n. Chr. Die einzigen bekannten Texte aus der Antike, die zu diesen Fragmenten passen, sind das Markus-Evangelium, die Apostelgeschichte, Römerbrief, 1. Timotheusbrief, 2. Petrusbrief und der Jakobusbrief. Warum historisch-kritische Geschichtswissenschaftler nicht akzeptieren können, dass dies wirklich Fragmente aus dem Neuen Testament sind, dazu lest Ihr am besten meinen <a href="https://www.auferstanden.org/2020/04/30/der-ursprung-des-neuen-testaments/">letzten Beitrag</a>.</p>
<p>Für manche stellt die Lücke von 68 Jahren vielleicht immer noch ein Problem dar. Geschichtswissenschaftlich ist es kein Problem. Das ist so nah dran, wie es für einen antiken Text irgendwie geht. Der Evangelist Johannes starb im Jahr 100 n. Chr. Damit ist das John-Rylands-Fragment zwischen 17 und 38 Jahren nach dem Tod des Autors entstanden. Das hört sich schon etwas besser an.</p>
<h2>Wie lange hielten antike Schriftrollen?</h2>
<p>Aber untersuchen wir doch einmal, wann die Originale von der Bildfläche der Geschichte verschwinden, also die originalen von den Aposteln geschriebenen Schriftrollen. Wir wissen, wie lange Schriftrollen in der Antike in Gebrauch waren. Die Römer zerstörten die Siedlung in Qumran im Jahr 70 n. Chr. Einige der Schriftrollen, die in den Qumran-Höhlen gefunden wurden, sind auf 200 v. Chr. oder noch älter datiert. Sie waren 300 Jahre in Gebrauch.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-239" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran-300x227.jpg" alt="Qumran" width="300" height="227" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran-300x227.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran-768x582.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Qumran.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>Man hat weltweit 53 antike Bibliotheken ausgegraben und archäologisch erforscht, inklusive dort gefundener Schriftrollen. Von diesen Forschungsergebnissen wissen wir sehr sicher, dass eine Schriftrolle zwischen 150 und 500 Jahre gehalten hat und in Gebrauch war. (Quelle: <a href="https://logos.sjv.io/c/1250387/2077205/26054?u=https%3A%2F%2Fwww.logos.com%2Fproduct%2F53709%2Fmobile-ed-nt308-the-reliability-of-new-testament-manuscripts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Craig Evans</a>)</p>
<h2>Was geschah mit den Originalen?</h2>
<p>Daher ist nicht ungewöhnlich, dass die Kirchenväter bis ins Jahr 300 auf die neutestamentlichen Originalmanuskripte Bezug nahmen.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-240 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-300x169.jpg" alt="Tertullian" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Tertullian.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Tertullian schrieb ca. im Jahr 190:</p>
<blockquote><p>Wenn du mir nicht glaubst, dann schau dir die Originalmanuskripte von den Briefen des Paulus an, die du in Hierapolis in Kleinasien findest.</p></blockquote>
<p>Und etwa im Jahr 300 schrieb Bischof Petros von Alexandria:</p>
<blockquote><p>&#8222;Und es war die Vorbereitung des Passahfestes und ungefähr die dritte Stunde&#8220;, wie es die richtigen Bücher wiedergeben, und das Manuskript selbst, das von der Hand des Evangelisten geschrieben wurde, das durch die göttliche Gnade in der heiligsten Kirche von Ephesus aufbewahrt, und dort von den Gläubigen verehrt wird.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-241 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-300x169.jpg" alt="Bischof Petros" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Bischof-Petros.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Schlussfolgerung: Die Bibel ist nicht verfälscht</h2>
<p>Die zahlreichen Manuskripte sind eben nicht eine Kopie von einer Kopie von einer Kopie, sondern konnten für eine lange Zeit mit den Originalmanuskripten abgeglichen werden. Die Manuskripte, auf denen das Neue Testament basiert, wie man es in jeder Buchhandlung kaufen kann, sind historisch zuverlässig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/05/29/die-bewahrung-des-neuen-testaments-ist-die-bibel-verfaelscht/">Die Bewahrung des Neuen Testaments: Ist die Bibel verfäscht?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>Wer tötete Goliath?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 11:03:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fehler in der Bibel?]]></category>
		<category><![CDATA[2. Samuel]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Irrtumslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Widerspruch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte von David und Goliath kennen wir alle. Es ist eine der bekanntesten Geschichten aus der Bibel. Der Hirtenjunge David besiegt den übermächtigen Riesen im Kampf, mit Hilfe seiner Steinschleuder. Die komplette Geschichte&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/05/07/wer-toetete-goliath/">Wer tötete Goliath?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte von David und Goliath kennen wir alle. Es ist eine der bekanntesten Geschichten aus der Bibel. Der Hirtenjunge David besiegt den übermächtigen Riesen im Kampf, mit Hilfe seiner Steinschleuder.</p>
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="Wer tötete Goliath?" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/8V8_oY4L73Q?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Die komplette Geschichte kann man in 1. Samuel 17 nachlesen. In 1. Samuel 17:51 heißt es:</p>
<blockquote><p>Da lief David hin, trat zu dem Philister, nahm dessen Schwert, zog es aus der Scheide und gab ihm den Todesstoss und schlug ihm damit den Kopf ab.</p></blockquote>
<p>Aber schauen wir, was in 2. Samuel 21:19 steht.</p>
<blockquote><p>Und als die Schlacht gegen die Philister in Gob noch im Gang war, erschlug Elchanan, der Sohn des Jare-Oregim, der Betlehemit, Goliat, den Gattiter, und das Holz seines Speers war wie ein Webbaum.</p></blockquote>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/2.-Samuel-2119.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-227 size-large" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/2.-Samuel-2119-1024x576.jpg" alt="2. Samuel 21,19" width="1024" height="576" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/2.-Samuel-2119-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/2.-Samuel-2119-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/2.-Samuel-2119-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/2.-Samuel-2119.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<p>Das ist für Bibelkritiker ein gefundenes Fressen. Einen offensichtlicheren Widerspruch kann es schon nicht mehr geben. Kritiker behaupten dann, dass es Elchanan war, der Goliath getötet hat, und eine angebliche Legende um David später hinzuerfunden worden ist, sogar bis hin zu dem Punkt, dass König David angeblich nie existiert hätte. Wer tötete Goliath wirklich?</p>
<h2>Der hebräische Urtext</h2>
<p>Um der Sache auf den Grund zu gehen, ist es notwendig, sich die Texte auf Hebräisch anzuschauen. Dr. Michael Heiser hat sich des Problems angenommen, und liefert eine überzeugende Erklärung. Manchen ist Mike vielleicht daher bekannt, dass er <a href="https://www.fringepop321.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">grenzwissenschaftliche Phänomene von christlicher Seite belechtet</a>, aber im realen Leben ist er Bibelwissenschaftler, und eine Kapazität auf dem Gebiet antiker semitischer Sprachen. Er ist also ein Experte für unser Problem.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Mike-Heiser.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-228 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Mike-Heiser-300x169.jpg" alt="Michael Heiser" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Mike-Heiser-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Mike-Heiser-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Mike-Heiser-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/05/Mike-Heiser.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Der Schlüssel, um diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen, findet sich in 1. Chronik 20:5.</p>
<blockquote><p>Und wieder kam es zum Kampf mit den Philistern. Und Elchanan, der Sohn des Jair, erschlug Lachmi, den Bruder Goliats, den Gittiter, und das Holz seines Speers war wie ein Weberbaum.</p></blockquote>
<p>In der deutschen Übersetzung sieht man nicht so schnell, wie der Vers aus 2. Samuel 21:19 durch einen Abschreibefehler aus 1. Chronik 20:5 entstanden sein kann, aber im hebräischen Urtext schon. Unser Video oben beinhaltet eine detaillierte Erklärung der einzelnen Schritte, was beim Abschreiben des Textes vermutlich passiert ist.</p>
<p>Wer tötete Goliath also? Es war David, und nicht Elchanan.</p>
<p>Quelle: <a href="https://www.biblestudymagazine.com/extras-1/2014/10/31/clash-of-the-manuscripts-goliath-the-hebrew-text-of-the-old-testament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bible Study Magazine</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auferstanden.org/2020/05/07/wer-toetete-goliath/">Wer tötete Goliath?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auferstanden.org">Auferstanden!</a>.</p>
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		<title>Der Ursprung des Neuen Testaments</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Krohn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 20:51:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[12 Punkte, die zeigen, dass der christliche Glaube wahr ist]]></category>
		<category><![CDATA[Apostelgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kritiker des Neuen Testaments behaupten, insbesondere die Evangelien wurden viele Jahrzehnte nach den Ereignissen von anonymen Autoren verfasst. Christen behaupten, das Neue Testament wurde von Augenzeugen geschrieben, sowie von Autoren, die es unmittelbar von&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kritiker des Neuen Testaments behaupten, insbesondere die Evangelien wurden viele Jahrzehnte nach den Ereignissen von anonymen Autoren verfasst. Christen behaupten, das Neue Testament wurde von Augenzeugen geschrieben, sowie von Autoren, die es unmittelbar von den Augenzeugen gehört haben. Doch wie ist die Faktenlage über den Ursprung des Neuen Testaments?</p>
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<p>Das entscheidende Ereignis ist die Zerstörung Jerusalems und des jüdischen Tempels durch den römischen Feldherrn und späteren Kaiser Titus im Jahr 70 n.Chr.</p>
<p>Dieses Ereignis wird in der Bibel vorhergesagt, zum Beispiel im Markus 13:1-2:</p>
<blockquote><p>Und als er aus dem Tempel hinausgeht, sagt einer seiner Jünger zu ihm: Meister, schau, was für Steine und was für Bauten! Und Jesus sagte zu ihm: Siehst du diese grossen Bauten? Hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, jeder wird herausgebrochen.</p></blockquote>
<p>Und genau das ist im Jahr 70 passiert. Die Römer haben keinen Stein stehen gelassen. Nach der Zerstörung haben sie alle Steine des Tempels auf die Straße hinabgestoßen. Die herodianische Straße unterhalb der Westmauer zeugt bis heute von den Steinen, die dort heruntergefallen sind.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-218 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels-300x169.jpg" alt="Zerstörung des Tempels Jerusalem" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Zerstörung-des-Tempels.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-217 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße-300x169.jpg" alt="Herodianische Straße Westmauer Jerusalem" width="300" height="169" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße-300x169.jpg 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße-1024x576.jpg 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße-768x432.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße-1536x864.jpg 1536w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Herodianische-Straße.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<h2>Widersprüchliche Datierung der Evangelien mit historisch-kritischen Methoden</h2>
<p>Ich habe mir dutzende von Datierungen der Evangelien durchgelesen. Alle bibelkritischen Forscher, die die Evangelien auf später als 70 n.Chr. datieren, stützen sich dabei auf die Zerstörung des Tempels. Weil das Ereignis in den Evangelien beschrieben ist, müssen diese nach dem Ereignis verfasst worden sein. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Apostel bereits tot. Also waren die Autoren der Evangelien nicht die Apostel, sondern anonyme Autoren. Andere Grundlagen für eine späte Datierung habe ich nicht finden können. Falls es doch welche geben sollte, dann spielen sie in der Bibelforschung keine größere Rolle.</p>
<p>Die Datierung funktioniert aber nur, wenn man davon ausgeht, dass Jesus die Zerstörung des Tempels niemals vorausgesagt hat. Spätere Autoren hätten ihm also die Worte in den Mund gelegt. Die bibelkritischen Forscher gehen also voreingenommen an die Datierung heran, und schließen das Übernatürliche, und damit Prophetie von vornherein aus.</p>
<p>Insbesondere ist es unzulässig, die Spätdatierung der Evangelien herzunehmen, und daraus den Schluss zu ziehen, dass Jesus keine übernatürlichen Wundertaten vollbracht hat. Dies ist eine Annahme, die bereits in die Datierung eingeflossen ist. Sie daraus schlussfolgern zu wollen ist absurd, und wieder einmal ein typischer Zirkelschluss.</p>
<h2>Datierungen mit grammatisch-historischen Methoden</h2>
<p>Die Zerstörung des Tempels wird im Neuen Testament ausschließlich prophetisch beschrieben, nicht als bereits geschehenes historisches Ereignis. Im Gegenteil, Jerusalem und der Tempel werden durchgängig so beschrieben, als ob es real existierende Stätten sind, und keine Ruinen, die von den Römern zersört wurden. Das deutet darauf hin, dass der Großteil des Neuen Testaments vor dem Jahr 70 verfasst wurde, wenn nicht sogar alles.</p>
<p>Die Reihenfolge, in der die Evangelien verfasst wurden, ist relativ unumstritten. Markus schrieb zuerst, dann entweder Lukas oder Matthäus. Wir gehen im Folgenden davon aus, dass Lukas vor Matthäus schrieb. Als letztes schrieb Johannes sein Evangelium. Die früheren Evangelien lagen den späteren Evangelisten teilweise vor. Lukas schrieb außerdem einen zweiten Teil, die Apostelgeschichte.</p>
<h2>Datierung der Apostelgeschichte</h2>
<p>Die Apostelgeschichte ist ein designiertes Geschichtswerk. Damit lässt sie sich besser datieren als die Evangelien. Sie beschreibt die früheste Kirchengeschichte, ungefähr von 33 bis 62 n.Chr. Die Zerstörung des Tempels war für alle Christen und Juden im Heiligen Land das einschneidendste Ereignis für viele Genrationen. Trotzdem wird es in der Apostelgeschichte nicht erwähnt.</p>
<p>Ein Buch über die moderne Geschichte der USA, welches kein Wort über die Anschläge vom 11. September enthält, dürfte in jedem Fall vor dem Jahr 2001 geschrieben worden sein. Ein Buch über die moderne Stadtgeschichte von Köln, das nichts über den Einsturz des Stadtarchivs enthält, ist sicherlich von vor 2009. Aus diesem Grund ist die Apostelgeschichte sicherlich auch nicht später als im Jahr 70 verfasst.</p>
<p>Die Apostelgeschichte beschreibt den Tod des Märtyrers Stephanus, nicht aber den Märtyrertod anderer Apostel. Sie erwähnt nicht einmal die Hinrichtungen der Hauptcharaktere Petrus und Paulus. Auch das ist Grund zur Annahme, dass das Buch früher verfasst wurde. Petrus wurde spätestens im Jahr 67 hingerichtet. Paulus wurde um das Jahr 66 getötet, Jakobus sogar schon im Jahr 62. Das ist ungefähr das gleiche Jahr, in dem die Ereignisse enden, die in der Apostelgeschichte beschrieben werden. Das passt damit zusammen, dass die letzten Kapitel der Apostelgeschichte sehr lebendig geschrieben sind, wie frisch aus dem Gedächtnis.</p>
<h2>Kulturelle und geografische Aspekte bei der Datierung</h2>
<p>Die Römer werden generell als neutrale Besatzungs- und Weltmacht dargestellt. Nachdem Ende der 60er Jahre im ganzen Reich Hass und Verfolgung gegen Juden und Christen aufkamen, hätte ein späterer Autor die Römer nicht so positiv davonkommen lassen.</p>
<p>Das sind noch nicht alle Indizien für eine frühe Entstehung des Buches. Eigentlich gibt es so viele, dass sie den Rahmen des Beitrages bei weitem sprengen würden. Die geographischen und kulturellen Details sind in den kleinsten Einzelheiten korrekt, zwischen Jerusalem und Rom, für alle erwähnten Städte, Provinzen, Inseln, Flüsse, Straßen, Tempel, Sprachen, teilweise Slang-Wörter aus den Sprachen, die nur in den jeweiligen Städten gebraucht wurden, bis hin zu den korrekten Titeln der lokalen Gouverneure in den Städten und Provinzen. Die Anzeichen, dass die Apostelgeschichte von Anfang bis Ende von einem Augenzeugen der Ereignisse geschrieben wurde sind überwältigend.</p>
<h2>Datierung des Lukas-Evangeliums</h2>
<p>Da die Apostelgeschichte der zweite Teil ist, haben wir auch gleich eine Datierung für den ersten Teil, das Lukas-Evangelium. Das kann nicht später als der zweite Teil geschrieben worden sein. Diese Obergrenze lässt sich noch verbessern.</p>
<p>Der 1. Korintherbrief ist auf das Jahr 55 datiert. Dieses Datum ist unzweifelhaft, und wird auch von skeptischen Forschern und Bibelkritikern akzeptiert. Nun aber zitiert Paulus im 1. Korinther 25:23-25 aus Lukas 22:19-20.</p>
<blockquote><p>Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach es und gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis. Und ebenso nahm er den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das vergossen wird für euch. (Lukas 22:19-20)</p>
<p>Ich habe nämlich vom Herrn empfangen, was ich auch an euch weitergegeben habe: Der Herr, Jesus, nahm in der Nacht, da er ausgeliefert wurde, Brot, dankte, brach es und sprach: Dies ist mein Leib für euch. Das tut zu meinem Gedächtnis. Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. (1. Korinther 25:23-25)</p></blockquote>
<p>Damit haben wir als neue Obergrenze das Jahr 55. Paulus konnte nur aus einem Buch zitieren, das schon existiert hat.</p>
<h2>Datierung des Markus-Evangeliums</h2>
<p>Wie schaut es bei Markus aus? In diesem Evangelium fällt auf, dass es den Hohepriester, der an der Kreuzigung beteiligt ist, nicht namentlich nennt. Alle anderen Evangelien benennen den Hohepriester mit Namen Kajafas. Außerdem benennt Markus andere Beteiligte wie Pilatus mit Namen. Kajafas war bis ins Jahr 36 im Amt. Könnte es also sein, dass das Markus-Evangelium vor dem Jahr 36 verfasst wurde, also 3 Jahre nach der Kreuzigung? Möglich ist es, aber es ist auch eine andere Erklärung denkbar. Auch nach seiner Amtszeit war Kajafas ein mächtiger Mann. Erst im Jahr 42 verlor seine Familie an Macht. Ab dann konnte man seinen Namen im Zusammenhang mit der Kreuzigung verwenden, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Daher ist das Markus-Evangelium vermutlich vor dem Jahr 42 entstanden, also nicht später als 9 Jahre nach der Kreuzigung.</p>
<h2>Datierung des Johannes-Evangeliums</h2>
<p>Schauen wir noch kurz in das Johannes-Evangelium. Für viele Details gibt es Bestätigungen aus anderen Quellen und aus der Archäologie. Die Bibelstelle in Johannes 5:2 sticht besonders hervor.</p>
<blockquote><p>In Jerusalem beim Schaftor ist ein Teich mit fünf Hallen, der auf hebräisch Betesda heisst.</p></blockquote>
<p>Bei Ausgrabungen im Jahr 1914 hat man den Teich gefunden. Er befindet sich beim Schaftor, und besteht aus fünf Hallen. Johannes schreibt außerdem, dass der Teich in Jerusalem <strong>ist</strong>, und nicht nach der Zerstörung Jerusalems dort <strong>war</strong>. Ein angeblicher anonymer Autor des Johannes-Evangeliums, der es im 2. Jahrhundert in der heutigen Türkei verfasst hat, wie die Bibelkritiker es behaupten, hätte dieses und ähnliche Details nicht wissen können. Daher ist als Obergrenze für die Entstehung des Johannes-Evangeliums das Jahr 70 anzusetzen.</p>
<h2>Datierung an Hand von Namenshäufigkeiten</h2>
<p>Richard Bauckham hat die Namen der Individuen aus den Evangelien und der Apostelgeschichte statistisch erfasst, und sie mit der Häufigkeit der Namen aus anderen Quellen zu der Zeit verglichen, also von Grabsteinen, aus der Literatur usw.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Richard-Bauckham.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-219 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Richard-Bauckham-207x300.jpg" alt="Richard Bauckham" width="207" height="300" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Richard-Bauckham-207x300.jpg 207w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Richard-Bauckham.jpg 693w" sizes="auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px" /></a></p>
<p>Er hat die kompletten Statistiken <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jesus_and_the_Eyewitnesses">veröffentlicht</a>, also ich picke hier keine Rosinen. Die beliebtesten beiden Namen stimmen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen überein. Bei den Männern sind es Simon und Josef, und bei den Frauen Maria und Salome. Auch die Häufigkeit stimmt jeweils in etwa überein.</p>
<p>Die Häufigkeit der jeweils insgesamt 9 beliebtesten Namen stimmt ebenso in etwa überein. So etwas lässt sich nicht fälschen. Bauckham hat jüdische Namen in Ägypten separat erfasst. Die Namenshäufigkeiten in Ägypten sind jeweils komplett anders. Wenn jemand die Evangelien zu einer späteren Zeit oder an einem anderen Ort erfunden hätte, könnte solch eine Statistik nicht zustande kommen.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-221 size-large" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten-1024x469.png" alt="Namenshäufigkeiten Neues Testament" width="1024" height="469" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten-1024x469.png 1024w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten-300x137.png 300w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten-768x351.png 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten-980x450.png 980w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Namenshäufigkeiten.png 1311w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
<h2>Ein Faktencheck aus dem 2. Jahrhundert</h2>
<p>Den ersten Faktencheck hat Bischof Papias Anfang des 2. Jahrhunderts gemacht. Leider sind seine Schriften nur noch fragmentweise erhalten. Papias war ein Jünger des Johannes. In seinen Schriften zitiert er, was er von Johannes über die Ursprünge der Evangelien erfahren hat.</p>
<p><a href="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Papias-von-Hieropolis.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-220 size-medium" src="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Papias-von-Hieropolis-245x300.jpg" alt="Papias von Hieropolis" width="245" height="300" srcset="https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Papias-von-Hieropolis-245x300.jpg 245w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Papias-von-Hieropolis-768x941.jpg 768w, https://www.auferstanden.org/wp-content/uploads/2020/04/Papias-von-Hieropolis.jpg 820w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></a></p>
<blockquote><p>Markus hat die Worte und Taten des Herrn, an die er sich als Dolmetscher des Petrus erinnerte, genau, allerdings nicht ordnungsgemäß, aufgeschrieben. Denn nicht hatte er den Herrn gehört und begleitet; wohl aber folgte er später, wie gesagt, dem Petrus, welcher seine Lehrvorträge nach den Bedürfnissen einrichtete, nicht aber so, dass er eine zusammenhängende Darstellung der Reden des Herrn gegeben hätte. Es ist daher keineswegs ein Fehler des Markus, wenn er einiges so aufzeichnete, wie es ihm das Gedächtnis eingab. Denn für eines trug er Sorge: nichts von dem, was er gehört hatte, auszulassen oder sich im Berichte keiner Lüge schuldig zu machen.</p></blockquote>
<p>Was lernen wir daraus? Markus hat das Zeugnis von Petrus niedergeschrieben, wenn auch nicht in chronologischer Reihenfolge. Das ist nicht weiter verwunderlich. Jesus hat bestimmt nicht, wie im Markus-Evangelium, alle Gleichnisse hintereinander erzählt, dann separat davon alle Wunder hintereinander vollbracht, dann alle Heilungen usw. Das Markus-Evangelium ist thematisch angeordnet, nicht chronologisch.</p>
<blockquote><p>Matthäus hat in hebräischer Sprache die Reden zusammengestellt; ein jeder aber übersetzte dieselben so gut er konnte.</p></blockquote>
<p>Dies ist schon etwas herausfordernder, weil das Matthäus-Evangelium auf Griechisch überliefert ist, und nicht auf Hebräisch. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass Matthäus entweder selbst eine griechische Übersetzung angefertigt hat oder das später von jemand anders gemacht wurde. Das wichtigste Ergebnis des Faktenchecks des Papias war, dass Matthäus als Verfasser des Evangeliums bestätigt wurde, auch wenn das hebräische Original wohl verloren ist.</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p>Soviel zum Ursprung der Evangelien und der Apostelgeschichte. Zusammenfassend haben wir gesehen, dass es für die Spätdatierung nur ein einziges Argument gibt, und dazu noch ein ziemlich schlechtes, und für die frühe Datierung eine ganze Fülle von Argumenten. Die Argumente, deren Oberfläche ich nur ein wenig angekratzt habe, bekommen in Zukunft sicherlich eigene Beiträge.</p>
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